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Eilenburg DRK in Eilenburg: Suche nach Personal immer schwieriger
Region Eilenburg DRK in Eilenburg: Suche nach Personal immer schwieriger
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11:06 15.03.2018
Öffentlichkeitsarbeit im Mai: Mit dem DRK-Tag auf dem Eilenburger Marktplatz wirbt der Kreisverband Eilenburg auch um neue Helfer. Quelle: Heike Liesaus
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Eilenburg

Wenn der DRK-Kreisverband Eilenburg Jahresbilanz zieht, wird aus den verschiedenen Lebenssituationen berichtet. Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter der Hilfsorganisation stehen in Eilenburg Menschen im Alter von 0 bis 100 Jahren bei.

Notfälle: Die Personalsuche ist schwierig geworden. Aber „es konnten alle Rettungswagen besetzt werden, obwohl auch noch Qualifizierungen anstanden“. Vom Kriseninterventionsteam, das bei schweren Ereignissen Betroffene seelsorgerisch betreut, berichtete Karin Hengst: „27 Mal wurden wir von der Leitstelle gerufen.“ Dabei wurden Polizisten bei der Überbringung von Todesnachrichten begleitet, trauernde Angehörige, Suizidgefährdete und Einsatzkräfte betreut. Die acht Mitglieder des Kreisauskunftsbüros des Suchdienstes müssen regelmäßig üben, wie die Technik aufgebaut und benutzt wird. Rettung ist auch im nassen Element möglich. Die Wasserwacht werde im Landkreis Nordsachsen als die schlagkräftigste angesehen, so Verbandsgeschäftsführer Tobias Hentschel. 28 ehrenamtliche Helfer halten sich im Katastrophenschutzzug für die Betreuung und Verpflegung bereit. „Das ist nur mit Weiterbildungen und Übungen zu gewährleisten“, so Einsatzleiter Fred Hannemann.

Kinder: Offene Gruppenarbeit, Forschertag im Wasserzentrum Bitterfeld und ein Fußballplatz, der mit Hilfe der Eltern angelegt wurde, berichtete Ina Bär, Leiterin der Kita „Schwalbennest“. Dass in der Einrichtung mehrere Praktikantinnen und Praktikanten arbeiteten, gab der Chefin Grund zur Hoffnung, dass daraus pädagogische Nachwuchskräfte werden.

Pflege: Die Personalsituation ist angespannt. Das erklärte die Leiterin der Sozialstation. Trotzdem sei die Zufriedenheit unter den Kunden groß. Was für ein aktives und sehr kompetentes Personal spreche. Ähnlich die Leiterin des Pflegedienstes im Pflegeheim in der Stöckert-Straße, wo 100 Bewohner und zwölf Gäste in Kurzzeitpflege betreut werden: „Fachkräfte werden immer gesucht.“

Mobilität: Der Behinderten-Fahrdienst des DRK sorgt dafür, dass ein Mindestmaß der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben erhalten bleibt. In dem Auto können Rollstuhlfahrer im Rolli mitfahren.

Spenden: Regelmäßig laufen Blutspende-Aktionen. „Hier spenden Menschen im Alter zwischen 18 uns 68 Jahren und wir versuchen auch Erstspender zu gewinnen“, erklärt Detlev Funke. 404 Blut-Spenden wurde in diesem Jahr unter der Betreuung des Eilenburger DRK geleistet. „34 Neuspender waren darunter.“ Dank ging an diejenigen, die gute gebrauchte Kleidung der Kleiderkammer zukommen lassen. „Die Nachfrage ist ungebrochen“, stellte Funke fest.

Bildung: In den verschiedenen Kursen für die Erste Hilfe zählte das Eilenburger DRK 1739 Teilnehmer. Ausbildungen laufen für betriebliche Ersthelfer ebenso wie für den Führerscheinerwerb oder Kindernotfälle.

Jugend: Die zehnköpfige Gruppe des Jugendrotkreuz übt nicht nur regelmäßig, sondern half mit, Veranstaltungen abzusichern, erklärte Nicole Zimmermann. Ebenfalls für Kinder und Jugendliche ist der DRK-Jugendtreff Falle EB da. Dort war es mit einem haupt- und zwei ehrenamtlichen Mitarbeitern bisher schwer, pädagogische Arbeit zu leisten. Doch es soll demnächst eine personelle Aufstockung geben. Der Treff Just im Eilenburger Osten öffnet sich inzwischen auch für Kinder im Alter ab sechs Jahren. Außerdem findet dort das Ferienprojekt Kinderstadt statt. „Das ist ein absoluter Höhepunkt“, lobte Tobias Hentschel.

Von Heike Liesaus

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