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Eilenburg CDU Nordsachsen schickt Marian Wendt für die Bundestagswahl 2017 ins Rennen
Region Eilenburg CDU Nordsachsen schickt Marian Wendt für die Bundestagswahl 2017 ins Rennen
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10:01 02.10.2016
Marian Wendt (31) soll wieder das Direktmandat für die CDU bei der Bundestagswahl 2017 holen. Am Freitag wurde er nominiert. Quelle: Nico Fliegner
Eilenburg

Er soll es wieder machen: Die CDU Nordsachsen hat am Freitag im Eilenburger Bürgerhaus Marian Wendt als Direktkandidat für die Bundestagswahl 2017 im Wahlkreis 151, der Nordsachsen umfasst, nominiert. Der 31-Jährige erhielt 48 von 65 gültigen Stimmen (78,96 Prozent). Bei der Wahl gab es 13 Nein-Stimmen, vier Enthaltungen und keine ungültigen Stimmen. Wendt war der einzige Bewerber.

„Der erste Schritt ist getan. Mein Ziel ist das Direktmandat zu holen und ein gutes Ergebnis für die CDU in Sachsen und auf Bundesebene“, erklärte der CDU-Kreis-Chef vor den Parteifreunden, darunter auch als prominenter Gast Michael Kretschmer, Generalsekretär des CDU-Landesverbandes Sachsen und seit 2009 Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Wichtigster Punkt: Innere Sicherheit

Drei Punkte liegen Wendt als Politiker am Herzen: Innere Sicherheit – „das ist der wichtigste Punkt für mich“ – , Infrastruktur und Bildung. So wolle er sich für mehr Polizeipräsenz in den Kommunen stark machen. Wendt räumte ein, dass seine Partei Fehler gemacht habe. Sachsen hatte vor Jahren eine Polizeireform verbunden mit Stellenabbau in Gang gesetzt, kündigte aber bereits Ende 2015 eine Kehrtwende an. Zudem brachten die nordsächsischen Christdemokraten am Freitag einen Antrag für den Landesparteitag am 5. November in Glauchau auf den Weg, wonach künftig Verunglimpfungen und Beleidigungen von Polizei-, Sicherheits und Katastrophenschutzorganen unter Strafe gestellt werden sollen, beispielsweise Äußerungen wie „Alle Polizisten sind Bastarde“ oder „Soldaten sind Mörder“. Der Antrag wurde mehrheitlich verabschiedet.

Bürokratie bekämpfen

Im Bereich Infrastruktur will Wendt weiter für Straßenbauprojekte und deren Umsetzung kämpfen. Er kritisierte zu viel Bürokratie und zu hohe Umweltstandards, die Bauprojekte verzögerten. Auch im Bereich Bildung gebe es „Themen, die im Argen liegen“, so der Politiker. Er wolle sich einsetzen, dass Familie und Beruf besser vereinbar sind. Zudem dürften der Ausbau von Kitas und die Angebote von Tagesmüttern nicht zurückgefahren werden und es müsse mehr in das Personal investiert werden.

Wendt ist ledig und hat das Bundestagsmandat seit 2013 inne. Er erhielt damals 45,6 Prozent der Erststimmen. Der Christdemokrat ist unter anderem Mitglied im Innenausschuss und gehört dem Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur an. Seit diesem Jahr ist er Kreisvorsitzender der CDU-Nordsachsen. Der gebürtige Torgauer war nach seinem Studium zum Verwaltungswirt und Master of Laws (Recht der öffentlichen Verwaltung) Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Büro des damaligen Bundestagsabgeordneten Manfred Kolbe (CDU).

Von Nico Fliegner

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