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Eilenburg Daumendrücken und Hexenspruch
Region Eilenburg Daumendrücken und Hexenspruch
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05:00 02.05.2011
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Dort trieben etliche kostümierte Hexen ihr Unwesen. Burghexe Steffi Prätz bewachte beispielsweise den Eingang zum Sorbenturm, damit nur gruselfeste Kinder die hier gelesenen Geschichten zu Ohren bekamen. Von ganz oben gab es dann aber auch einen tollen Blick auf das Festgelände gratis dazu. Punkt 16 Uhr eröffneten auf diesem die Schwarzpulver Kanoniere das Treiben. Auf der Bühne, die erstmals an der Seite stand und damit nicht so gut wie bisher einzusehen war, lösten sich die Protagonisten ab.

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Eine Premiere hatten die rund 30 Line Dancer der Grundschule Berg. Hortleiterin Bärbel Schachert erzählte: „Seit zwei Jahren gibt es das Ganztagsangebot, doch einen Auftritt vor so vielen Leuten hatten die Kinder noch nicht. Sie sind entsprechend aufgeregt." Doch ihr Daumendrücken sollte sich wirksamer als jeder Hexenspruch erweisen.

Den Großteil des Programms, durch das Susanne Ferl vom Burgverein führte, stemmten danach die Tanzgruppen Eilenburg. „Wir sind mit neun Gruppen hier. Zusammen mit den Männern des Eilenburger Carneval Clubs sind das an die 100 Mitwirkende", zählte Yvonne Gürke, eine der Trainerinnen und Tänzerinnen in Personalunion, am Ende eines langen Abends die Hexen, Engel und Teufel. 

Zumindest in Sachen Lautstärke wurden die Tanzgruppen aber noch vom Eilenburger Fanfarenzug überboten, der gegen 20 Uhr „auf die Pauke" haute. Dies war zugleich das Signal zum Schließen des hexischen Olympiaparcours. An dessen Eingang wachte vier Stunden lang Hexe Rosalia, die ansonsten inkognito bleiben wollte. Doch nur wer bei ihr die Zauberprüfung bestand, durfte anschließend Eier pflücken, Ringe werfen oder Muscheln zur Mühle legen.

Noch etwas eher Feierabend als Rosalia hatte das Knüppelkuchenteam. „Vier Eimer sind weggeputzt", staunte Ramona Enko gegen 19 Uhr über den tollen Zuspruch. Doch wie kommt eine Ammelshainerin (bei Naunhof) dazu, Walpurgisdienst in Eilenburg zu schieben? „Ganz einfach", lachte die junge Frau, „uns kennt jemand, der jemanden kennt. Und nun steht mein Mann am Grill und ich helfe beim Knüppelkuchen. Wir sind zum fünften Mal dabei. Es ist einfach toll hier." Und so blieb die Ammelshainerin auch, um sich am großen Lagerfeuer zu wärmen und sich um 22 Uhr das Höhenfeuerwerk anzuschauen.

Das war bei der zehnten Auflage der Walpurgisnacht ebenso neu wie das Sicherheitskonzept mit ausgewiesenem Fluchtweg. „Es ist alles bestens gelaufen", konstatierte bei Klängen der Folkband A Se Ceoltoir kurz vor Mitternacht Jörg Kamprath vom Technischen Hilfswerk. Elf Leute seiner Truppe hatten zusammen mit fünf Feuerwehrleuten geräumt, eingerichtet und darüber gewacht, dass trotz Hexenzaubers nichts außer Kontrolle geriet.

Ilka Fischer

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