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Denkmalgeschützte Fassade in Eilenburg erstrahlt in neuem Glanz

Sanierung Denkmalgeschützte Fassade in Eilenburg erstrahlt in neuem Glanz

Die Fassade des Verwaltungsgebäudes am Eilenburger Maxim-Gorki-Platz ist jetzt saniert. Mit gewissem Aufwand. Sie steht unter Denkmalschutz. Denn hier befindet sich eine der Wurzeln der Industriestadt Eilenburg. Am Mühlgraben stand früher die Kattundruckerei Danneberg & Sohn, die 1812 gebaut wurde.

Gerüstbauer der Borsdorfer Firma Remler & Söhne bei der Arbeit: Die Fassade wird wieder freigemacht.

Quelle: Heike Liesaus

Eilenburg. Nun strahlt sie wieder, die Fassade des Verwaltungsgebäudes am Eilenburger Maxim-Gorki-Platz. Die Gerüste sind gefallen. Malermeister Matthias Vogt, dessen Mitarbeiter in den vergangenen Wochen am Werk waren, nutzte die Gelegenheit, um Bohrungen, an denen das Gerüst fixiert war, zu verschließen.

Lichtgrau heißt der Farbton. „Das ist vom Denkmalschutz vorgegeben“, erklärt der Handwerksmeister. Denn dieser Teil des Verwaltungsgebäudes gehörte früher zur Kattundruckerei Danneberg & Sohn. Es stammt aus dem Jahr 1812, ist von „baugeschichtlicher und ortshistorischer Bedeutung“. Wenn auch im Inneren davon nicht mehr viel zu spüren sein mag, denn das Haus erlebte wechselnde Nutzungen und war zu DDR-Zeiten auch Landratsamt. „Die Sprossenfenster sind natürlich ebenfalls denkmalsgerecht“, so Birgit Bendix-Bade, Geschäftsführerin der Eilenburger Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft (EWV). Der städtischen Gesellschaft gehört das Haus. Viele Mieter sind im 20. Jahrhundert entstandenen Erweiterungsbau ansässig: der Verwaltungsverband für Zschepplin und Jesewitz, der Kriminaldienst des Polizeireviers oder auch der Jugendweiheverband.

Neue Materialien

Die Fassade war vor 17 Jahren saniert worden. Doch alte Bausubstanz und die an der Oberfläche verwendeten Stoffe passten nicht optimal zusammen. „Damals gab es auch bestimmte Materialien noch nicht“, vermutet die EWV-Geschäftsführerin. Das Zusammenspiel der Kräfte, die sich wegen der Temperaturunterschiede, die witterungsbedingt sowie zwischen innen und außen auftreten, hatte die Fassade jedenfalls nicht gut ausgehalten. Farbe blätterte überall. Bei Glattputz sei den Spannungen in der Oberfläche nun dank einer kunstharzgebundenen Spezialarmierung beizukommen. Mit dieser Gaze wurde die Fassade mit ihren Simsen, Borden, Mauerblenden, Fensterfassungen und -bänken ausgekleidet. „Die Festigkeit ist gegeben. Trotzdem bleibt die Oberfläche offenporig. Das ist mittlerweile bewährte Technik“, erklärt Vogt die Prozedur, die einige Zeit kostete.

Die kolorierte Zeichnung zeigt, wie es früher am Mühlgraben aussah

Die kolorierte Zeichnung zeigt, wie es früher am Mühlgraben aussah.

Quelle: Repro/Heike Liesaus

Historische Ansichten

Nach außen präsentiert sich das Gebäude wie einst. Nur der von Hochwassern durchfeuchtete Sockel ist noch freigelegt. Dort soll noch ein Sanierputz dran. „Laut Denkmalschutz gab es keine farbliche Absetzung der Fensterfassung“, erläutert Vogt. Tatsächlich zeigen das auch Bilder, die vor zwei Jahren in Besitz des Museums gelangten. Sie vermitteln einen Eindruck, wie es früher am Mühlgraben aussah: Am Ufer standen Produktionsgebäude. Dahinter gab es aber einen großen Garten-Hof. Dort steht nun der neuere Teil des Verwaltungsgebäudes. Die Fabrik verschwand. Das Mühlgrabenufer ist grüner als vor 200 Jahren.

Von Heike Liesaus

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