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Eilenburg DRK in Eilenburg sagt Danke: Frau aus Wildenhain spendet das 100. Mal Blut
Region Eilenburg DRK in Eilenburg sagt Danke: Frau aus Wildenhain spendet das 100. Mal Blut
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17:35 15.06.2016
Ein dickes Dankeschön, Blumen und Urkunden gehen an Jubiläums-Blutspender und Helferinnen. Quelle: Heike Liesaus
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Eilenburg

Alle zusammen haben sie in den vergangenen Jahren an die 500 Liter Blut gespendet. Bei 400 Millilitern, die bei solch einer Aktion pro Person abgenommen werden, bedeutet das für jeden einzelnen unzählige Male: Die Aktion fest im Kalender fixieren, den Termin frei halten und beim Blutspendeteam den Arm freimachen. Heißt: Zeit und Lebenssaft opfern, um anderen zu helfen.

Bei Christine Richter war’s das letzte Mal sogar das 100. Mal. Dafür wurde die Wildenhainerin jetzt in einer Feierstunde vom Deutschen Roten Kreuz ausgezeichnet, ebenso wie weitere 50-, 40- und 25-malige Spender. „Ich hatte selbst eine Blutübertragung gebraucht. Das war bei der Geburt meiner Tochter“, erzählt die Altenpflegerin. „Sobald es mir dann möglich war, bin ich zum ersten Mal Blut spenden gegangen.“ Das war vor zirka 30 Jahren. Heute arbeitet sie in Bad Düben und sie freut sich, dass der Arbeitgeber, die Diakonie, sie bei ihren Spenden unterstützt. Bei der Dienstverteilung wird auf die Termine Rücksicht genommen.

„Der medizinische Fortschritt macht heute viele Operationen möglich“, verdeutlicht Karin Schreiber, Vorsitzende des DRK-Kreisverbands Eilenburg. „Aber dazu werden auch Blutspenden gebraucht.“ Das alles sei Teamwork, bei dem die Spender einen erheblichen Anteil haben, betont Professor Andreas Humpe, Leiter des Instituts für Transfusionsmedizin der Leipziger Uniklinik. „Ohne sie fehlt die Basis.“ Blutspender seien nun mal besondere Menschen. „Denn wenn jemand von der Arbeit kommt und die Wahl hat: Sofa, Sport oder Spenden von Blut. Dann sind die Spenden oft das erste, was gekippt wird“, erklärt er.

„Ich fühle mich gut danach“, erzählt Marcus Lehmann, der für seine 50. Spende geehrt wurde, von den Vorteilen. „Es ist außerdem gut, dass man gleich noch eine gesundheitliche Kontrolle hat.“ Tatsächlich habe der Spenderschutz Priorität, so Humpe. Mancher kommt deshalb öfter für die Spende nicht in Frage, weil bei ihm der Hämoglobinwert nicht erreicht wird. In diesem Zusammenhang kam die Frage nach dem Plasma-Mobil auf, das einst auch in Eilenburg stoppte. „Es gab Zeiten geringeren Bedarfs. Der ist in den vergangenen Wochen gerade wieder gestiegen“, erläutert Pressesprecher Stefan Schleicher. Falls der Trend bleibt, werde eventuell wieder über ein Plasma-Spende-Mobil nachgedacht.

Zwei bekamen ebenfalls Blumen: Hannelore Hentschel und Grit Kiesewetter. Die beiden sorgen für die Betreuung der Spender bei den Terminen im DRK-Heim in der Walter-Stöcker-Straße. Auch so schon war der Frauenanteil überproportional. Zwar konnten nicht alle Spender-Jubilare kommen. Aber auf der Liste stand es 16:22 für die Frauen. „Das ist auch in Leipzig so“, bestätigt Schleicher. „Aber die Männer gleichen das aus, weil sie öfter zur Spende gehen können.“

Von Heike Liesaus

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