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Bungalows am Eilenburger Kiessee sind Schwarzbauten

Nutzung untersagt Bungalows am Eilenburger Kiessee sind Schwarzbauten

Am Strand der Eilenburger Kiesgrube stehen zwei Bungalows, die ohne Genehmigung errichtet wurden. Die Stadt Eilenburg und die Gemeinde Doberschütz bemühen sich nun um eine Überplanung des Geländes.

Blick auf zwei Bungalows am Eilenburger Kiessee, die ohne Genehmigung gebaut wurden.

Quelle: Wolfgang Sens

Eilenbur. Am Eilenburger Kiesee stehen zwei offensichtlich schwarz errichtete Bungalows. Und das schon lange nicht mehr unbemerkt. Das ganze Gegenteil ist nun der Fall. Die Schwarzbauten und deren Begleitumstände – unter anderem wurden mehrere Bäume abgeholzt – sorgen für Gesprächsstoff. In der Nachbarschaft, bei Neidern, Gönnern, im Stadtrat Eilenburg und Gemeinderat Doberschütz. Weil die Bauherren von der FEZ-Betreibergesellschaft den dritten vor dem ersten und zweiten Schritt gegangen sind, Tatsache geschafften haben, ist die Situation komplex und kompliziert.

Vermutet wird eine private und damit unrechtmäßige Nutzung auf öffentlichem Gelände. Eilenburger Unternehmer, deren Namen der LVZ bekannt sind – wurden an und in den Bungalows entdeckt. Und tatsächlich: „Der Bau der beiden Holzbungalows erfolgte ohne Genehmigung und wurde durch die Errichter finanziert. Die Bungalows wurden in Unkenntnis der Rechtslage errichtet. Geplant war eine Nutzung als Wohnwagen oder Dauercamping“, teilte Beate Millemann, Verwalterin der FEZ-Gesellschaft, auf Anfrage mit.

Grundstück gehört der Stadt Eilenburg

Das Grundstück gehört der Stadt Eilenburg und befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinde Doberschütz. Baurechtlich ist für die Gemeinde wiederum das Landratsamt zuständig. Wie erwähnt, kompliziert. Dennoch sind erst einmal die Kommunen am Drücker. Beide Bürgermeister beteuern, nichts von den Schwarzbauten gewusst zu haben und vor vollendete Tatsachen gestellt worden zu sein. „Ohne Planung geht gar nichts. Wir hätten die Bungalows gar nicht genehmigen dürfen. Dort wurde etwas getan, was nicht hätte getan werden dürfen, hinter dem Rücken der Stadt Eilenburg“, sagte der Eilenburger Oberbürgermeister Ralf Scheler (parteilos). Über das weitere Vorgehen am See müsse nun das Bauordnungsamt des Landratsamtes entscheiden.

Das hat inzwischen einen Baustopp und auch ein Nutzungsverbot ausgesprochen. Ansonsten hält sich die Behörde bedeckt. Wartet auf einen eventuellen Bebauungsplan, den wiederum Doberschütz auf den Weg bringen müsste. „Wenn wir die Situation mit einer Überplanung retten könnten, hätte das für mich Priorität vor einem eventuellen Abriss. Wir wollen nun einen genehmigungsfähigen B-Plan erstellen“, sagte Roland Märtz (CDU), Bürgermeister von Doberschütz. Der Amtsleiter im nordsächsischen Bauordnungs- und Planungsamt Holger Trauzettel stellte lediglich fest: „Die geplante Erweiterung des Freizeitangebots an der Kiesgrube Eilenburg bedarf einer vorherigen Bauleitplanung. Das Grundstück liegt im Zuständigkeitsbereich der Gemeinde Doberschütz. Die Stadt Eilenburg ist angrenzende Gemeinde und involviert. Darum beschäftigen sich sowohl Gemeinderat und Stadtrat mit der Thematik.“ Weitere Feststellungen könnten im Moment nicht getroffen werden.

Eilenburg und Doberschütz wollen sich vertraglich binden

Die Stadt Eilenburg hatte das Thema im jüngsten Stadtrat auf der Tagesordnung und hat es vorerst auf Eis gelegt, weil noch offene Fragen zu klären wären. Der Stadtrat sollte einem städtebaulichen Vertrag mit Doberschütz zustimmen. Der regelt im Wesentlichen die Zusammenarbeit mit Doberschütz in dieser Angelegenheit und ermöglicht es Doberschütz, die Überplanung des Gebietes auf den Weg zu bringen. Doberschütz hat auch darüber beraten und dem Vertrag zugestimmt.

Auf jeden Fall müsse ein Bebauungsplan (B-Plan) über das Gebiet gelegt werden. „Dann wird sich zeigen, ob die geschaffenen Tatsachen bestand haben können“, klärte Scheler auf. So ein B-Plan hat es in sich, vor allem zeitlich. Der muss unter anderem aufgestellt und ausgelegt werden, Träger öffentlicher Belange können dagegen Einwände vorbringen. Und das kann dauern.

Von Frank Pfütze

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