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Bombendrohung am Krankenhaus Eilenburg: Ermittler fanden keinen Sprengstoff

Bombendrohung am Krankenhaus Eilenburg: Ermittler fanden keinen Sprengstoff

Bombendrohung in Eilenburg: Am Donnerstagmittag rief ein unbekannter Mann in der Klinik in der Wilhelm-Grune-Straße an und drohte damit, dass im Haus eine Bombe hochgehen werde.

Eilenburg. Daraufhin verständigten Klinik-Mitarbeiter sofort das Eilenburger Polizeirevier. „Beamte der Diensthundestaffel und des Polizeireviers sind vor Ort. Sie prüfen die Ernsthaftigkeit der Drohung", so Michael Hille, Sprecher der Polizeidirektion Westsachsen, am Nachmittag gegenüber der Kreiszeitung.

Eine Evakuierung des Gebäudes sei allerdings nicht geplant gewesen, der normale Krankenhaus-Betrieb sei weitergegangen. Wer der Anrufer war, ist derzeit noch unklar. Die Kriminalpolizei ermittelt. In Eilenburg herrschte im und um das Klinikgelände auf dem Berg eher normaler Geschäftsbetrieb. Passanten bekamen eher wenig von diesem Polizeieinsatz mit.

Gegen 14.30 Uhr waren immer noch Polizisten und Hunde in der Klinik unterwegs. Die Suche blieb erfolglos. Sämtliche Besucher mussten die zur Klinik gehörenden Gebäude verlassen. Die Leitstelle veranlasste, dass Neuzugänge in umliegende Krankenhäuser umgeleitet wurden. „Es bleibt zu hoffen, dass nichts weiter passiert und das Gebäude schnell wieder in Betrieb genommen werden kann", sagte Ordnungsdezernentin Angelika Stoye. Ihre Hoffnung erfüllte sich eine halbe Stunde später. Gegen 15 Uhr gab der nordsächsische Landrat Michael Czupalla (CDU) Entwarnung: „Die Aktion ist beendet. Es wurde kein Sprengstoff gefunden. Wir sind sehr froh, dass dieses Ergebnis feststeht."

Von einer Evakuierung der Patienten wurde abgesehen. Dazu Stoye: „Die Entscheidung treffen Geschäftsführung, Polizei und Katastrophenschutz des Landratsamtes. Evakuiert wird, wenn mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem ernsten Fund oder einer gefährlichen Situation auszugehen ist. Eine schwierige Entscheidung."

Verwaltungsdirektor Steffen Penndorf sprach von professioneller Arbeit, die er den über 20 Beamten und sechs Hunden bescheinigte. „Größere Einschränkungen gab es nicht, das ist gut. Ich hoffe, dass der Täter gefasst wird." Kurz nach 15 Uhr normalisierte sich der Klinikbetrieb wieder.

pfü / ka

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