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Der Griff ins Portemonnaie: Das wird 2015 in Eilenburg und Bad Düben teurer

Der Griff ins Portemonnaie: Das wird 2015 in Eilenburg und Bad Düben teurer

Neues Jahr - neue Gebühren. Das Jahr 2015 geht für die Bürger der Region mit einigen Änderungen einher. Hier ein kleiner Überblick über die wichtigsten Neuerungen.

Eilenburg/Bad Düben. Bis zu 56 Prozent mehr fürs Abwasser: Der Zweckverband Abwassergruppe Dübener Heide dreht an der Preisschraube. Einwohner der Stadt Bad Düben und der Umlandgemeinden - dazu zählen Teile der Gemeinden Zschepplin und Laußig - müssen mehr fürs Abwasser zahlen. Der neuen Kalkulation zufolge werden künftig bei einem Vollanschluss 3,63 Euro je Kubikmeter fällig, was eine Steigerung von 48 Prozent bedeutet. Bei durchschnittlich 30 Kubikmeter Abwasser pro Person und Jahr macht das eine finanzielle Mehrbelastung von 35,40 Euro pro Person und Jahr aus. Bei einem Teilanschluss steigen die Gebühren von 1,82 Euro je Kubikmeter auf 2,84 Euro (56 Prozent). Für die Niederschlagswassergebühr werden je Quadratmeter versiegelter Grundfläche 80 Cent (bisher 60) je Quadratmeter und Jahr erhoben.

Weniger Geld fürs Schmutzwasser, mehr fürs Regenwasser: Auch die Einwohner im Bereich des Abwasserzweckverbandes (AZV) Mittlere Mulde - Eilenburg und Umland - müssen sich im neuen Jahr auf eine geringfügige Anpassung der Abwassergebühren einstellen. Eine Beispielrechnung für ein Grundstück in der Größe von etwa 500 Quadratmeter mit etwa 100 Quadratmeter versiegelter Fläche, einem Eigenheim sowie zwei bis drei Bewohnern, bei denen pro Person und Jahr etwa 35 Kubikmeter Abwasser anfallen, zeigt, dass alles in allem 3,40 Euro im Jahr mehr zu zahlen sind.

Schulessen kostet mehr: Am Rinckart-Gymnasium in Eilenburg wird es ab Januar deutlich teurer. Statt 2,15 Euro müssen dann 2,70 Euro für das Wahlessen A und B gezahlt werden. Eltern von Kindergarten- und Schulkindern in Bad Düben müssen ebenfalls mehr für die Essensversorgung zahlen. Das betrifft die Einrichtungen Heide-Grundschule, Oberschule und die Kitas "Spatzenhaus" und "Märchenland". Hintergrund ist der ab Januar geltende Mindestlohn von 8,50 Euro. Beschlossen wurde in Bad Düben auch die Erhöhung der Elternbeiträge - nachdem sie 2013 erheblich abgesenkt wurden. Bis zu 40 Euro mehr im Monat sind damit mitunter fällig. Als Grund gab die Stadtverwaltung steigende Betriebs- und Personalkosten in den Kitas an. Weil die Gesamtbelastungen für eine Familie mit zwei Kindern damit jährlich um bis zu 800 Euro ansteigen, haben Elternvertreter Alarm geschlagen und Diskussion darum ausgelöst, ob die Stadt sich nicht an den Essens-Kosten beteiligen kann. Eine Lösung soll es dieses Jahr geben.

Die Betriebskosten für die Kindertagesstätten steigen und damit auch die Eltern-Beiträge: Allerdings lässt das Gesetz zur Förderung der Kitas den Städten und Gemeinden Spielräume. Eilenburg erhöht demnach auf 170 Euro für neun Stunden Krippenbetreuung. In Jesewitz wurde ein Mittelweg gefunden: Für die neunstündige Krippenbetreuung werden 180, für Kindergarten 105 und für den Hort 63 Euro fällig. Die Gemeinde Doberschütz stellt sich auf zusätzlichen Bedarf an Betreuungszeiten ein. Ab Januar kann der Nachwuchs bis zu zehn Stunden in Kita-Obhut gegeben werden. Das bedeutet auch zusätzliche Elternbeiträge. So sind künftig für das erste Kind in der Krippe 200 Euro im Monat für zehn Stunden zu zahlen. Für neun Stunden stehen 180 Euro, für sechs 120 Euro und 90 Euro für 4,5 Stunden in an. Im Kindergarten sind für zehn Stunden Betreuungszeit 100,72 Euro zu zahlen. Auch Zschepplin hat die Beiträge für die vier Kitas erhöht. Ab 2015 müssen Eltern unter anderem für eine Neun-Stunden-Betreuung monatlich für das erste Krippen-Kind 194 statt bisher 177 Euro, im Kindergarten 117 statt 106 Euro und im Hort 68 statt 62 Euro für sechs Stunden Betreuung fürs erste sowie 40,80 Euro fürs zweite Kind zahlen.

In Eilenburg steigt die Grundsteuer B für bebaute oder bebaubare Grundstücke und Gebäude. Der Hebesatz - derzeit 400 von Hundert - liegt unter dem für die Berechnung der Schlüsselzuweisung verwendeten Nivellierungshebesatz von 412,5 v.H. In anderen Städten in Nordsachsen gelten folgende Hebesätze: Delitzsch 450 v.H., Oschatz 420 v.H., Schkeuditz 390 v.H. sowie Taucha 430 v.H. Die Hebesätze der Grundsteuer A (300 v.H.) und der Gewerbesteuer (400 v.H.) sollen gegenüber den Vorjahren unverändert bleiben.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.01.2015
red

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