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Eilenburg "Burgberg ist eben Burgberg" - Eilenburg feiert beliebtes Reginenfest in der Innenstadt
Region Eilenburg "Burgberg ist eben Burgberg" - Eilenburg feiert beliebtes Reginenfest in der Innenstadt
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16:30 09.09.2012
Die Musiker der Fiddle Folk Family spielen irische Folklore vor der Nikolaikirche. Sie waren nicht der einzige musikalische Höhepunkt am Sonnabend. Quelle: Nico Fliegner
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Eilenburg

Doch aufgrund des Ortswechsels vom Burgberg, weil dort gebaut wird, in die Innenstadt vermissten Aussteller wie Besucher die typische Atmosphäre dieses traditionellen Festes in der Muldestadt.

Fliegende Säcke, kleine Bogenschützen, interessante Figuren aus Zinn und Musik am laufenden Band – über Vielfalt konnten die Besucher des Reginenfestes wahrlich nicht klagen. Das kurzweilige Programm, beginnend bereits um 10 Uhr morgens, war reich gespickt mit kleinen und großen Höhepunkten. Für Matthias Gürke, der an diesem Tag die Moderation übernahm, waren es am Ende alles Höhepunkte. „Da kann man schlecht einen herauspicken", sagte er – und war nicht allein mit dieser Meinung. Auch das Org-Team um Burgvereins-Chefin Steffi Schober wollte keinen Aussteller und keine Darbietung expliziert hervorheben, zeigte sich aber dankbar, dass auch neue Partner gewonnen werden konnten – der Musikverein Eilenburg zum Beispiel oder die Tanzschule von Oliver Thalheim.

Eilenburg. Reges Treiben herrschte am Sonnabend auf dem Nikolaiplatz in Eilenburg. Der Burgverein veranstaltete dort das Reginenfest, bot den ganzen Tag über ein vielfältiges Programm.

Wer sich vom Marktplatz der Kirche näherte, kam am Stand der Freigeister nicht vorbei. Die Jugendtruppe um Dennis Wenzel war für die Kinderbelustigung zuständig. Sackhüpfen stand auf dem Programm – auch Hufeisenwerfen stand auf dem Plan, doch die Hufeisen fehlten. Alles kein Problem – die Kartoffelsäcke waren der Renner und vor allem am Vormittag gefragt.

Ein paar Meter konnte man sich bei Doreen Wollny und Töchterchen Maja im Bogenschießen üben. Obendrauf gab es handgemachte Lederarmbänder. „Es könnten mehr Besucher sein", sagte Doreen Wollny. Auf dem Burgberg sei immer mehr los gewesen. Umgarnt von kleinen Besuchern waren dagegen Benno Lorenz und Bernd Hennig von den historischen Zinngießern in Torgau. Aus 50 verschiedenen Figuren konnten die Kinder auswählen. Die zwei Vereinsfreunde gossen das Wunschobjekt dann live vor Publikum und erzählten von ihrem Hobby. Eilenburg sei immer eine Reise wert, sagte Benno Lorenz. Den ganzen Tag über hatten er und sein Kollege zu tun.

Damit Geld in die Vereinskasse kommt, hatte der Burgverein einen „Bücherkramladen" aufgebaut. Fast 500 gebrauchte Exemplare versucht Angela Glas unters Volk zu bringen. „Der verkauf läuft gut", erzählte sie. Ursula und Kurt Leimbach stöberten ausführlich. „Eine schöne Idee", sagte Ursula Leimbach. Und „ein schönes Fest", ergänzte sie. Das war vor allem auch musikalisch geprägt. Volkschor, Tanzgruppen, Musikverein, die Fiddle Folk Family mit irischen Klängen und viele andere sorgten für reichlich Abwechslung auf der Bühne. Tauben stiegen in den Himmel, Kutschen drehten ihre Runden, die neueste Mode gab es zu sehen.

„Der Burgverein gibt sich immer viel Mühe", sagte die Eilenburgerin Renate Liebold. „Aber der Burgberg ist eben der Burgberg." Burgvereins-Chefin Steffi Schober zog ein positives Fazit. Es sei ein Fest von Eilenburgern für Eilenburger gewesen. Logistisch habe man besser auf dem Nikolaiplatz agieren können, atmosphärisch sei der Burgberg aber der bessere Veranstaltungsort. Demnächst hoffentlich wieder hoch oben – davon gehen auch die 60 Vereinsfreunde aus.

Nico Fliegner

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