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Baustart nach Ostern: Busbahnsteige, Kreisverkehr, Parkplätze am Bahnhof

Baustart nach Ostern: Busbahnsteige, Kreisverkehr, Parkplätze am Bahnhof

Lang war sie ersehnt, die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes. Nun gibt es den Baustart nach den Feiertagen, am 7. April, quasi als Osterei. 1,45 Millionen Euro, davon 1,28 Millionen Euro Fördermittel, sollen investiert werden.

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So soll der neue Bahnhofsvorplatz gestaltet werden: Busbahnsteige (1), Busausstieg (2), Taxihaltestelle (3), Kreisverkehr (4), Fahrradabstellanlage (5), Motorradstellplätze (6), Buswartezonen (7) und Parkplätzen (8). Grafik: Patrick Moye

Quelle: glöckner

Eilenburg. Neben dem Kreisverkehr auf dem Berg ist dies das größte Eilenburger Bauprojekt in diesem Jahr. Was soll dort entstehen? Was ändert sich?

Künftig wird es sechs statt der bisher fünf Busbahnsteige geben. Der Bedarf sei da, erklärt Petra Zimmermann, Leiterin des Bereichs Bau in der Stadtverwaltung. Zwar wird nicht von einer Erhöhung ausgegangen, doch zwei Bushaltestellen gab es bisher parallel zur Bahnhofsstraße. Diese Zone wird künftig nur noch ankommenden Bussen vorbehalten sein. Somit sind Ein- und Ausstiegszone dann vorschriftsmäßig getrennt. Für wartende Busse gibt es extra Zonen.

Die großen Dachanlagen über den Busbahnsteigen werden abgerissen. Stattdessen werden jeweils kleine Buswartehäuser errichtet. Die Fahrradabstellanlage ist für 112 Zweiräder bisher mit einfacher Überdachung der Reihen vorgesehen. Nach wie vor sei aber das "Radhaus" nicht ad acta gelegt, erklärt Petra Zimmermann. Um die mögliche Finanzierung dieser Stahlkonstruktion mit Glaswandverkleidung samt Dach, das über die gesamte Anlage reicht, plus vier abschließbarer Boxen und E-Bike-Ladestation wird aber noch verhandelt. Der Zweckverband für den Nahverkehr Leipzig hatte die Förderung dieser Sonderlösung angeboten. Allerdings übersteigt die Vision bisher den Kostenrahmen von 1000 Euro pro Stellplatz.

Vor dem Bahnhofsgebäude entsteht ein Kreisel mit drei Ausfahrten, zu den Stellflächen, zum Gelände von Bahn und dem Betriebsgelände Talk-Point sowie zur Bahnhofsstraße. Er soll die Verkehrssituation übersichtlicher machen. Etwa die Hälfte der bisher provisorisch befestigten Parkfläche für Pkw wird nun ebenfalls in die Gestaltung einbezogen und gepflastert. 87 Plätze für Autos, davon zwei behindertengerecht, sowie neun überdachte für Motorräder entstehen insgesamt. Die andere Hälfte wird neu aufgeschottert. Der Fördermittelgeber unterstütze vorerst nur diese Variante. Falls der Bedarf aber weiter wächst, könne das Areal später ebenfalls noch ausgebaut werden, so Zimmermann.

Leider wird der erste Eindruck der Bahnreisenden von Eilenburg auch nach der Umsetzung dieses Projekts noch von der schmuddeligen Tunnel- und Treppenanlage im Bahnhof geprägt sein, merkte Stadtrat Volker Enigk (CDU) kürzlich in einer Einwohnerversammlung an. Auch der barrierefreie Zugang zu den Bahnhöfen kommt noch lange nicht. Auf den Plänen der Stadt ist der Anschluss einer Rampe zu den Bahnsteigen berücksichtigt.

Allerdings müsste dann in diesem Bereich die Bahn investieren. Diese hatte bisher eine Realisierung 2017 avisiert. Neben Treppenanlagen sei vorgesehen, die Bahnsteige 1/2 und 3/4 mittels zwei Aufzugsanlagen zu erschließen, heißt es bereits seit einigen Jahren. Eine behindertengerechte Rampenanlage solle vorzugsweise stadtseitig aus dem Personentunnel führen und den stufenfreien Übergang zum ÖPNV sicherstellen. Die Bahnsteige sind bereits instand gesetzt und in die Erneuerung der Gleisanlagen sieben Millionen Euro investiert. Das Bahnhofsgebäude ist jetzt privatisiert und zum Logistik-Zentrum der Talkpoint-Gruppe ausgebaut worden. Es beherbergt aber trotzdem den S-Punkt samt öffentlicher Toiletten.

Im November soll die Umgestaltung abgeschlossen sein. Bis dahin wird es Einschränkungen geben. Reisende, die vom Auto oder dem Bus in den Zug umsteigen, müssen mehr Zeit einplanen. Die vier Ersatz-Haltestellen für den ÖPNV werden gegenüber der Seniorenresidenz im Wendebereich Schützenplatz, Walter-Rathenau- und Bahnhofstraße eingerichtet. Für Bus-Nutzer wird der Fußweg zum Bahnhof damit zirka drei Minuten länger. Autofahrer gelangen vorerst über die Sydowstraße zu den Parkplätzen, die vorerst nutzbar bleiben, weil der Bau mit dem Busbahnhof startet. Es wird eine Ampel am Wasserturm aufgestellt. Anlieger im Umfeld des Bahnhofs müssen jedoch auf die unmittelbar vor ihren Häusern liegende Stellplätze entlang den Straßen verzichten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 31.03.2015
Heike Liesaus

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