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Eilenburg Demokratiekonferenz im September in Eilenburg
Region Eilenburg Demokratiekonferenz im September in Eilenburg
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18:12 01.04.2019
Die Koordinierungs- und Fachstelle befindet sich im Mehrgenerationenhaus Arche Eilenburg. Quelle: Heike Liesaus
Eilenburg

Eilenburg, Bad Düben und Laußig sind seit Jahresbeginn Teil einer Partnerschaft für Demokratie. Jetzt gibt es eine Koordinatorin und eine Homepage. Im September ist eine Demokratiekonferenz in Eilenburg geplant.

Elisabeth Desta koordiniert das Projekt

Zur fachlich-inhaltlichen Koordinierung der Einzelmaßnahmen haben die geförderten Kommunen eine Koordinierungs- und Fachstelle mit Sitz im Mehrgenerationenhaus Arche Eilenburg eingerichtet. Personell besetzt hat sie als freier Träger das Diakonische Werk Delitzsch/Eilenburg, informiert Andreas Bechert, Öffentlichkeitsbeauftragter für den Kirchenkreis Torgau-Delitzsch. Elisabeth Desta koordiniert nun das Projekt „Partnerschaft für Demokratie“.

Elisabeth Desta koordiniert das Projekt Partnerschaft für Demokratie. Quelle: privat

Im März gab es bereits Auftaktveranstaltungen für das Projekt in Laußig, Bad Düben und Eilenburg. Die Homepage der Partnerschaft für Demokratie sei gerade online gegangen, informiert Bechert. Dort könnten Interessenten alle Veranstaltungen und geförderten Projekte einsehen. „Doch ohne entsprechende Partner funktioniert die ,Partnerschaft für Demokratie’ natürlich nicht“, sagt Elisabeth Desta. Sie ist nun auf der Suche nach künftigen Projekten und Zusammenarbeiten. „Gerne mit Vereinen aus Eilenburg, Bad Düben und Laußig, die Ideen für Projekte haben und sich damit für Vielfalt, Demokratie und ein besseres Miteinander in den Städten und Gemeinden einsetzen und stark machen“, erklärt sie.

Demokratiekonferenz am 30. September

Im Rahmen der Auftaktveranstaltungen sollten zivilgesellschaftlich tätige Menschen aus der Region an der Entwicklung und Fortschreibung der „Partnerschaft für Demokratie“ aktiv beteiligt werden. Diese aktive Beteiligung soll mit einer Demokratiekonferenz fortgesetzt werden, die für den 30. September dieses Jahres geplant ist und zu der „alle relevanten zivilgesellschaftlichen Akteure, entsprechende Einrichtungen und Verantwortliche aus Politik und Verwaltung eingeladen werden, um partizipativ den Stand, die Ziele und die Ausrichtung der weiteren Arbeit in der Partnerschaft für Demokratie zu reflektieren und zu bestimmen“, erklärt Elisabeth Desta dazu.

Bundesprogramm läuft seit 2015

Städte, Gemeinden und Landkreise in ganz Deutschland sind seit 2015 im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ aufgerufen, Strategien zur Förderung von Demokratie und Vielfalt vor Ort zu entwickeln und umzusetzen. Dabei werden sie unterstützt. Diese lokalen „Partnerschaften für Demokratie“ sollen einen wertvollen Beitrag für eine Kultur des respektvollen Miteinanders und zur Prävention extremer und menschenfeindlicher Einstellungen leisten.

Kontakt: Elisabeth Desta, Koordinierungs- und Fachstelle Partnerschaft für Demokratie Eilenburg, Bad Düben, Laußig, Nikolaiplatz 3 in Eilenburg, Telefon 03423/7002998, E-Mail: elisabeth.desta@diakonie-delitzsch.de

Koordinatorin Elisabeth Desta

Elisabeth Desta studierte Theaterwissenschaft, allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft und Französistik in Leipzig und Paris. Schon während des Studiums legte sie ihren Fokus auf gesellschaftspolitische und geschichtliche Entwicklungen, die in der Beschäftigung mit Erinnerungskultur und kollektivem Gedächtnis zum Ausdruck kamen. Durch die Mitarbeit an Bildungs- und Kulturprojekten sowie verschiedene Praktika, unter anderem am Goethe-Institut Addis Abeba in Äthiopien sammelte sie Erfahrungen im Bereich der internationalen Kulturarbeit, die sie bis 2012 am „Qendra Multimedia“ im Kosovo fortsetzen konnte. Danach wurde sie für die „Bundeszentrale für politische Bildung“ und die „Stiftung Niedersächsischer Gedenkstätten“ aktiv.

Dem Interesse an gesellschaftspolitischen und geschichtlichen Entwicklungen sowie den Themen Erinnerungskultur und kollektives Gedächtnis ging sie auch in ihren Folgeprojekten nach. Hier beschäftigte sie sich unter anderem mit der künstlerischen Aufarbeitung von Vergangenem und der Freilegung dieser Spuren in der Gegenwart. Dabei bediente sie sich nicht nur einer Ausdrucksform, sondern wechselte zwischen Theater, Literatur, bildender Kunst und unterschiedlichen Darstellungsformaten. So arbeitete Elisabeth Desta bisher als freie Kulturmanagerin und Kulturschaffende in Leipzig. Nun ist sie für die Steuerung der Umsetzung der lokalen „Partnerschaft für Demokratie“ in Eilenburg zuständig. Sie fungiert als Ansprechpartnerin, berät und unterstützt Vereine bei Projektideen und der Antragsstellung.

Von lvz

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