Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 9 ° heiter

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Bootfahren, Campen, Vogelschutz - Was ist im Mulde-Tourismus möglich?

Bootfahren, Campen, Vogelschutz - Was ist im Mulde-Tourismus möglich?

Wie lässt sich die Mulde erlebbar machen? Dazu soll nun eine gemeinsame Studie der Anliegerkommunen angeschoben werden. Und Eilenburg ist dabei federführend. "Wir wollen generell vom Mulde-Tourismus profitieren, auch wenn der Fluss bei uns nicht mit Motorbooten befahrbar ist wie bei Grimma", sagt Heiko Leihe, verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit und Wirtschaftsförderung der Stadt.

Voriger Artikel
Ein Lächeln fürs Zeitungsküken 2015
Nächster Artikel
Eilenburger Schüler spenden einen Tag Arbeit

Zwei Kanuten auf der Mulde. Der Abschnitt zwischen Eilenburg und Bad Düben ist bei Wassertouristen beliebt, darf aber nicht immer befahren werden.

Quelle: Privat

Eilenburg. Zudem stehe der Mulde-Tourismus quasi auf drei Säulen. Neben dem auf dem Wasser der Fahrrad- und Pilgertourismus. Der Tourismusverband Sächsisches Heideland habe nun die nötigen Eigenmittel bestätigt. Die Studie soll zirka 50 000 Euro kosten. Die Unterlagen auf 60-prozentige Förderung soll bis zum 24. April bei der Landesdirektion eingereicht werden. Dabei muss, so die Kriterien, eine Kommune den Hut auf haben. Diese Rolle hat Eilenburg übernommen. "Es ist wichtig, dass sich die Anlieger-Kommunen zusammenschließen, um die Potenziale zu nutzen", so Leihe. Bisher verfolge jede Stadt ihr eigenes Konzept. Doch hier soll ein Gebiet untersucht werden, das von Döbeln bis zur Mündung in den Muldestausee hinter Löbnitz reicht, 117 Kilometer Fluss. Dazu kommen elf Kilometer Eilenburger Mühlgraben.

Gerade die Erschließung des Leipziger Neuseenlandes und der fließenden Gewässer in Leipzig hätten gezeigt, dass die Fokussierung auf bootstouristische Nutzung zu eng gefasst ist. Die Gewässer und ihre Integration ins städtische oder dörfliche Umfeld bestimmen auch die Lebensqualität, so die Projektbeschreibung für die Machbarkeitsstudie. Das organisierte und unorganisierte Wasserwandern nehme zu, aber eine gesonderte Erschließung für Wasserwanderer fehlt. Auch ist die Mulde nicht durchgängig schiffbar. Nutzungskonflikte gibt es mit den Wasserkraftnutzern und mit dem Naturschutz. Das Naturschutzgebiet Vereinigte Mulde Eilenburg-Bad Düben ist fast durchgängig als Flora-Fauna-Habitat und spezielles Schutzgebiet für Vögel (Special protected Area, SPA) ausgewiesen. Konflikte mit Schutzbelangen entstehen zunehmend durch wildes Campen, Crossfahren im Gelände, aber auch durch Vermüllung, Zerstörung diverser Ausstattungen oder Lagerfeuer. Der Mulderadweg indessen erlangt zunehmend überregionale Bedeutung. Und er sei aufgrund seines Verlaufs durch die vielgestaltige Landschaft und das kulturelle Umfeld dafür prädestiniert, als Radfernweg von der Quelle bis zur Mündung ausgebaut und vermarktet zu werden. Im Untersuchungsgebiet sei der Weg sogar bereits nach neuesten Anforderungen ausgeschildert.

In der Machbarkeitsstudie soll geklärt werden, wo der Fluss für Boote geeignet ist, wo besondere Maßnahmen wie die Beseitigung von Hindernissen und Gefahrenstellen nötig sind. Die Studie kann aber auch zeigen, wo zum Schutz der Ufer Ein- und Aussetzstellen einzurichten wären. Gerade in diesem Jahr sollen, sowohl ja bereits in Eilenburg als auch in Bad Düben Bootsanleger gebaut werden. Überhaupt könnte untersucht werden, welche Möglichkeiten für Erlebbarkeit der Mulde es innerhalb der Schutzgebiete überhaupt gibt. Denn Unverträglichkeiten müssten zeitig festgestellt werden, damit sicher investiert werden kann. Das Nutzungskonzept soll zeigen, wie mit vertretbarem wirtschaftlichem Aufwand der wassertouristische Reiz des Flusses zu steigern ist.

"Wir sind über die Eigenmittel aus dem Tourismusverband dabei und als beantragende Gemeinde", erläutert Leihe. Extra müsse nichts für die Studie gezahlt werden. Die Stadt überweist jährlich 15 000 Euro für die Mitgliedschaft im Tourismusverband und profitiert dafür von vielen Projekten. Das sei gut angelegtes Geld, auch im Sinne der Wirtschaftsförderung.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.04.2015
Von Heike Liesaus

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Eilenburg
  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • Geld für Vereine der Region
    Mikrologo Angestust

    Mit der Aktion „Angestupst“ unterstützen LVZ und Sparkasse Leipzig die Vereine der Region. Die nächste Runde läuft - jetzt mitmachen und bewerben! mehr

  • LVZ-Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Das LVZ-Sommerkino lud wieder zu unterhaltsamen Filmabenden ins Scheibenholz ein. Sehen Sie hier einen Rückblick in Fotos und Geschichten. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

Blättern Sie in der prall gefüllten Veranstaltungsbeilage und entdecken Sie die Termine aus den Städten und Gemeinden. mehr

Fußball in Nordsachsen
  • Fußball in Nordsachsen
23.08.2017 - 06:13 Uhr

 SSV Thallwitz holt im Heimspiel gegen den FSV Machern einen 0:3-Rückstand noch auf.

mehr
  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr