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Eilenburg Dauerstress um Torgauer Straße 49
Region Eilenburg Dauerstress um Torgauer Straße 49
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15:08 01.12.2009
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. Das seit Jahren eingerüstete und vor sich hin bröckelnde Gebäude war immer wieder in der Kritik gewesen.

„Bis jetzt ist zum Glück nichts passiert. Wir hören immer nur, wenn es plautzt“, erzählt Heike Ziesche, die Inhaberin des Blumengeschäftes nebenan. „Aber einmal kam eine Kundin herein, die erzählte, dass es sie fast getroffen hätte.“ Die Floristinnen haben die herabgefallenen Dachziegel säuberlich auf den Sims vor das spinnwebenverhangene Schaufenster des leerstehenden Ladens gelegt.

 

Seit vier Jahren stehe das Gerüst, das das Gebäude sichern soll, erinnert sich die Händlerin. „Wir sind damals hier eingezogen und die haben das aufgebaut.“ Vor einiger Zeit sei das zerfetzte Fangnetz erneuert worden. Doch das halte auch nicht alles ab. Wenn es stürmt, fallen die Steine trotzdem auf den Gehweg. Nun ist sie gespannt, was am kommenden Donnerstag passiert.

Auch in der Nachbarschaft auf der anderen Seite, wo Renate Pintoloureiro ein Gardinengeschäft betreibt, wird es ebenso gesehen. „Das nimmt das Licht, macht Dreck“, erklärt sie die Situation. Die von den Blumenkübeln, die nun an den Eilenburger Straßenrändern stehen noch verschärft wurden. Durch den Tunnel müssen nun alle durch. Besonders die Radfahrer. „Die dürfen das zwar nicht, aber da hält sich keiner dran. Dreimal bin ich schon vor meinem eigenen Haus angefahren worden“, erzählt Pintoloureiro. „Ich habe ja Verständnis, aber es wäre wirklich angebracht, wenn sich etwas ändern würde.“

Normalerweise könnte sich kein privater Besitzer leisten, ein Gerüst so lange an einem Haus stehen zu lassen. Das war in Stadtratssitzungen, in denen das Problem immer wieder angesprochen wurde, zu hören. Denn die Stadt kassiert für die Ausnahmenutzung des Fußweges Gebühren. Doch die Torgauer Straße 49 gehört dem Freistaat Sachsen, der das Objekt aus einer Erbmasse übernommen hat und seitdem versucht, es zu veräußern, kann sich selbst von dieser Auflage befreien und muss nicht zahlen.

 

Heike Liesaus

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