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Das Fest der Rekorde

Das Fest der Rekorde


Eilenburg. Eilen wir hin ... Rund 20000 Menschen haben das Motto der 1050-Jahr-Feier an den Pfingsttagen wörtlich genommen.

. Drei Tage und Nächte lang pulsiert das Leben in der Muldestadt - bei besten äußeren Bedingungen, mit einem Weltrekord am ersten und einem Guinness-Rekord am letzten Tag und weitgehend friedlich begehen Organisatoren und Gäste die erste urkundliche Erwähnung der namensgebenden Eilen-Burg.

 1050 Jahren nach der urkundlichen Ersterwähnung füllt eine respektable Menschenmenge den Marktplatz der Muldestadt. Moderatorin Silvia Harbich wird von der Sonne und von Hunderten Augenpaaren angestrahlt, als sie ein „Fest der Superlative“ ankündigt. Und das beginnt am Sonnabend farbenfroh, nachdem der Freitagabend recht verhalten angelaufen ist. Auf der Bühne steht eine ein mal anderthalb Meter große Plakatwand. Die traditionell und eigentlich dort stehenden üblichen Verdächtigen sind noch nicht zu sehen. Künstler Jo Herz lässt statt dessen seine Finger über die weiße Fläche wirbeln. Hand-Paint-Show, also malen mit den Händen, nennt sich der  von ihm erfundene und in Europa einmalige Stil, Farbe auf Papier zu bringen. Andreas Steude vom Burgverein läutet die Glocke und verliest den Begrüßungsspruch. „Esst, trinkt, feiert und vertreibt euch die Zeit mit Freunden. Bleibt in fröhlicher Runde an diesem schönen und liebevollen Ort an der Mulde“, wünscht Steude. Dem schließt sich Oberbürgermeister Hubertus Wacker (parteilos) an. „Wir haben das Glück, in dieser Stadt zu wohnen und in dieser Zeit zu leben. Feiern Sie, ich erkläre das Fest für eröffnet“, so der OBM.

Und das tun die Eilenburger und ihre Gäste ausreichend. Rekordverdächtig wird es an der Bühne am Kreisverkehr. 753 Fußpaare bringen den Holzboden zum Beben. 61 Line-Dance-Vereine aus Deutschland und Südtirol tanzen auf Einladung der Naundorfer Feather Dancers nach Choreografien von Line-Dance-Ikone Maggie Gallagher aus England fünf Stücke. Der Rekordversuch gelingt. In der Kastanienallee fordert Detlef D! Soost die Tanz-Fans heraus - zweimal drei Stunden lang. Soost ist begeistert, will im September mit seinem D!s Club wiederkommen. Während es am Abend in der Stadt eng wird, ist die Fläche vor der Kastanienallee trotz großer Namen nur mäßig gefüllt. Die Kassenpatienten und Marquess wollen nur rund 250 Leute sehen. Culcha Candela, Stefanie Heinzmann und Andreas Bourani können sich am Abend drauf über wesentlich mehr Leute freuen.

Fast ohne elektrische Verstärkung kommt der Mittelaltermarkt im Grünen auf dem Burgberg aus. Er empfängt  die Besucher etwas beschaulicher. Dort lodert Schmiedefeuer, tanzen exotische Schönheiten mal mit Schlangen, mal mit Schwertern, gibt die Band Ohrenpain altertümliche Klänge zum Besten.

Der Sonntag gestaltet sich als der Tag der Höhepunkte. Absolutes Highlight: der Festumzug. Tausende säumen Nordring und Anger, als in über 70 Bildern Eilenburgs Geschichte an den Zuschauern vorbeizieht. Über 1000 Biker sind dem bunten Treiben vorangefahren. Am Abend schickt Feuerwerker Uwe Winkler seine Raketen gen Himmel, zaubert leuchtende Spuren über dem Burgberg passend zu den Rhythmen von „Brothers in Arms“ der Dire Straits, das „Undying Love“ von Two Steps From Hell und „Geboren um zu leben“ von Unheilig. Wer dann glaubt, der Montag klingt gemächlich aus,  irrt. Zumindest am Nachmittag füllt sich die Stadt nocheinmal deutlich. Da ist Bob der Baumeister für die Kinder da, will ein neuer Weltrekord im Kreuzheben aufgestellt werden. Dann betätigt sich Jörg Röglin, der Oberbürgermeisterster Wurzens, wo im September die 1050-Jahr-Feier steigt, als Glücksfee und zieht die Gewinner der Stadtfest-Lotterie. Die Nummer 1950 fällt auf den Twingo, den Hauptpreis, der aber am Nachmittag noch nicht abgeholt wird. Auch das Festivalgelände füllt sich erneut: Markus Kavka und 14 weitere DJs legen auf. Cheforganisator Heiko Leihe kann positive Bilanz ziehen: Bis auf wenige Kleinigkeiten hat alles funktioniert.

 

 

Heike Liesaus, Kathrin Kabelitz und Frank Pfütze

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