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Eilenburg Buntes Programm lockt am Sonnabend ins Eilenburger Tierheim
Region Eilenburg Buntes Programm lockt am Sonnabend ins Eilenburger Tierheim
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23:45 24.08.2015
Tierfreundin Daniela Gröschke (39) würde es freuen, wenn es für Max, einen zirka 14 Jahre alten Husky-Rüden, auch außerhalb des Tierheims noch ein schönes Plätzchen gäbe. Quelle: privat
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Eilenburg

"Wir halten uns über Wasser", so kommentiert Tierheim-Leiterin Annett Albrecht die aktuelle Lage in der Einrichtung am Eilenburger Ortsrand im Gewerbegebiet Ost. Zwischen 14 und 17 Uhr am Samstag kann sich jeder, der Lust dazu hat, ein Bild davon machen. Mit Hüpfburg, Musik, Ponyreiten, Infostände sowie Leckeres vom Kuchenbüfett und vom Grill wird es aufgepeppt, um ein Anliegen zu umrahmen, das hier täglich bewegt: Ein Tierheim ist ein Heim, aber kein Zuhause. Die Schützlinge in der Obhut der Tierfreunde sollten sich hier im günstigsten Fall nur vorübergehend aufhalten. Wo eine Vermittlung zu neuen Haltern nicht möglich ist, werde das bestmögliche für den Lebensabend der Insassen versucht. Ein großer Anteil der Insassen ist bekanntlich schon in die Jahre gekommen. Was trotz der Umlagen, die acht Kommunen in der Region zu dieser Pflichtaufgabe in Eilenburg zusteuern - zwischen 60 Cent und 1 Euro pro Einwohner - nicht ohne Spenden und ehrenamtliche Hilfe funktioniert.

"Wir freuen uns zurzeit über etliche Futter-Gaben, auch die Vermittlung läuft in diesem Sommer besser als sonst. Vor dem Ferienende zeigen wieder einige mehr Interesse für unsere Tiere", so Albrecht. Es würden außerdem weniger Katzenbabys gebracht, was möglicherweise ein Ergebnis der Kastrations- Aktionen des Tierschutzvereins in der Vergangenheit sein könnte. "Aber man weiß nie, ob das nach dem Ende der Sommerferien nur die Ruhe vorm Sturm ist", beschreibt die Tierheimleiterin eine oft nur schwer einschätzbare Entwicklung. Es sei auch nur ein kranker Hund dieser Tage ausgesetzt worden. Die haupt- und ehrenamtlichen Pfleger kümmern sich darüber hinaus zurzeit um 35 Hunde, 90 Katzen und diverses Kleingetier. Der hauptamtlichen Leiterin und ihren beiden Tierpflegern gehen außerdem fünf sogenannte Ein-Euro-Jobber noch bis Oktober, zwei Mini-Jobber sowie ab September zwei Mädels im freiwilligen ökologischen Jahr nebst Freizeit-Helfern bei Gassi-Runden im Schichtbetrieb zur Hand. Finanzielle Spenden würden für die Sanierung des Vogelhauses und den Bau einer Quarantäne-Station für Kaninchen, Wildvögel und andere Kleintiere benötigt, erzählt Annett Albrecht. Was die Heimbetreiber immer wieder motiviert, seien auch Einträge ins Gästebuch wie dieser: "Ich, der kleine Karl (ehemals Joker) durfte in mein neues Zuhause am Rande von Leipzig als Zweitkatze ziehen. Ganz schnell habe ich mich eingewöhnt und darf viele Kuscheleinheiten genießen."

Mehr unter www.tierschutzzentrum-eilenburg.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.08.2015
lis

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