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Bilder aus der Bimbotown-Welt landen in der Eilenburger Galerie

Ausstellung Bilder aus der Bimbotown-Welt landen in der Eilenburger Galerie

Die Faszination, die von den aktiven Skulpturen des in Leipzig lebenden Jim Whiting ausgeht, hat Torsten „Karli“ Haupt per Foto festgehalten. Nun zeigt er die Bilder in der Eilenburger Galerie Bader.

Die kommunizierenden Skulpturen, die Jim Whiting baute, hat Torsten „Karli“ Haupt (rechts)fotografiert. Die Bilder zeigt er in der Galerie von Thomas Bader (links) im Stadtteil Berg.

Quelle: Heike Liesaus

Eilenburg. Fotografien, wie diese gab es noch nicht in der Galerie Bader im Eilenburger Stadtteil Berg. Die konzentriert gestalteten Bilder, die Torsten Haupt alias Karli gemeinsam mit Thomas Bader an den Wänden platzierte, zeigen merkwürdige Objekte meist vor schlichtem weißen Hintergrund: Skulpturen aus Metall, aus Plastikflaschen, Feuerwehrschläuchen. Es sind Wesen aus einer anderen Welt, aus der Bimbotown, es sind Grashüpfer, Schlangen, Menschen. Haupt lenkt den Blick damit auf die Arbeiten von Jim Whiting, den er seit Jahren begleitet. Auch vielen Eilenburgern dürfte der in Leipzig lebende in Paris geborene Sohn einer Schweizerin und eines Engländers und sein Bimbotown-Projekt bekannt sein.

Die Karlis

Torsten Haupt indessen, seit März 1989 Leipziger, stammt aus Eilenburg. Seine Familie wohnte gleich neben dem ehemaligen Tivoli-Kino. Thomas Bader kennt ihn zwar seit der Kindheit, warum er jedoch beim Vornamen Torsten und Nachnahmen Haupt unter Freunden Karli heißt, entzog sich bisher seiner Kenntnis. „Großvater und Vater hießen Karl. Die Mutter wollte nicht, dass wir auch so heißen“, erzählt der 53-Jährige. Doch in der Stadt erkannten alle die Hauptschen Ableger als die von „Karli“. Also hießen bei den Eilenburgern alle Söhne so. „Und unsere Schwester auch, die war Karline.“

Kochen und fotografieren

Beim Projekt Bimbotown war er dabei, seitdem es sie auf dem Leipziger Spinnereigelände gibt. Er installierte Elektronik, dokumentierte den Aufbau mit der Kamera, arbeitet später als Cutter für die Künstler. „Manche denken auch, dass ich der Koch bin.“ Dabei fing das mit dem Kochen für Gäste und Crew an, als mal ein Koch nicht kam.“ Nun sucht Bimbotown eine neue Heimat. Whiting verpackt seine Werke in Container, aber er muss auch viel wegwerfen.

Muskeln aus Feuerwehrschlauch

Mit der Foto-Schau gibt Torsten Haupt die Faszination weiter, die für ihn von Werken Jim Whitings ausgeht, richtet die Aufmerksamkeit auf die Ingenieurskunst, die in den Figuren steckt: sorgsam gestaltete Gelenke, Muskeln aus Feuerwehrschlauch, Presslufttanks aus Plasteflaschen. „Er berechnet alles, Druck, die Haltbarkeit der Schläuche“, beschreibt er die Leistungen Withings, der dafür gebrauchte Materialien verwendet. „Wenn man ihm sagt, etwas ist nutzlos, beweist er das Gegenteil“, so Haupt. „Dabei ist immer Ziel, so leicht wie möglich zu bauen. Wichtig ist ihm, dass jede Figur mit dem Betrachter kommuniziert. Aktion und Interaktion ist in Jims Arbeiten ein wichtiger Punkt. Er ist nur sechs Wochen an der Kunstschule geblieben. Denn, was er machen wollte, das wusste er schon als Kind. Er wollte nur lernen wie. Deshalb hat er dann sein Ingenieurstudium gemacht.“

Erklärungs-Bedarf

Bei all dem ist es fast schade, die Bilder in der fast gänzlich ohne Erklärungen des Urhebers vor sich zu haben. Aber eine Vernissage ist nicht geplant. Karli ist dieser Tage nach Frankreich verreist. Auch für die Bader-Galerie stehen Weihnachtszeit und Jahreswechsel mit vielen Veranstaltungen zuerst und der Schließzeit danach an. Welchen Rahmen könnte so ein Abend haben? In der Galerie wird noch darüber nachgedacht. Thomas Bader: „Es sollte schon eine runde Sache werden.“

Von Heike Liesaus

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