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Eilenburg Bahnhofsbau im Eilenburger Wohnzimmer
Region Eilenburg Bahnhofsbau im Eilenburger Wohnzimmer
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17:00 13.12.2016
Die Grundmauern des Modells stehen schon: Mirko Hoffmann hat den Bahnhof in Arbeit. Quelle: Wolfgang Sens
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Eilenburg

Mirko Hoffmann baut den Eilenburger Bahnhof in seinem Wohnzimmer nach. Im Maßstab 1:87. Die Verkleinerung entspricht der Modellbahngröße H0. Bis Ende 2017 soll der Bau stehen. Und er hat sich weitere Ziele gesteckt: Das angrenzende Gelände mit Ringlokschuppen, Stellwerken und Gleisen soll bis Mitte/Ende 2019 fertig sein. Vollendete Modelle zeigt er zurzeit im Schaufenster eines leer stehenden Geschäfts in der Torgauer Straße: Drei Eilenburger Bauten, die es in dieser Form nicht mehr gibt: Der Bergfried, der in den 1970er-Jahren zusammenbrach und gesprengt werden musste, das zuletzt fertiggestellte Leipziger-Tor-Modell und das vom Torgauer Tor, das einst gleich in der Nähe stand. „Gerade Kinder sind sehr interessiert, wenn etwas Reales zum Spielzeug wird“, freut sich Hoffmann über Resonanz. Die Ausstellungsmöglichkeit stellte ihm die freundliche Vermieterin kostenlos zur Verfügung.

Teures Material

Fürs Bahnhofsempfangsgebäude hat er Maße von zirka 82 mal 20 mal 15 Zentimeter errechnet. Es soll in etwa so aussehen, wie es sich zwischen 1970 und 1980 präsentierte. Die Grundmauern aus weißem Modellbau-Material stehen. Nun gilt es jedoch, eine große Hürde zu nehmen: Das Fassadenmaterial ist richtig teuer. Schließlich soll auch die Art der Klinkermauerung, die Anordnung der Ziegel dem Original entsprechen. Für die nötigen Platten mit dem richtigen Wechsel zwischen sogenannten Läufer- und Kopfverband rechnet Hoffmann allein mit Kosten ihn Höhe von 300 Euro. Dafür müsste der 39-jährige Vater, der in der medizinischen Betreuung einer Erstaufnahmeeinrichtung tätig ist, erstmal sparen. Er will das Ganze aber auch nicht mit Pappe verkleiden. „Dann ist es schwer möglich, die Alterserscheinungen richtig aufzubringen.“

Lichter für Winterabende

Für sein Gesamtbahnhofsprojekt weiß er, dass es nicht allein am Geld mangelt, sondern auch an Zeit und Platz. Laut seinen Berechnungen, die er anhand des Gleisplans aufstellte, müsste eine solche Anlage 17,24 lang und 4,60 Meter breit sein. Vorerst hat er nun im Schaufenster in der Torgauer Straße aber dafür gesorgt, dass die Modelle durch die Winterabende leuchten.

Von Heike Liesaus

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