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Eilenburg Baumann und Clausen nehmen in Eilenburg den Amtsschimmel aufs Korn
Region Eilenburg Baumann und Clausen nehmen in Eilenburg den Amtsschimmel aufs Korn
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00:19 04.10.2017
Ein Vierteljahrhundert sind Frank Bremser und Jens Lehrich bereits in Amt und Würden und halten die deutsche Comedybürokratie aufrecht. Quelle: Anke Herold
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Eilenburg

Von Amts wegen halten Jens Lehrich und Frank Bremser als Baumann und Clausen dem Amtsschimmel einen Spiegel vor. Ein Vierteljahrhundert sind sie bereits in Amt und Würden. Am Freitagabend präsentierten sie ihre Jubiläumstour „Die Schoff“ auf der Eilenburger Bürgerhausbühne.

Etwas verspätet zwar, aber top in Form begrüßten die Radiokomödianten das Publikum. HaWe, der Klugscheißer, und sein Freund Oberamtsrat, dem jedes Mittel recht ist, um sich unerwünschte Antragsteller vom Leib zu halten, ist unzähligen Zuhörern bekannt. Kein Platz mehr frei als das Spektakel begann! Und die Gags flogen den Zuhörern von der ersten Minute entgegen.

Über Schmutzblindheit und Einkaufsdemenz

Hans-Werner habe das Porzellansyndrom: „Er hat ja nicht mehr alle Tassen im Schrank“, sagt Clausen und gibt gleichzeitig zu, unter Schmutzblindheit, Einkaufsdemenz und Mitdenkschwäche zu leiden. Ignorant, inkompetent und immer bestechlich schätzt Baumann seinen Kollegenfreund daraufhin ein.

Auf der Bühne zeichnet sich Frank Bremser als Verwandlungskünstler aus und schlüpft in verschiedene Rollen. Talentiert mimt er Hanno Decker, den Finanz- und Versicherungsspezialisten, der selbst im Gebiss des korrekten Bürokraten eine Goldgrube wittert. Als Ordnungsamtsleiter Willy Höcker führt er den „Las liegen Dienstag“ , den „Pöbelfreitag“ und den „Abstellsamstag“ ein und fordert horrende Summen dafür.

Schnell stellt der Gast fest, die Zeit ist wie im Flug vergangenen und die Entertainer ziehen sich in die Pause zurück. Für das Publikum heißt es erstmal Durchatmen und die Lachmuskeln entspannen. Andrea Wittenbecher sitzt mit ihrer Schwester im Publikum und hat die erste Runde genossen. „Ich kenne die beiden bisher nur aus dem Radio, aber im Original sind sie viel besser. Sie nehmen das Amt auf die Schippe und bekommen wahrscheinlich deshalb so viel Zuspruch, weil jeder vielleicht schon mal die eine oder andere Erfahrung auf den Ämtern machen musste“, erklärt die Hohenprießnitzerin und gemeinsam loben die Damen, dass die beiden aktuelle Themen mit einfließen lassen und eine vielfältige Mischung aus Gags und Songs das Programm komplettieren.

Publikum fordert Zugabe

In der zweiten Halbzeit gelobt der bissige Oberamtsrat keine Witze über Frauen mehr zu machen, das Bild mit den Hexenbesen auf den Frauenparkplätzen gerät natürlich ohne jede böse Absicht auf die Leinwand, sein markantes Kichern lässt nichts anders vermuten. Mit dem Liveanruf zu einem Taxiunternehmen beweisen die Protagonisten einmal mehr ihr Improvisationsvermögen und lassen keine Langeweile aufkommen. Das Publikum dankte es mit reichlichem Applaus und forderte eine Zugabe ein.

Von Anke Herold

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