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Eilenburg Blumen ja oder nein? Für Eilenburgs Friedhöfe ist das klar geregelt
Region Eilenburg Blumen ja oder nein? Für Eilenburgs Friedhöfe ist das klar geregelt
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00:26 17.04.2018
Auf der Urnengemeinschaftsanlage ist das Ablegen von Blumen vor den Namensplatten erlaubt, auf dem Rasen davor, in den die Urnen eingelassen sind, nicht. Quelle: Kathrin Kabeittz
Eilenburg

Regelmäßig geht die Eilenburger Seniorin Frida M. (*Name geändert) auf den Friedhof Mansberg. Dann sitzt sie auf der Bank an der Urnengemeinschaftsanlage, gedenkt ihres im Herbst verstorbenen Mannes, der hier seine letzte Ruhe gefunden hat. Immer wieder aber schweift der Blick der Mit-Siebzigerin ab, bleibt an den vertrockneten Gestecken hängen, die neben frischen Blumen vor den Tafeln liegen, auf denen die Namen der Verstorbenen stehen. Die Rentnerin ärgert der Anblick, ebenso wie der mittlerweile verdorrte Grünschnitt-Haufen, an dem sie vorbei muss, wenn sie zur Grabanlage will. Einige Fragen lassen sie nicht los: Muss der Müllhaufen dort liegen, gibt es keinen anderen Ort dafür auf dem Friedhof? Ist das Blumenablegen an der Urnengemeinschaftsanlage nicht verboten und könnte nicht ein Hinweisschild, wie sie es auf dem Wellauner Friedhof gesehen hat, hier auch stehen?

Pflegearbeiten sind wieder gestartet

Urnengrabanlagen auf dem Friedhof Mansberg. Das Ablegen von Blumen auf den Platten ist eigentlich verboten. Quelle: Kathrin Kabeitt

Dass der Anblick der Grabanlagen in den vergangenen Wochen nicht der beste ist, ist im Rathaus bekannt. „Das ist aber der normale Zustand zwischen Totensonntag und März, wo nicht beräumt wird“, sagt Annett Krause vom Fachbereich Bürgerservice. Die regelmäßigen Pflegearbeiten haben in diesen Tagen wieder begonnen, dabei entfernen Mitarbeiter der Stadtwirtschaft auch die vertrockneten und verblühten Pflanzen und Gestecke. Auch die meisten Gräber, die um die Gedenktage im November herum mit Grünzeug bedeckt werden, waren bis vor Ostern noch in diesem Zustand. Vor den Namens-Platten Blumen abzulegen, sei nicht verboten, auf der Rasenfläche davor schon. Einige Meter weiter auf der anonymen Gemeinschaftsanlage, so Jörg Böhme, verantwortlich für den Bereich Friedhofswesen im Rathaus, ist das ebenso, auch um ungehinderte Pflege- und Mäharbeiten des beauftragten Unternehmens zu ermöglichen. Allerdings: Hier wie dort wird das Verbot regelmäßig missachtet. Um den Trauernden eine Möglichkeit zu geben, hatte die Stadt extra Gedenksteine aufgestellt, vor denen der Blumenschmuck abgelegt werden kann. Auch das wird wenig genutzt. Es bleibe ein schwieriges, weil eben sehr sensibles Thema. Geregelt ist das alles ebenso wie die notwendigen Pflegearbeiten eigentlich auch in der Satzung, auf die die Angehörigen der Verstorbenen durch die Bestatter hingewiesen werden. Deshalb würde dort, wo es verboten ist Grabschmuck bei Mäharbeiten auch entfernt, in der Regel dann aber an den Gedenksteinen abgelegt.

An der Urnengrabanlage gibt es einen Gedenkstein, an dem Blumen abgelegt werden können. Quelle: Kathrin Kabeittz

Kritik wegen Grünhaufen

Kritik wegen des am Weg liegenden Grünhaufens nehme die Stadt als Hinweis dankend an, so Jörg Böhme. Geplant sei ja, die Kapelle umfassend zu sanieren und damit sei durchaus möglich, dass in diesem Zusammenhang eine andere Lösung gefunden werde.

Von Kathrin Kabelitz

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