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Das Stadtfest in Eilenburg – Von Superstart bis Ganz stark

Das Stadtfest in Eilenburg – Von Superstart bis Ganz stark

Superstart: Pünktlich um 10 Uhr eröffnen die Veranstalter, Stadtverwaltung, Leipziger Volkszeitung und Burgverein das 16. Eilenburger Stadtfest. Oberbürgermeister (OBM) Hubertus Wacker (SPD) und LVZ-Regionalverlagsleiterin Kerstin Friedrich befinden sich in Gesellschaft der Muldekönigin, des Deichgrafen, zahlreicher Mitglieder des Burgvereins und erträglicher Temperaturen.

Eilenburg. Trocken geblieben ist er auch dieses Mal.

Die Zeiten, als sich der OBM seinen Anzug beim Fassanstich vollsaute, sind wohl endgültig vorbei, die Anstiche damit nicht mehr das, was sie mal waren. Nach drei, vier zaghaften Schlägen mit dem Gummihammer auf den Zapfhahn kommt kein Gerstensaft, nach fünf und sechs Berührungen fließt Freibier, 50 Liter in wenigen Minuten. Auktion beim Talk Point: Nokia, Sony, Motorola und noch vieles mehr zu Spottpreisen. Geschäftsführer und Auktionator Mathias Schönherr bringt 200 Handys und 1049 Karten - in Anlehnung an das Alter der Stadt - an die Besucher. Sabrina Lange aus Gruna ersteigert gleich zwei Exemplare. „Meine anderen beiden sind kaputt", erzählt die 27-Jährige.

Ein Motorola für einen Euro ergattert auch Bürgerpolizist Hartmut Schmidt für seinen Enkel. „Der ist jetzt in der Schule, da braucht er eins." Darbietungen für Jung bis Alt von Alt bis Jung müssen natürlich auch ordentlich angekündigt werden. Seit ungefähr zehn Jahren moderiert Silvia Harbich die bunte Show auf der Marktplatzbühne. 26 verschiedene Programmpunkte mit 250 Beteiligten präsentiert sie am Sonnabend. „Die Vereine arbeiten zu, was auf der Bühne passiert und was ich erwähnen soll. Diese Zuarbeit plus etwas Fantasie und Routine und fertig ist die Moderation", verrät die 46-Jährige Eilenburgerin. Fotograf Sascha Prochnow will sie für eine Imagekamapgane der Stadt alle vor die Linse bekommen. 1050 Porträts sollen es werden, 1050 Köpfe, die für 1050 Jahre Eilenburg 2011 werben. Gut die Hälfte sollten es schon mal zum Stadtfest werden. Wer sich zum Mitmachen entscheidet, kann im Studio in der Walter-Rathenau- Straße vorbeikommen. Empfang nach Maß! „Die B-87-Fortführung kommt!", schmetterte der CDU-Bundestagsabgeordnete Manfred Kolbe dem Eilenburger Rolf Aster (Mister Ortsumfahrung) entgegen, als dieser sein Bürgerbüro besucht.

