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Eilenburg Bunter Bilder-Reigen zieht ins Eilenburger Museum
Region Eilenburg Bunter Bilder-Reigen zieht ins Eilenburger Museum
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08:35 08.03.2018
Der Aquarellkurs der Volkshochschule Eilenburg stellt eine Auswahl seiner Bilder im Stadtmuseum aus. Quelle: Heike Liesaus
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Eilenburg

Am Sonntag ist Vernissage. „Eilenburg – eine Stadt und ihre Umgebung – facettenreich in gemalten Bildern“, so nennt der Aquarellkurs der Volkshochschule (VHS) seine Ausstellung. Die will er unterm Dach des Roten Hirsch eröffnen und bis Ende April zeigen. „Alles ist schon weg“, hieß es beim Treffen am Dienstagabend im Zeichensaal. Die Bilder sind längst im Museum. „Jeder von uns hat zwei, drei abgegeben“, erzählt Kursleiterin Anke Jahn.

Ein Muldebrücken-Aquarell wäre noch da. Das hat Andreas Kuntze gerade ans Fenster gestellt. Dort kommen vollendete Werke hin. Denn am Schluss gibt es immer einen kleinen Austausch darüber. Aber soweit ist es noch nicht. Und es ist zu sehen: Hier wird nicht allein mit wasserlöslichen Farben gemalt. Bei Petra Hirschberger wachsen gerade Mohnblumen in Acryl auf der Leinwand. Uta Wawera adaptiert „Das japanische Mädchen mit Lippenstift“, das Isaac Israel, ein Zeitgenosse Max Liebermanns, malte, mit Pastellkreide.

Sophie, mit zehn Jahren die Jüngste im Bunde, hat herausgefunden, dass sie am besten Blumen malen kann. Diesmal ist es eine rosa Cosmea. „Meine anderen Bilder hänge ich an die Treppe, aber die hier ist für meine Mama“, erzählt sie. „Sie ist unten beim Nähzirkel.“

Fester Stamm mit neuen Zweigen

Hannelore Lehmann, die gegenüber am Tisch sitzt, will viele kleine flüchtige Federzeichnungen auf ein spezielles Papier bannen. „Das habe ich geschenkt bekommen, um etwas daraus zu machen.“ Obwohl sie schon selbst eine ganze Ausstellung mit beeindruckenden Bildern im Museum hatte, gehört sie nach wie vor zum festen Stamm in der Dienstagsrunde. „Man lernt immer noch etwas dazu“, stellt sie fest. Es ist sogar ihr zweiter wöchentlicher Mal-Anlaufpunkt. Denn sie ist auch bei den Sonntagsmalern des Tübke-Schülers Volker Pohlenz in Wöllnau aktiv. Andreas Kuntze kannte sie schon von dort. Sie hat ihn davon überzeugt, mit zur VHS zu kommen. Nun ist er seit einem Jahr dabei. Er hat einen großen Aquarellpinsel zur Hand, mit dem er Konturen des alten Eilenburger Schlosses im zarten Gelb vorzeichnet. Das soll helfen, das Bild aufs Wesentliche zu konzentrieren. Die Muldebrücke findet er noch nicht großzügig genug gelungen. „Da sind zu viele Details“, sagt der Ingenieur. Vorlage ist ein Bild von der LVZ-Heimatseite.

Amsel und blaue Pferde

Silvia Böttger indessen hat ein Kalenderbild mit einer Amsel gefunden, die zwischen Apfelblüten sitzt. Bei Margitta Göttsching, deren blaue Pferde schon der Vollendung entgegengaloppieren, ist es ein Druck. „Der Rahmen ist mir kaputt gegangen.“ Nun malt sie es gleich richtig. Seit dem Jahr 2000 ist sie dabei, Hannelore Lehmann sogar schon zwei Jahre früher. Ähnlich sieht es bei den anderen aus.

Diesmal haben sich vor allem die Urgesteine versammelt. „Wir haben immer wieder einige Neulinge dabei. Wegen des Schnees heute sind einige nicht gekommen“, erzählt Anke Jahn. Die Insider erinnern sich daran, dass beim einstigen Kursleiter Karl-Heinz Siegmund, bei dem auch Anke Jahn ihre Malfortschritte machte, ein strenges Regime herrschte: Da war vor allem Farbenspiel erst einmal ein Jahr lang Bleistiftzeichnung und Schraffur angesagt. So geht es heute nicht mehr zu. Jeder kann von Anfang an malen, was und wie er gerne will. Die fachliche Anleitung gibt’s individuell. „Aber wir üben auch gezielt neue Techniken“, so die 58-jährige Kursleiterin. So können sich die Museums-Besucher auf ganz unterschiedlich künstlerische Blicke aufs alte Gefängnis zum Burgberg, den Luchs im Tierpark, idyllische Szenen im Bürgergarten oder Muldelandschaften freuen.

Vernissage Aquarellkurs im Museum, Torgauer Straße 40, Sonntag, 15 Uhr.

Von Heike Liesaus

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