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Eilenburg Blick hinter die Kulissen der Landwirtschaft
Region Eilenburg Blick hinter die Kulissen der Landwirtschaft
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16:56 19.05.2015
Der kleine Robert Pannwitz mit seinen vier Jahren kennt jede Maschine. Mit Papa Rene wertet er aus, in welcher er gerade sitzt oder davor steht. Quelle: Birgit Rabe

"Wir bewirtschaften insgesamt 2034 Hektar landwirtschaftlich genutzten Boden." Auf diesem wird angebaut: 615 Hektar Weizen, Wintergerste (280 ha), Triticale (Kreuzung von Weizen mit Roggen, 270 ha), Raps (460 ha), Mais (160 ha), Erbsen (110 ha) und Zuckerrüben (52 ha). Der restliche Teil ist Grünland und Futterfläche. Ein Teil der Gesamtnutzfläche kommt über die Verpächter in die Genossenschaft.

Auf dem Betriebsgelände der Agrargenossenschaft Jesewitz in Ochelmitz, dort, wo der afrikanische Wels seit rund drei Jahren gezüchtet wird, fand neben dem Verpächtertreffen auch gleichzeitig der Tag des offenen Hofes statt. Jung und Alt fanden sich ein. Für viele neu war, dass die Genossenschaft afrikanische Welse züchtet, daher war der Andrang groß, als von oben ein Blick in die Anlage ermöglicht wurde. "Wir lieben den Wels. Ich komme des Öfteren her, um ihn zu kaufen", erzählte Besucherin Hannelore Kupfer, die in Pehritzsch wohnt. "Er hat keine Gräten, schmeckt prima, kann sogar auf dem Grill gebraten werden", gab sie ihre guten Erfahrungen mit dem Fisch weiter.

Reiner Dietrich wünscht sich mehr solch aufgeschlossene Esser, besonders aus dem Bereich der Gastronomie, da der Fisch ohne lange Transportwege frisch geliefert werden kann. Bei einer Flurschau mit dem Bus konnten Verpächter und Gäste des Hoftages die Flächen anschauen. Die Tour ging über Jesewitz nach Wöllmen, Gostemitz, Gotha, Bötzen, Gallen und zurück.

Christine Naumann stieg nach der ersten Bustour aus, war begeistert: "Jetzt habe ich ein kleines bisschen ein Gefühl dafür bekommen, wie viel Land die Genossenschaft bewirtschaftet. Auch die Informationen, die im Bus gegeben wurden zu Aussaatzeit, -menge, Schädlingen und Düngemitteln waren interessant, teilweise auch neu für mich." Gerhard Mönicke, der einst in der Landwirtschaft gelernt und fast sein Leben lang darin gearbeitet hat, kommt jedes Mal, um zu schauen, was aus "seiner" einstigen LPG geworden ist. "Ich beobachte als Mitglied, das Genossenschaftsanteile hält, genau, was sich so tut, wie sich die Firma entwickelt, schließlich sind meine Anteile darin." Wehmütig schaute er auf die moderne Technik, die für die Besucher ausgestellt war. "Das sind Maschinen!", geriet er ins Schwärmen, "nicht zu vergleichen mit damals".

Je einen Ballen Heu und Stroh waren an anderer Stelle dicht umlagert. Wie viel die wohl wiegen? Auch einen Mähdrescher ohne Zuladung, aber mit Schneidwerk konnten die Gäste gewichtsmäßig schätzen.

"Wir haben für die, die nicht jeden Tag Tiere sehen, eine Ausstellung eingerichtet zu Nutztierarten, die nicht in der Genossenschaft gehalten werden, wie Tauben, Hühner, Schweine", beschrieb Dietrich die weiteren Möglichkeiten des Hoftages. Die sächsische Erntekönigin Tina Kissmann erzählte zudem von ihrer Arbeit als königliche Hoheit mit Kindern und Jugendlichen, vermittelte gleichzeitig den Besuchern ein Gefühl für ihre Liebe zur Landwirtschaft.

Birgit Rabe

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.05.2013

Birgit Rabe

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