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Eilenburg Bürgerhaus Eilenburg: Wenzels Lieder in Rühmanns Gewand
Region Eilenburg Bürgerhaus Eilenburg: Wenzels Lieder in Rühmanns Gewand
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09:50 28.11.2016
Rockig laut und musikalisch komplett anders arrangiert spielt Thomas Rühmann auf der Bühne des Eilenburger Bürgerhauses seinem Gitarrero die Melodien zu. Quelle: Anke Herold
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Eilenburg

„Singen ist die beste Medizin“ – ein altes Sprichwort, in der heutigen Zeit umgesetzt von einem singenden Schauspieler. Erlebbar hat es Thomas Rühmann gemacht, der als Dr. Roland Heilmann aus der TV-Serie „In aller Freundschaft“ vielen aus dem Fernseher bekannt ist. Am Freitagabend interpretierte er im Bürgerhaus Eilenburg die Texte von Hans Eckardt Wenzel. „Falsche Lieder“ heißt das Programm mit dem Rühmann derzeit unterwegs ist. Begleitet von seiner Band setzte er die Texte des Poeten und Kabarettisten eigenwillig in ein anderes Gewand. Beide Künstler kommen aus der gleichen Generation und beide haben sich der Kunst und Ästhetik verschrieben, wenn auch in ganz unterschiedlicher Weise. Dass Wenzel den Ohren Gutes tut, ist für den Kenner nichts Neues. Seine Ausstrahlung und Vortragsweise kann man nicht mal einfach imitieren. Dies wusste auch Rühmann und setzte das anspruchsvolle, melancholische bisweilen trockene und zynische Liedgut völlig anders um. Rockig laut und musikalisch komplett anders arrangiert, fegte Rühmann mit seinen Mannen die Melodien durch das Zuschauergehör. Dabei griff er auf die alternative Rockszene zurück, suchte bei Lambchop, The National und anderen Bands nach passendem Klangwerkzeug.

Lob für die Band

In der Pause fasst Andreas Demmler aus Crottendorf das Gehörte zusammen. „Ich selbst habe Wenzel schon live auf der Bühne erlebt. Heute setzt Thomas Rühmann die tiefgründigen Lieder des Songschreibers toll um. Außerdem tut er das mit einer ausgesprochenen guten Band, die musikalisch auf sehr hohem Niveau spielt.“ Im Publikum saßen vor allem auch jede Menge Fans, die den Musiker als Schauspieler bisher erlebten, unter ihnen Claudia Dietrich. „Ich habe nicht gewusst, was mich heute hier erwartet. Die Musik hat mir sehr gut gefallen. Als Mensch auf der Bühne jedoch war er ein ganz anderer, als man ihn vom Fernseher her kennt“, ist von der jungen Frau zu erfahren.

Ein kleiner fahler Beigeschmack mag dem ein oder anderen jedoch im Gedächtnis bleiben, denn dass ein Musiker, der sein Publikum nicht begrüßt und Interaktion mit denen vermissen lässt, die ihm den Bühnenauftritt ermöglichen, stößt nicht über all auf Verständnis.

Von Anke Herold

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