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Lastwagen kippt bei Eilenburg in den Straßengraben

Unfall auf B 87 Lastwagen kippt bei Eilenburg in den Straßengraben

Am Montag gegen 20 Uhr ist ein Lkw mit Sattelauflieger auf der B 87 zwischen Doberschütz und Eilenburg verunglückt. Der Fahrer (44) musste ambulant behandelt werden, blieb aber weitgehend unverletzt. Die Bergung der Ladung erwies sich als schwierig.

Der Abschlepp- und Bergedienst Reinhard Otto (kleines Foto) aus Dornreichenbach beseitigt gestern neben der B 87 zwischen Paschwitz und Doberschütz Glas. Am Abend zuvor war ein Lkw von der Straße abgekommen und umgekippt.

Quelle: Kathrin Kabelitz

Eilenburg. Am Montag gegen 20 Uhr ist ein Lkw mit Sattelauflieger auf der B 87 zwischen Doberschütz und Eilenburg verunglückt. Der Laster ist dabei nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und in den Straßengraben gekippt. Der Fahrer musste ambulant behandelt werden, blieb aber weitgehend unverletzt. Unfallursache und Schadenshöhe sind noch unklar. Die Bundesstraße musste gesperrt werden.

Lkw und 20 Tonnen Glas landen im Graben

Soweit die Fakten, dann begann der Stress. Gegen 21 Uhr war das Abschlepp- und Bergeunternehmen Otto vor Ort, um den Lkw zu bergen. Der polnische Lkw mit holländischem Auflieger hatte zirka 20 Tonnen Glas vom Flachglaswerk Torgau geladen, das sich nach dem Unfall im Straßengraben ergoss. Gegen 4 Uhr waren Lkw und Auflieger abtransportiert. Der Berufsverkehr rollte auf die Unfallstelle zu. Das Problem: Noch immer lag die Ladung verstreut am Straßenrand und im Graben herum. „Mit der Eilenburger Polizei und einem Havariekommissar haben wir abgesprochen, dass die B 87 gegen 9 Uhr einspurig wieder abgesperrt werden soll, damit wir auch die Ladung bergen können“, sagte Reinhard Otto, Chef des Abschleppunternehmens.

Reinhard Otto ist Chef des gleichnamigen Abschlepp- und Bergedienstes aus Dornreichenbach

Reinhard Otto ist Chef des gleichnamigen Abschlepp- und Bergedienstes aus Dornreichenbach.

Quelle: Kathrin Kabelitz

So ist es aber nicht gekommen. Otto hat kein Verständnis für diese „Behördenwillkür“, sagte der 60-Jährige am LVZ-Telefon, er fühle sich von der Eilenburger Polizei im Stich gelassen. „Wir sollten anrufen, wenn der Berufsverkehr durch ist, so gegen 9 Uhr, damit die gefährliche Trasse gesichert werden kann für unsere Bergungsarbeiten. Seit dem höre ich von der Polizei und der Straßenmeisterei, dass sie dafür nicht zuständig sind. Wir sollen uns selber kümmern“, so Otto gegen 10.30 Uhr.

Polizei nicht mehr zuständig

Selber kümmern ist aber auch nicht einfach. Otto müsste einen Antrag auf Straßensperrung stellen. Entsorgt er die verunfallte Ladung ohne Sperrung, riskiert er sein und das Leben seiner Mitarbeiter. Zudem drohen dafür eine Geldstrafe sowie Punkte in Flensburg, verhängt von der Polizei, die dafür wiederum zuständig ist. Die Polizei sei für die Absperrung zur Bergung der Ladung jedoch nicht mehr verantwortlich, erklärte der Diensthabende auf LVZ-Anfrage, weil keine Gefahr mehr im Verzug sei. Revierleiter Harald Schmich dazu: „Verantwortung hat der Havariekommissar. Mal anrufen und verlangen, schickt mal schnell zwei Wagen raus, so funktioniert das nicht. Das ist gefährlich dort, dort fahren die Fahrzeuge mit 100 km/h lang. Das muss der Havariekommissar koordinieren.“

Einigung mit dem Landwirt

Dienstag, 11.55 Uhr: Jetzt versteht Reinhard Otto, immer noch auf dem Feld, die Welt nicht mehr: „Der Havariekommissar hat doch mit der Polizei vor Ort ausgemacht, dass ab 9 Uhr gesperrt wird, bei dieser Absprache hat der Beamte nicht gesagt, dass die Polizei nicht verantwortlich ist. Der Bauer, dem das Feld gehört hat uns inzwischen gestattet, dass wir das Feld befahren dürfen. Wir beräumen jetzt von der Feldseite aus. Ich gehe davon aus, dass um 14 Uhr alles erledigt ist“, so Otto. War es dann auch.

Von Frank Pfütze

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