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Eilenburg Dank und Abschied nach der Schulzeit
Region Eilenburg Dank und Abschied nach der Schulzeit
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18:31 03.07.2011
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. Die Übergabe der Zeugnisse an die diesjährigen Absolventen der Friedrich-Tschanter-Mittelschule und damit der Abschied waren der Anlass für beides.

Der Beifall kam in jeder Form: Klatschen, Rufe, Pfiffe. – Diejenigen, die jeweils auf der Bühne standen, um aus den Händen von Schulleiterin Regina Schneider und ihrem Stellvertreter Klaus Weber die Abschluss-Bewertungen zu erhalten, wurden von Mitschülern, Eltern und Lehrern kräftig gefeiert. Geschafft: zehn oder neun Jahre Schulzeit waren damit zu Ende. Es gab insgesamt 82 Zeugnis-Urkunden. Zum Schluss waren fast alle Sonnenblumensträuße, die vorher dekorativ am Bühnenrand lagen, von den Klassenlehrerinnen verteilt. Aber es gab auch noch den Dank an die Pädagogen und extra Aufrufe, zum Beispiel für diejenigen, die das Zertifikat für Wirtschaftsenglisch ablegten.

Besonders die Hauptschüler hatten sich gut geschlagen: „Von 18 bekamen sechs den qualifizierten Abschluss. Ein Drittel – das hatten wir noch nie", freute sich die Schul-Chefin. Beste unter den 64 Realschulabsolventen war Saskia Wasnick. Sie legte einen 1,3er-Durchschnitt hin, dicht gefolgt von Johann Gerlieb und Nicole Weihmann, die beide einen 1,5er-Schnitt vorweisen konnten. Außerdem haben sich neun der Schüler die Durchschnittsnote 2,0 oder besser erkämpft, so die Bilanz.

Jubel und Lachen auch, als Erinnerungsfotos über die Beamer-Leinwand flimmern: die Schulgebäude in der Dorotheen und in der Puschkinstraße, Sportfeste, alte Klassenbilder, Szene von Unterrichtsprojekten und Freundschaften. – Sie seien keinesfalls Engel gewesen, damals in der fünften und sechsten Klasse, dankte Linda Rogau im Namen der 10 c ihrer Klassenlehrerin Rita Schwuchow, die aus Krankheitsgründen nicht unter den Feiernden sein konnte. Sie habe zur Selbstständigkeit erzogen für den künftigen Weg, der für manche der Absolventen sehr weit weg führen werde.

„Solange ich meckere, ist alles in Ordnung. Sobald ich nicht mehr meckere, habe ich Euch aufgegeben", soll Yvonne Göhrmann ihren Schülern in der heutigen 10 b einmal erklärt haben. „Und sie hat all die Jahre gemeckert", bestätigten ihr die Schüler konsequentes Dranbleiben. „Danke an alle, die uns bis zum heutigen Tag geprägt haben", erklärten die Sprecher, die für die fünf Klassen auf die Bühne gekommen waren. Tränen kullerten vor allem beim Auftritt derjenigen, die nun den Schulchor verlassen werden. „Frau Hügl, kommen Sie mal auf die Bühne", hießt es da mit erstickter Stimme. Irmtraud Hügl, die den Chor leitet, bekam Umarmungen. Sie muss mit dem Abgang der zehnten Klassen einen Aderlass verkraften. „Sechs Jahre waren sie bei allen Programmen und Auftritten dabei, jetzt erst bei einem Chorausscheid", lobte sie.

„Das Beste kommt wirklich zum Schluss", freute sich Schülersprecher Udo Rohrbach, während sich alle zum Abschlussbild vor dem Bürgerhaus aufstellten. Warum? „Na, weil heute alle beisammen sind und man sich bei jedem noch mal bedanken kann." Für die meisten seiner Mitschüler stünden die Ausbildungs-Perspektiven fest. Viele machen auch das Abi nach.

Heike Liesaus

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