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Eilenburg Badewannen-Rennen lockt Hunderte nach Doberschütz
Region Eilenburg Badewannen-Rennen lockt Hunderte nach Doberschütz
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22:00 18.07.2010
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. Das ist neuer Rekord. Frömmichen ist zufrieden. Und so geht am Sonnabend eine Gaudi am Morellensee über die Bühne, die am Wochenende ihresgleichen suchte.

„Es gibt zwei Wettbewerbe und Pokale für die schönste und für die schnellste wanne. Es zählt Originalität sowie Eleganz. Und beim Schnelligkeitswettbewerb geht es darum, einen Parcours zu absolvieren", erklärt Frömmichen. Chancen auf den Titel rechnet sich das Team „Doberschütz-Süd" mit Jörg Haberkorn und Nachbar Frank Walther aus. Das Männerduo ist zum dritten Mal dabei und heiß auf den Titel. „Vergangenes Jahr hat es nur zu Platz zwei gereicht. Das müssen wir heute korrigieren. Damit es zum Sieg reicht, haben wir extraleichtes Styropor beim Bau verwendet", verrät Jörg Haberkorn.

Doberschütz. Siegmar Frömmichen strahlt über das ganze Gesicht. Zum Doberschützer Badewannenrennen haben sich zehn Teams angemeldet. Das ist neuer Rekord. Frömmichen ist zufrieden. Und so geht am Sonnabend eine Gaudi am Morellensee über die Bühne, die am Wochenende ihresgleichen suchte.

Mit einer ganz besonderen Konstruktion ist der zehnjährige Otto Wanjek aus Doberschütz am Start. „Auf den zwei aufgeblasenen Autoschläuchen ist ein Brett befestigt. Als Antrieb habe ich ein Paddel. Außerdem schiebt mich mein Papa. Der hat Schwimmflossen an den Füßen, damit wir schneller vorankommen", hofft Otto auf den Sieg. Als Regelverstoß sieht Frömmichen den Papamotor nicht. „Es ist fast alles erlaubt. Außer ein Motor. Alles muss mit Muskelkraft angetrieben werden", sagt er und gibt grünes Licht für den Start.

Einzig allein die vier ehemaligen Abiturenten Maximlian Ihbe, Martin Glatte, Christopher Rudolph und Sven Wendt aus Eilenburg kommen dem Wort Badewannenrennen mit ihrem Gefährt am nächsten. Sie starten mit einer ausgedienten Unterwasserbadewanne aus der Physiotherapieabteilung des Eilenburger Kreiskrankenhauses. „Ich war dort als Zivildienstleistender und als ich erfuhr, die Edelstahlwanne soll auf den Schrott, habe ich nachgefragt, ob ich die bekommen könnte", ist Glatte stolz auf sein Original. Doch das Gewicht von über 100 Kilo sollte sich später als Nachteil herausstellen. Und dann waren da noch die Grunaer Muldegeister mit ihrer aus Ölfässern gebauten Konstruktion, die Platz für zehn Paddler hat.

Dann geht es los. Die Jury nimmt am Ufer Platz. Heiko Scholz vom Angelverein, Jugendvertreter Marcel Schäfer und Tüv-Experte Volkmar Tschiersch entscheiden über Sieg und Niederlage. „Wir bewerten Schönheit, Eleganz und Fahrtauglichkeit. Dafür gibt es zwischen ein und fünf Punkte", erklärt Tschiersch. Die ersten sammeln die Teilnehmer bei der Vorbeifahrt. Die spektakulärste Konstrukion ist an diesem Tag das Boot „Dienstag" vom Leipziger Offroad-Club, das mit zwei Schaufelrädern angetrieben wird. Die Jury vergibt hier die meisten Zähler. Auf Rang zwei kommt „Dolly". Ein Boot, dass die Doberschützer Familien Dahmisch und Brix bauten. Platz drei geht an „Öli I", ein Boot des Kindergartens Audenhain.

Dann wird es dramatisch. Bei der ersten Wettfahrt kommt „Doberschütz Süd" dem Boot vom Verein Schwarzes Leipzig zu nahe und kippt um. Mastbruch, meldet Jörg Haberkorn kurze Zeit später. Doch das Männerduo bekommt im letzten Lauf noch einmal die Chance mitzufahren. Klar und deutlich schaffen es die Grunaer „Muldegeister" neben „Schwarzes Leipzig" und Doberschütz-Süd schließlich ins Finale. Otto mit seinem Papaantrieb kommt auf Gesamtplatz acht und die Badewanne aus dem Krankenhaus wird glücklicher Zehnter.

Im Fahrerlager werden bis zum Finale die schlimmsten Wasserkämpfe ausgetragen. Niemand dort bleibt trocken. Jeder bespritzt jeden mit Feuerlöschern, Wasserebomben und Spritzpistolen. Opfer der Schlacht wird Boot „Dienstag", das kurzerhand von „Schwarzes Leipzig" umgekippt wird. Der Antrieb bricht und „Dienstag" ist raus aus dem Wettbewerb. Dann ist Finale. „Schwarzes Leipzig" paddelt am gleichmäßigsten, doch „Doberschütz-Süd" führt bis zur Wende. Dann lässt die Kraft nach und das Duo rettet sich hinter Leipzig auf den Silberrang. Bronze holen die „Muldegeister".

Steffen Brost

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