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Eilenburg Besucher strömen zur Hohenprießnitzer Handwerks-Schau
Region Eilenburg Besucher strömen zur Hohenprießnitzer Handwerks-Schau
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15:30 09.05.2011
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. An fast 40 Ständen und Schauplätzen konnten sich die über 1500 Gäste mit den alten Technologien vertraut machen. 

Immer wieder tauchten Karsten Budras und Mike Pohle aus Eilenburg ihre Hände in eine große Holzwanne ein und hoben vorsichtig das Schöpfsieb aus der Bütte. In ihr befand sich ein in Wasser gelöstes Gemisch aus Hanf-, Flachs- und Kiefernfasern. „Wir präsentieren die Kunst des Papierschöpfens", erklärte Budras, der beim Abgautschen, dem Ablegen der Papierschicht vom Gitter auf ein feuchtes Tuch, ein Motiv der Eilenburger Burg ins Papier prägte. Fie fertigen Blätter bei der 1050-Jahr-Feier Verwendung finden, so der Mitarbeiter der Eilenburger Awo-Werkstätten.

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Wenig Schritte weiter kamen die Gäste mit der Heilpraktikerin Dolores Hartmann aus Landsberg ins Gespräch. Schröpfen könne zum Beispiel bei Verspannung, Rücken- und Kopfschmerzen Anwendung finden, war die Landsbergerin sicher, dass diese Methode die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert und durchblutungsfördernd wirke. Während sie Marianne Jungnickel aus Delitzsch einige Schröpfgläser anlegte, begannen nebenan Karsten Schneider aus Halle und Erik Mertens aus Landsberg gerade mit einer Fecht-Vorführung.

„Wenn wir Glück haben, hat der Heidemönch heute Pech", rief Vereinsmitglied Renate Naumann aus Hohenprießnitz über den Platz. Nur wenig später scharrten sich zahlreiche Schaulustige in einem weiten Kreis um Heidemönch Roland Gempe aus Pehritzsch, der eine althergebrachte Methode des Pechsiedens präsentierte und tatsächlich eine kleine Menge der schwarzen Masse aus dem speziellen Tongefäß herausholte.

Zeitgleich wurde es in der Futterkrippe eng. Anne Marthe Anger aus Berlin öffnete ihr Butterfass. Eine gute halbe Stunde lang hatte sie Sahne geschlagen. Nun konnte die fertige Süßrahmbutter auf kleinen Brotstückchen gekostet werden. „Ach, das schmeckt ja alles prima", lobte Hiltrud Barthel aus Dresden, die gerade in ein mariniertes Ei hineinbiss. Sie und ihr Mann Eberhard hatten gerade an der Jahreshauptversammlung, die der Landesverein sächsischer Heimatschutz in Delitzsch abhielt teilgenommen und den Ausflug nach Hohenprießnitz drangehängt.

Inzwischen unterhielten sich Andreas Titelbach aus Schkopau und Gerhard Große aus Böhlitz mit Gernot Rackwitz vom Verein Mühlenregion Nordsachsen über die Vielfalt der Getreidesorten. Jonas Sander aus Mockau und Hannah Deuter aus Gohlis staunten über die Arbeiten des Tierpräparators Wolfgang Friedrich aus Gollmenz. Manfred Moßmann entpuppte sich als begabter Hobbymaler. Der Vorsitzende des Sportvereins Hohenprießnitz stellte einige seiner großformatigen Werke aus. Die Liebe zur Heimat war nicht zu übersehen: Landschaften, Blumensträuße, der idyllische Schlosspark und das Schloss tauchten als Motive immer wieder auf.

Heike Nyari

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