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Eilenburg Bürgerhaus & Co.: In Eilenburgs Kulturstätten gelten neue Preise
Region Eilenburg Bürgerhaus & Co.: In Eilenburgs Kulturstätten gelten neue Preise
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09:25 08.08.2016
In Bürgerhaus, Schwimmhalle & Co. werden mit den Änderungen bei Mieten und Eintrittsgeld moderate Mehreinnahmen erhofft. Quelle: Wolfgang Sens
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Eilenburg

Die Saison in Eilenburgs Bürgerhaus und Schwimmhalle startet nach der Sommerpause wieder. Dort gelten wie in den anderen Einrichtungen der Eilenburger Kulturunternehmung seit 1. August neue Entgeltordnungen, wird teils mehr für Eintritt und Nutzung verlangt, kann aber auch für weniger Geld länger geschwommen oder geschwitzt werden. Und im Museum kostet der Eintritt an einen Tag im Monat gar nichts mehr.

Generell zielen die Änderungen aber schon auf gewisse Mehreinnahmen ab. Grund ist die allgemeine Kostenentwicklung. Die Kulturunternehmung muss ihrerseits mehr für Dienstleistungen zahlen. Reinigung und Reparaturen kosten mehr. Auch das laufende Energieauditverfahren schlägt zu Buche, so die Begründung der dafür getroffenen Stadtratsbeschlüsse. Dabei gingen die Zuschüsse über die Kulturraumförderung in den vergangenen Jahren eher zurück. Der städtische Haushalt, in dem für dieses Jahr 957 000 Euro als Zuschuss für die Kulturunternehmung eingeplant sind, soll nicht zusätzlich belastet werden.

Das sind die neuen Preise

Bürgerhaus: Die Anhebung der Entgelte im Bürgerhaus ist differenziert: Sie steigen um zirka 21 Prozent für kommerzielle Veranstaltungen, bei förderwürdigen Nutzungen sind es dagegen nur 11 Prozent. So werden für den großen Saal von privaten Mietern 420 Euro, von den Vorsteuerabzugsberechtigten 550 Euro und 300 Euro ermäßigt, das heißt von der Stadt und ihren Einrichtungen sowie gemeinnützigen Vereinen fällig. Zuvor waren es 380, 452 und 270 Euro. Der kleine Saal kostet jetzt 200 Euro privat, 260 Euro für Unternehmen, 145 Euro ermäßigt. Die Seminarräume werden für zwischen 36 und 116 Euro je nach Größe und Nutzer vermietet. Bisher lagen die Preise zwischen 32 und 95,20 Euro. Bei Verkaufs- oder ähnlich kommerziellen Veranstaltungen wird noch ein 50-prozentiger Aufschlag fällig. Erwartete Mehreinnahmen: 8000 Euro pro Jahr.

Höhere Gebühren in der Bibliothek

Bibliothek: Die Erwachsenen zahlen in der Eilenburger Bibliothek jetzt statt 15 Euro 20 Euro Jahresentgelt. Das könnte immerhin 2300 Euro an Mehreinnahmen bringen. Aufgrund der Leserstruktur wird eingeschätzt, dass das zumutbar und gerechtfertigt ist, so die Begründung. Die Bibo hat einiges zu bieten: Jahr für Jahr werden neue Bücher beschafft, kann Lektüre zusätzlich online ausgeliehen und gelesen werden. Kinder und Jugendliche können das Bibo-Angebot aber weiter kostenlos nutzen. Schüler und Studenten im Alter über 16 Jahre zahlen wie bisher 10 Euro, ebenso Erwachsene mit den Freizeitpass. Dieser wird an Eilenburger mit sehr niedrigem Einkommen ausgegeben.

Ein Tag kostenlos ins Museum

Museum: Jeden letzten Mittwoch im Monat ist der Besuch im Stadtmuseum von 13 bis 17 Uhr kostenlos. Ansonsten werden die Entgelte für Erwachsene von 2 auf 3 Euro und für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre von 50 Cent auf 1 Euro angehoben. Angehoben wird aber auch das Alter, bis zu dem der freie Eintritt im Museum gilt, und zwar von drei auf sechs Jahre. Es wird mit Mehreinnahmen in Höhe von 2500 Euro jährlich gerechnet.

Das Museum bietet auch Besuche im Mauerturm, Burg- und Bergkellerführungen an. Entgelte sind unter anderem auch fürs Entleihen musealer Objekte, 10 Prozent des Versicherungswertes, und für die Nutzung von Dokumenten der historischen Bibliothek, 5 Euro je Einheit, festgelegt.

Schwimmen ohne Zeitbegrenzung

Schwimmhalle: Die Zeitbegrenzung ist weggefallen, ein zeitunabhängiger Tarif eingeführt. Fürs Schwimmen in der Freizeit- und Erholungsstätte zahlen Erwachsene jetzt 4 Euro. Bisher waren 3,50 Euro für eine Stunde, aber sechs Euro für zwei Stunden zu berappen. Ermäßigungsberechtigte, zu denen unter anderem Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis 16 Jahren sowie Schüler und Studenten gehören, zahlen nun 2,50 Euro für den einmaligen Eintritt. Die Zehner-Karte für Erwachsene kostet 36, ermäßigt 22,50 Euro. Es wird mit einer Einnahmesteigerung in Höhe von 5000 Euro jährlich gerechnet. Betroffen von den Änderungen sind aber nur der öffentliche Bade- und der Saunabetrieb, nicht die Sondernutzer.

Kein Zeitdruck mehr

Es gibt Vorteile: Für die Badegäste „fällt der Zeitdruck zum Verlassen des Bades und die Ungerechtigkeit, dass die Nettobadezeit oft nur bei 45 Minuten liegt, aber eine ganze Zeitstunde bezahlt werden muss“ weg, so die Begründung der Änderungen. Das mache besonders für Familien einen entspannteren Besuch möglich. Für die Schwimmhalle entfällt der Aufwand fürs Nachkassieren. „Da die Schwimmhalle kein Spaßbad ist, werden die tatsächlichen Aufenthalte nicht über Gebühr ausgedehnt, sodass eine Überfüllung durch langes Bleiben nicht zu befürchten ist“. Auch die bisherige Familienkarte fällt weg. Es entstehen damit keine Mehrkosten. Zum Teil liegen die Eintrittsgelder unter denen der früheren Familienkarten. Beim Voting an dem „Happy or not“-Automaten in der Schwimmhalle hatten 84 Prozent der Abstimmenden die Idee begrüßt. Der Tarif sei nun so angehoben worden, dass eine neue Anpassung in nächster Zeit erstmal nicht nötig ist.

Von Heike Liesaus

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