Und: Die B 87 n ist in der Planung. Auf die Stimmung im Bundestag angesprochen sagt Kolbe: „Hier in Eilenburg ist es heute schöner als in Berlin." Zum Koalitionsstreit, Haushaltsdefizit und anderen Aufregern überrascht der Abgeordnete mit folgender Aussage: „Wir können doch nicht bei den Arbeitslosen einsammeln, was wir zuvor den Banken gegeben haben." Aster habe Kolbe schon lange nicht gesehen. Darauf Kolbe: „Stimmt, wir waren in Berlin ziemlich intensiv damit beschäftigt, Rettungspakete zu schnüren." Stress beim THW zwischen Abseilen und Schaumparty: „Du, Hans-Jörg, da funktioniert was mit der Gulaschkanone nicht, die friemeln da rum, gucke mal!" Der THW-Chef antwortet brav: „Ja, Mama". Kurz danach steht ein Kamerad da und ruft nach Hans-Jörg. „Siehste, hab‘ ich Dir doch gesagt, dass da was nicht hinhaut", so die 83-Jährige. Tiefensee Volker, CDU-Landtagsabgeordneter aus Schönwölkau, eröffnet in Eilenburg seinen Sonnabend, denn der führt ihn später auch noch nach Löbnitz, Spröda, Lissa und Wölkau. „Vor der Wahl ist es keine Kunst, sich überall sehen zu lassen, darum mache ich es auch nach der Wahl. In der Nacht zuvor habe er von 23.30 Uhr bis weit nach Mitternacht seine Wohnung aufgeräumt und Wäsche gewaschen. „Muss auch sein, mache ich regelmäßig", verriet der Junggeselle." Es ist am Freitagabend nicht zu übersehen: Schon von weitem blinkt das Feuerwehrauto vor dem Polizeirevier. Dieses Aufgebot am Dr.-Külz- Ring lockt viele Fackel- und Lampionträger an. Der Eilenburger Fanfarenzug spielt sich ab 21 Uhr warm. Fred Falkenberg: „Wir führen den Umzug das zweite Mal an. Und damit die Richtung stimmt, spielen wir gleich zu Beginn den extra arrangierten Schlossberger Fanfarenmarsch." Im Gleichschritt kommen die Musiker etwa eine halbe Stunde später tatsächlich unterhalb des Schlossbergers bei Müllers Ecke an.

Der vorbereitete Holzstoß fängt wie erwartet schnell Flammen und fällt wenig später nicht ganz so erwartet komplett zur Seite um. Dann heißt es warten auf das Feuerwerk. Das macht auch Yvonne Kölbl. „Das bekommt man selbst Silvester nicht so gut geboten", weiß die Eilenburgerin. Sohnemann Tim darf deshalb länger aufbleiben. Der Fünfjährige verspricht dafür, dass er nach dem Besuch des Stadtfestes am Sonnabend am Abend auf Oma aufpasst, wenn die Eltern mal allein unterwegs sein wollen. Langsam wird es dunkel genug für das Spektakel. Helmut Teichmann hat sich mit Freunden auf der Bank am Kreisverkehr schon lange vorher den besten Platz gesichert. „Wenn möglich, schaue ich mir das Feuerwerk immer an. Ich kann mich noch erinnern, dass es zur 1000-Jahr-Feier eins in der Fischeraue gab, später dann in der Kastanienallee.

Doch die Kulisse hier ist besser." Und er wird auch dieses Mal nicht enttäuscht. Einfach toll, findet Thor am Freitagabend, dass es wieder in Eilenburg aufspielen darf. Die Musiker verkünden von der Bühne: „Es ist das Schönste, wenn wir von hier oben auf Euch drauf schauen dürfen." Kein Wunder, denn so viele Zuhörer hat die Rockband, die seit Urzeiten immer Freitagabend zum Stadtfest spielt, nicht allzu oft. Bis Punkt 2 Uhr sorgt Thor dieses Mal für Stimmung in der Leipziger Straße, in der anders als in Vorjahren aber jederzeit ein gewisses Durchkommen möglich war. Und er ist wieder daheim. Ob als Lollipop, Firebird oder mit Tom Twist - wenn es für den Ex-Eilenburger Stefan „Preston" Klöbzig eine Gelegenheit zum Heim-Spiel gibt, nutzt er sie. Der 28-Jährige mit der Tolle und seine Jungs treffen mit der Musik für die breite Masse, basierend auf dem guten alten Rock`n`Roll, auf Elvis und Co, auch in Eilenburg voll den Nerv der Gäste.

Ganz starke Kerle gesucht. Die 200 Kilogramm Trabant- Gewicht vor der Bühne in der Leipziger Straße stemmen die 14 Teilnehmer ja noch ganz easy. Dann trennt sich beim Pape-Heben die Spreu vom Weizen. Der Stärkste ist am Ende Erik Knöfler, der es nach der stufenweisen Zuladung auf stolze 400 Kilogramm bringt. Marcel Mette und Matthias Werner schaffen 370 Kilo. Der Senior im Feld, Bernd Knöfler, schafft stolze 260 Kilogramm.

Ilka Fischer/Kathrin Kabelitz/ Frank Pfütze

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