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Eilenburg Bekommt die Liemehnaer Feuerwehr ein neues Gerätehaus?
Region Eilenburg Bekommt die Liemehnaer Feuerwehr ein neues Gerätehaus?
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00:30 09.05.2018
Nässe hat dem Feuerwehrgerätehaus Liemehna arg zugesetzt. Quelle: Heike Liesaus
Jesewitz

Nachdem im März zur Gemeinderatssitzung der Zustand des Feuerwehrgerätehauses in Liemehna kritisiert wurde (wir berichteten), hat Bürgermeister Ralf Tauchnitz (FW) die Zeit seitdem genutzt und nun Nägel mit Köpfen gemacht. Am Donnerstagabend zur Ratssitzung in Jesewitz präsentierte er einen Entwurf zum Neubau eines Feuerwehrgerätehauses für Liemehna.

Die derzeit rund 40 Mitglieder der Ortswehr, davon rund 20 aktive Kameraden, wird das freuen. Ihr derzeitiges Domizil hat nicht einmal eine Toilette und eine Heizung. Ein Umbau samt Trockenlegung nach den derzeitigen DIN-Normen für Feuerwehrgerätehäuser würde die Kosten sprengen und unrentabel werden. Deshalb schlug Tauchnitz einen Neubau auf dem Anger nicht weit vom jetzigen Standort vor. „Da kann das alte Gerätehaus bis zur Fertigstellung des neuen genutzt werden. Anschließend reißen wir es ab, um dort wieder Parkplätze zu schaffen, die bei Neubau auf dem vorgeschlagenen Standort wegfallen“, erklärte der Bürgermeister schon voraus denkend. „Bei Förderung des Neubaus könnten wir mit einer festen Förderung von 250 000 Euro bei der Minimalvariante rechnen. Ich habe mir schon mehrere Depots angeschaut, das Gerätehaus in Gruna könnte für uns die richtige Größe haben.“

Umkleide- und Sanitärräume sollen entstehen

Die geschätzten Gesamtkosten für einen solchen Neubau liegen laut Tauchnitz bei 600 000 Euro. Minimalvariante heißt in diesem Fall, dass im Erdgeschoss eine Fahrzeughalle mit einem Stellplatz, ein Raum für die Wehrleitung, Umkleideräume für Frauen und Männer mit den dazugehörigen Sanitäranlagen entstehen. Im Obergeschoss wären Schulungsraum, Teeküche und eine weitere Toilette untergebracht.

Nicht bei allen der zwölf anwesenden Räte stieß das Gehörte auf Zuspruch, wissen sie doch um die angespannte finanzielle Situation ihrer Gemeinde und die Investitionspläne. Auf denen steht das Thema Schule an oberster Stelle. Einer, der darauf immer wieder in der Diskussion von Seiten der Räte darauf hinwies, war Holger Jost. „Das ist einfach zu viel Geld, was uns das kosten würde“, meinte er. Andere in der Runde fanden das Vorpreschen ihres Bürgermeisters gut, denn wenn der Landkreis Nordsachsen seine Fördermittel für das Feierwehrwesen auf mehr als drei Millionen Euro bis 2020 aufstockt, dann wäre das eine Chance, für einen Neubau in Liemehna davon etwas zu erhalten.

Verwaltungsverbands-Chef rät zum Neubau

Michael König vom Verwaltungsverband Eilenburg-West gab die Empfehlung, sich für einen Neubau zu entscheiden, weil damit vor allem eine dauerhafte Lösung für den Standort gefunden wäre. Eine solche Entscheidung sei auch eine strategische „Wir wären dann auch mit Blick auf die Bundesstraße 87 gut aufgestellt“, ergänzte Tauchnitz. Zu guter Letzt wird der Bürgermeister mit dem Einverständnis der Räte die Angelegenheit weiter verfolgen, um vor allem die benötigten Unterlagen für einen Förderantrag zu erstellen. Eine endgültige Entscheidung ist jedoch noch nicht über das Vorhaben gefallen.

Von Bärbel Schumann

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