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Eilenburg Behörde genehmigt Pläne für Schweinemastanlage bei Krippehna
Region Eilenburg Behörde genehmigt Pläne für Schweinemastanlage bei Krippehna
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23:00 13.05.2011
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. Gegen die Pläne wehren sich Anwohner und Bürger der Muldegemeinde seit Jahren vehement.

Allen voran Hans-Udo Weiland, sächsischer Landesvorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). „Jetzt geht der Kampf gegen Umweltzerstörung und Tierquälerei erst richtig los", kündigte der Steubelner eine Verschärfung der schon länger andauernden Auseinandersetzungen mit der Kreisverwaltung in einer ersten Stellungnahme an. Es würden nunmehr nicht nur alle zur Verfügung stehenden Rechtsmittel ausgeschöpft. „Wir werden den Protest auch auf die Straße tragen, zu den Gülleabnehmern in der Region, zu den Landverkäufern, zum Landratsamt nach Eilenburg und Torgau sowie vor die Haustür der Investoren", die am Rand von Leipzig mit der Firma Schweinemast MHW GmbH ihren Sitz haben. Welche konkreten Aktionen geplant sind, blieb zunächst offen. Weiland warf seinen Kontrahenten vor, sie würden ungesetzlich handeln und sich damit außerhalb der Gesellschaft stellen. „In eklatant rechtswidriger Weise hat sich das Landratsamt Nordsachsen über die von Bürgern, ortsansässigen Unternehmen und dem BUND in Sachsen vorgebrachten rechtlichen Argumente hinweggesetzt", so der Vorsitzende. „Selbst das verweigerte Einvernehmen der Gemeinde Zschepplin wurde ohne zwingenden Grund ersetzt und damit der Bau der Anlage überhaupt erst ermöglicht."

Im Landratsamt wird die Genehmigung verteidigt. Für Landrat Michael Czupalla (CDU) nimmt ein langer Prozess „ein erfreuliches Ende. Ich begrüße die Ansiedlung und wünsche dem Unternehmen alles Gute. Ich fordere aber auch, dass die Investoren informieren, aufklären und so für Einklang mit ihren Nachbarn, mit den Bürgern sorgen. Wenn sich Investoren ansiedeln ist das immer positiv zu betrachten, natürlich müssen solche Prozesse immer im Konsens mit Mensch und Natur stehen", sagte Nordsachsens Landrat am Freitag auf Anfrage dieser Zeitung. Auch für die Chefin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises, Uta Schladitz, geht die Ansiedlung nur im „gegenseitigen Miteinander" mit den Anwohnern. „Die Ansiedlung ist ein positives Signal und Wertschöpfung für den Landkreis. Gerade in der Landwirtschaft ist viel weggebrochen. Eine starke Landwirtschaft stärkt den Landkreis."

;ehr lesen Sie in der Kreiszeitung am 14. Mai, Seite 22.

Karin Rieck/Frank Pfütze

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