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Eilenburg Babyboom im Krankenhaus: 42 Kinder im September in Eilenburg geboren
Region Eilenburg Babyboom im Krankenhaus: 42 Kinder im September in Eilenburg geboren
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08:40 12.10.2015
Milena und Darko im Elternglück: Töchterchen Tamara kam am Dienstag in der Eilenburger Klinik auf die Welt. Das Baby wiegt 2880 Gramm und ist 28 Zentimeter groß. Quelle: Wolfgang Sens
Eilenburg

„Ob wir unserem Wunschziel, 365 Kinder im Jahr und damit so viel Nachwuchs wie das Jahr Tage hat, damit ein gutes Stück näher kommen, bleibt abzuwarten“, sagt Claudia Fichtner, Chefärztin der Gynäkologie und Geburtshilfe, die einmal mehr für ihre Station einen Lanze bricht. Denn trotz positiver Geburtentendenz – seit etwa zwei Jahren gehört, noch in sehr begrenztem Maß, auch der Nachwuchs von Asylbewerbern zur Klientel – pflegt dieser Bereich sein familiäres Image mit der individuellen Betreuung von werdenden Eltern.

„Gut angenommen werden beispielsweise unsere kostenfreien Geschwisterkurse, für die sich die Familien über unsere Seite im Internet anmelden können“, ergänzt Schwester Daniela Haake, die selbst im Haus ihr erstes Kind bekommen hat. „Was schließlich für sich spricht“, so die 26-Jährige. Die Chefärztin zeigt sich zudem zufrieden damit, dass bei Niederkünften mit Beckenendlage der Kinder, so genannten Steißgeburten, nur durchschnittlich zwei von zehn Babys per Kaiserschnitt auf die Welt geholt werden mussten. Je nach anatomischen Gegebenheiten hätten Mütter somit überwiegend ihren Nachwuchs auf natürlichem Weg zur Welt bringen und die Kaiserschnitt-Rate gegenüber dem Vorjahr um 2 auf 16 Prozent senken können. Der Sachsen-Durchschnitt bewegt sich bei etwa 20 Prozent. Doch wenn es medizinisch notwendig sei, so die Ärztin, würden natürlich auch in Eilenburg Kaiserschnitte durchgeführt, von denen es im vergangenen Jahr 45 gab.

Erst dieser Tage auch bei einer jungen Frau aus Serbien, bei der das sprachliche Talent der Geburtshelfer gefragt war. „Wir haben eine Liste von Ärzten und Mitarbeitern im Haus mit Sprachkenntnissen, die wir in einem solchen Fall nutzen können“, erklärt Fichtner. Dolmetscher seien zudem über die Ausländerbehörde verfügbar, Kollegen, die in Englisch oder Russisch fit sind, auf der Station vorhanden. „Wenn wir beispielsweise bei arabischen Dialekten nicht weiter wissen, muss alles auch mit Gesten, Händen und Füßen funktionieren“, so die Chefärztin.

In zehn Betten der Wöchnerinnen-Zimmer, dazu kommt ein Familienzimmer, sind die Mütter gut aufgehoben. Bei Bedarf stehen auch Räume der Gynäkologie zur Verfügung. Im vergangenen Jahr kamen in Eilenburg 345 Kinder zur Welt, etwa je zur Hälfte Mädchen und Jungen. 40 mehr als 2013, freut sich Claudia Fichtner. „Wir sind froh, wenn sich Eltern für unsere Klinik entscheiden.“

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