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Eilenburg Danke, liebe Leser! Schon 2900 Euro für Julians großen Traum
Region Eilenburg Danke, liebe Leser! Schon 2900 Euro für Julians großen Traum
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09:34 08.12.2016
Julian (16) aus Eilenburg wünscht sich ein spezielles Therapierad. Quelle: Wolfgang Sens
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Eilenburg

Halbzeit! Die Spendenaktion der Leipziger Volkszeitung läuft super. Bereits 2900 Euro haben Sie, liebe Leser, gespendet. Ein hervorragendes Ergebnis! Julian aus Eilenburg wünscht sich so sehr ein eigenes Dreirad vom Weihnachtsmann. Ein spezielles dreirädriges Fahrrad. Denn der 16-Jährige kann mit einem normalen Fahrrad nicht fahren. Julian ist krank, auf Hilfe und Unterstützung angewiesen. Und trotzdem ist er ein 16-jähriger Junge, der am Leben teilhaben möchte, so weit und gut das geht. Das Dreirad würde seine Lebensqualität wesentlich verbessern. „Wir sind so glücklich, zufrieden und dankbar, was wir mit Hilfe der LVZ, der Diakonie und der Spender bisher erreicht haben, das ist überwältigend und übertrifft meine Erwartungen“, sagte Jeannette Schabehorn, Julians Mutter.

Leben ist sehr eingeschränkt

Julian leidet am Marfan-Syndrom, hat autistische Züge, eine geistige Behinderung, eine leichte Zerebralparese und ein Aufmerksamkeitsdefizit. Im täglichen Leben ist er damit in seiner Bewegung, Motorik und Koordinationsfähigkeit eingeschränkt, Herz, Muskeln, Wirbelsäule sind in Gefahr. Er kann sich teilweise nicht richtig artikulieren, ist allein nicht handlungsfähig. Seine Mutter kümmert sich um ihn. Julian besucht die Werner-Vogel-Schule in Leipzig, eine Förderschule der Diakonie. Die behandelnde Ärztin hat Julian bereits 2011 ein solches Therapie-Dreirad verordnet. Mit einem handelsüblichen Fahrrad kann er nicht fahren, damit kippt er einfach ausgedrückt um, weil er Lenken, Treten und Gleichgewicht halten nicht koordinieren kann.

Familie bekommt viel Zuspruch

Seit dem Start der Aktion am ersten Adventwochenende haben Mutter und Sohn sehr viele positive Reaktionen erfahren. „Nachbarn, Freunde, Bekannte und ehemalige Kollegen, auch Menschen, die selbst auf Hilfsmittel dieser Art angewiesen sind, haben mich angesprochen. Ich hatte sogar Anrufe von fremden Menschen, die Hilfe angeboten haben. Viele haben den LVZ-Artikel gelesen und auch über Facebook oder anderen sozialen Medien geteilt, ein Motorradclub ist engagiert, ein Vater einer Mitschülerin hat es gehört und will helfen. Wir sind sehr gerührt und möchten uns dafür herzlich bedanken“, so die 44-Jährige.

Garagenflohmarkt

Am Samstag möchten sie mit ihrem Sohn von 11 bis 15 Uhr einen Garagenflohmarkt im Garagenkomplex an der alten B 87, Torgauer Landstraße, veranstalten. „Es gibt Bücher, Weihnachtsdeko, Koffer, Bilder, alte Sachen von Oma und Opa, dazu gern einen Glühwein für die Großen oder Tee für die Kleinen“, verrät Jeannette Schbehorn. Denn der Weihnachtsmann wird mit Spannung erwartet.

Das Therapie-Rad kostet ab 3500 Euro aufwärts, besser wäre ein Tandem, auf dem eine Begleitperson neben Julian sitzen könnte. Das ist jedoch noch teurer, nach diesem grandiosen Spenden-Auftakt aber durchaus realistisch. „Mit dem Tandem wären wir viel flexibler, weil ich oder eine andere Begleitperson mitfahren und so für mehr Sicherheit sorgen könnten“, so die Mutter.

Krankenkasse lehnt Kostenübernahme ab

Das Radfahren soll eine Ergänzung zur Physiotherapie und Abwechslung an der frischen Luft sein. Durch zahlreiche Therapiebemühungen habe der Junge schon regelmäßig Fortschritte in seiner Entwicklung gemacht, das Therapie-Rad / -Tandem könne die Erfolge sichern und ausbauen. Die Krankenkasse aber lehnte die Kostenübernahme ab.

Ein Licht im Advent – es könnte für Julian und Jeannette Schabehorn doch noch scheinen: Wenn der Traum vom Therapie-Dreirad / -Tandem in Erfüllung geht. Ihre Spende, liebe Leser, hilft!

Sie möchten für dieses Projekt spenden? Alle Infos erhalten Sie hier.

Weitere Projekte, die Sie bei der LVZ-Spendenaktion unterstützen können, finden Sie hier.

Von Frank Pfütze

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