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Eilenburg Baustellen in Eilenburg werfen Fragen auf
Region Eilenburg Baustellen in Eilenburg werfen Fragen auf
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00:28 17.12.2015
Das blaue Kabel, das mit Lehm abgedeckt war, ist eine provisorische Trinkwasserleitung. Sie führt nun nicht mehr über den Radweg. Quelle: privat
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Eilenburg

Ist das ein Schildbürgerstreich? Das fragte ein Leser aus Eilenburg-Ost. Im Oktober war in der Georg-Schumann-Straße gerade neuer Asphaltbelag aufgebracht worden. Nun wurde schon wieder gebaut. In der Nähe der Sydowstraße ärgerte sich eine Leserin über merkwürdige blaue Kabel, deren provisorische Abdeckungen Radfahrern gefährlich werden könnten: „Seit Wochen holpere ich, wenn ich mit dem Fahrrad von Wedelwitz in Richtung Bahnhof fahre, über ein dickes Kabel an der Mühlgrabenbrücke, das quer über Radweg und Straße verlegt wurde.“ Auf dem Radweg sei es mit Lehm überdeckt, der bei Nässe rutschig wird. Auf der Straße liegt nur eine provisorische Holzabdeckung.

In beiden Fällen ist der Versorgungsverband Eilenburg-Wurzen Ansprechpartner, so die Auskunft auf die Nachfrage bei der Stadtverwaltung. Daniel Jahn, technischer Leiter beim VEW, erklärte die Hintergründe: In der Schumann-Straße wurden die Schieber-Kappen der Trinkwasser-Leitungen nach dem Auftragen neuen Asphaltbelags angepasst. „Normalerweise veranlasst das die Baufirma. Wir besorgen die Kappen und sie werden hochgestellt, bevor der Asphalt aufgetragen wird“, so Jahn. „Diesmal hatte uns die Stadt jedoch erst hinterher informiert, dass die Kappen angepasst werden sollen.“ Der bauliche Aufwand sei nicht höher. Auch der alte Asphalt hätte aufgefräst werden müssen. Optisch sei es nun nicht so einheitlich, räumt er ein.

Das vermeintliche Kabel, das über dem Weg neben den Bahnanlagen liegt, ist eine provisorische Trinkwasserleitung. Sie musste von der Sydowstraße aus verlegt werden, weil es unter dem Bahndamm einen Rohrbruch gab. Die Stichleitung ist derzeit vor allem für die beiden Gartenlokale da. Die provisorischen Abdeckungen wurden nun am Freitag durch eine aus Bitumen ersetzt. Die Leitung liegt nicht mehr auf dem Radweg. Der Versorgungsverband hatte gehofft, den Schaden unter dem Bahndamm zeitiger reparieren zu können. „Nach den Gesprächen mit der Bahn steht nun aber fest, dass es in diesem Jahr nichts mehr wird“, so Jahn. Ein Bahndamm darf nicht ohne weiteres durchörtert werden. Die Leitung sei mit einem sogenannten Frostlauf eingerichtet, bei dem ständig Wasser fließt, um das Einfrieren zu vermeiden. Sie kann in diesem Bereich nicht in den Untergrund gelegt werden.

Von Heike Liesaus

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