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Eilenburg Der Abriss soll im Herbst starten
Region Eilenburg Der Abriss soll im Herbst starten
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17:15 19.05.2015
Der Haupteingangsbereich des ehemaligen Mittelschulgebäudes sollte zum Speise- und Mehrzweckraum für die Grundschüler werden. Quelle: Heike Liesaus

Und daran entzündet sich derzeit die Diskussion: Wo werden die Kinder und Lehrer ihr Mittagessen einnehmen. Denn bisher wurde der Speisesaal der ehemaligen Mittelschule genutzt.

Von Heike Liesaus

Seit Ende des Schuljahres 2012 steht das Gebäude der ehemaligen Mittelschule an der Eilenburger Puschkinstraße leer. Während der Zeit der Sanierung und der Erweiterung des einzig verbleibenden Mittelschulstandortes in der Dorotheenstraße diente es als Interimsquartier. Das ist vorbei. Eine Nachnutzung wird es nicht geben. "So eine Schule kostet auch im Leerstand jedes Jahr richtig Geld und sie wird nie wieder in dieser Form gebraucht", erklärt Oberbürgermeister Hubertus Wacker (parteilos) gestern dazu gegenüber der Kreiszeitung. Für den Abriss sollen nun Fördermittel aus dem Stadtumbauprogramm fließen.

Das Problem ist die von der benachbarten Grundschule bisher mitgenutzte Infrastruktur. Die Planung zur Wärmeversorgung sei so weit abgeschlossen. Aber nun entzünden sich die Diskussionen zwischen Verwaltung, Stadträten, Lehrern und Eltern um den Speisesaal. "Besonders die Lehrerschaft der Grundschule ist von der geplanten Maßnahme überfahren wurden, da bis zu diesem Zeitpunkt Konzepte für die Schaffung von Ersatzräumlichkeiten durch drei Vorschläge der Stadtverwaltung zur Prüfung anstanden", wandte sich der Elternrat mit einem Schreiben an die Stadträte. Denn bis einer Veranstaltung am 10. April, bei der der OBM über die Pläne informierte, sei drei Varianten - der Stellung eine Containergebäudes, dem Dachgeschossausbau des Kerngebäudes der Mittelschule oder der Umnutzung und Ertüchtigung des Haupteingangsbereiches der ehemaligen Mittelschule zum Speise- und Mehrzweckraum - die Rede gewesen. "Stattdessen soll nun der kleine Computerraum des Objektes zum Speiseraum umfunktioniert werden, der Werkraum müsste mit erheblichen Kosten zum Computerkabinett umgebaut werden, für den Werkraum ist die Anmietung eines Ladenlokals auf der gegenüberliegenden Straßenseite vorgesehen", so der Elternrat.

OBM Wacker dagegen sah im Gespräch gestern früh noch drei Varianten im Rennen: Containerlösung, eine Umorganisation der Räume im Grundschulhaus sowie die Anmietung von Gewerberaum in der Nachbarschaft, um einen Fachraum einzurichten. Einen Gebäudeteil stehenzulassen, sei aus Sicht der Baufachleute unrealistisch. Wegen der unterschiedlichen Höhen der Gebäude und der energetischen Aspekte. Es sei klar, dass die Eltern optimale Bedingungen für ihre Kinder wollen, so Wacker. Aber Stadtrat und -verwaltung müssten nachhaltig entscheiden.

Das will auch Jaqueline Baum vom Elternrat. Allerdings sieht sie die von der Verwaltung favorisierte Variante, die den Umbau des Computerkabinetts zum Speiseraum und die Auslagerung des Werkraums in ein Ladenlokal vorsieht, als Geldverschwendung an. Denn es müssten dafür voraussichtlich drei weitere Räume, darunter Werk- und der Computerraum, umgebaut und ertüchtigt werden. "Selbst in Anbetracht der angespannten finanziellen Lage der Stadt wäre die Variante der Umnutzung und Ertüchtigung des Haupteingangsbereichs der ehemaligen Mittelschule zum Speise- und Mehrzweckraum die akzeptabelste, nachhaltigste und praktikabelste Variante", so der Elternrat in seiner Stellungnahme gegenüber der Stadtverwaltung. Gestern Abend fand noch einmal eine Begehung der Schulhäuser mit allen Beteiligten statt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.04.2013

Liesaus, Heike

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