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Christine Westphal ist neue Chefin des Jobcenters Nordsachsen

Interview Christine Westphal ist neue Chefin des Jobcenters Nordsachsen

Westphal ist Diplom-Verwaltungswirtin, 46 Jahre alt und seit 1990 für die Bundesagentur für Arbeit tätig. Sie hat den Beruf von der Pike auf gelernt. Im Interview spricht sie nun unter anderem über ihre Arbeit und über neue Chancen für Langzeitarbeitslose.

Christine Westphal

Quelle: Dirk Hunger

Nordsachsen/Oschatz. Christine Westphal ist die neue Chefin des Jobcenters Nordsachsen. Die Diplom-Verwaltungswirtin ist 46 Jahre alt, verheiratet und hat einen 20-jährigen Sohn. Seit 1990 gehört sie zur Bundesagentur für Arbeit, hat den Beruf von der Pike auf gelernt und wurde in 20 Jahren mit verschiedenen Führungsaufgaben betraut. Seit 2005 ist sie fast durchgängig im Bereich des Sozialgesetzbuches II tätig. Christine Westphal ist Nachfolgerin von Michaela Ungethüm. Einem Jobcenter steht sie dabei das erste Mal vor. Im Interview spricht sie nun unter anderem über ihre Arbeit und über neue Chancen für Langzeitarbeitslose.

Wie sehen Sie die derzeitige Situation im Bereich des Jobcenters?

Die Entwicklung am deutschen Arbeitsmarkt und auch in unserer Region ist insgesamt gesehen gut. Die Arbeitslosen-Quote im Landkreis Nordsachsen betrug im Januar 9,9 Prozent. 7520 Arbeitslose werden von uns betreut. 14 306 Menschen erhielten in 10 944 Bedarfsgemeinschaften Arbeitslosengeld II, 5,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Es bleiben jedoch Menschen, für die eine Integration in den Arbeitsmarkt auch weiterhin nicht einfach ist. Meist spielen hier viele verschiedene Faktoren eine Rolle.

Was sind derzeit die größten Herausforderungen?

56,8 Prozent aller Arbeitslosen im Jobcenter Nordsachsen sind langzeitarbeitslos. Deshalb ist mir wichtig: Chancen und Investitionen für Langzeitarbeitslose müssen genutzt werden, zum Beispiel durch unsere Projekte „Perspektive Beschäftigung in Nordsachsen“ und „Soziale Teilhabe und Perspektiven“ oder durch Qualifizierung. Die Möglichkeiten am regionalen Arbeitsmarkt sind noch nicht ausgereizt, der betriebliche Bedarf ist vorhanden.

Wie sehen Sie Ihre Arbeit bei der Integration von Flüchtlingen?

Natürlich wird die Integration von Zuwanderern und Flüchtlingen in den regionalen Arbeitsmarkt eine der größten Herausforderungen für die nächsten Jahre, hier wird das Jobcenter voraussichtlich ab dem zweiten Quartal 2016 verstärkt gefordert sein. Die Grundvoraussetzungen für die berufliche Integration sind die deutsche Sprache und die richtige Erfassung der Kompetenzen. Flüchtlinge, die asylberechtigt sind, werden von uns intensiv bei der Integration in Ausbildung oder Arbeit unterstützt.

Welche Aufgaben stehen in diesem Jahr an?

Der Kampf gegen Langzeitarbeitslosigkeit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die gute Arbeitsmarktlage muss genutzt werden, um mit intensiver und individueller Beratung und Qualifizierung Jobchancen zu erschließen. Die bereits genannten Projekte für langzeitarbeitslose Menschen sind angeschoben, und darauf möchten wir aufbauen. Neu in diesem Jahr ist das Projekt „Unternehmen für Inklusion“ – ein Projekt für schwerbehinderte Menschen.

Vorhaben wie diese brauchen Ihre
ganze Kraft. Wo und wie finden Sie Ausgleich?

Ein gutes Buch oder gelegentlich Yoga hilft mir, Stress abzubauen und neue Energie zu tanken.

Von Gabi Liebegall

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