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Der Traum vom eigenen Haus: Immer mehr Bauwillige rund um Eilenburg

Der Traum vom eigenen Haus: Immer mehr Bauwillige rund um Eilenburg

Die Orte rund um Eilenburg sind nach wie vor mit Bevölkerungsverlusten konfrontiert. Junge Familien können zurzeit aber mit günstigem Bauland und guten Bedingungen für die Finanzierung ihres Traums vom eigenen Häuschen angelockt werden.

Eilenburg. Doch gibt es dafür eigentlich ausreichend Platz?

In der Muldestadt selbst sind zuletzt ausgewiesene neue Wohngebiete wie am Alten Mittelweg schnell besetzt gewesen. Aber nicht weit davon, an der Leipziger Höhe, sind Baugrundstücke zu vergeben und es wurden zuletzt auch drei größere Grundstücke an der Straße der Jugend auf den Markt gebracht. In den Ortsteilen ist das Angebot rarer. Dort sind seitens der Stadt neuerdings auch drei Areale in Kospa-Siedlung im Angebot. "Die Nachfrage nach Grundstücken im Leipziger Umland hat sich insgesamt verstärkt und es ist deshalb weniger auf dem Markt", hat Immobilienmaklerin Christa Wild beobachtet. Viele Bauwillige wollten und könnten 200 bis 300 Euro, die unmittelbar in der und um die Pleißestadt für den Quadratmeter aufgerufen werden, nicht bezahlen. In Eilenburg schlägt der Quadratmeter mit um die 55 Euro zu Buche, in den Landgemeinden gelten 25 bis 30 Euro als real. Trotzdem gibt es Ladenhüter, weiß die Immobilienfachfrau: "Wenn die Anbindung nicht stimmt, wird es schwierig." Bauwillige achten auf die Infrastruktur. Die kann es auf dem Land dank Busverbindung, Schulen, Kitas und Einkaufsmöglichkeiten durchaus geben.

"Wir haben schon eine erhöhte Bauaktivität in der Gemeinde", stellt der Jesewitzer Bürgermeister Ralf Tauchnitz (WV) fest. Immerhin sei die Einwohnerzahl nun wieder über die 3000er-Marke geklettert. "Das Wohngebiet Zum Feldblick in Weltewitz ist zum Beispiel weitgehend dicht, am Bahnhof in Gordemitz ist nur noch vereinzelt etwas frei." Platz sei dagegen noch im Gebiet "Am Schilfteich" in Gotha und auch in Groitzsch wartet ein privat entwickeltes Gebiet auf Bauwillige. "Wir nehmen nach wie vor jeden mit Kusshand", erklärt Tauchnitz. Auch einige Lücken-Grundstücke werden auf dem Gebiet der Gemeinde immer noch angeboten.

In der Nachbargemeinde Zschepplin, die unter 3000 Einwohner gerutscht ist, sind in Naundorf sowie in Hohenprießnitz am Prallhang noch kommunale, aber auch private Bauplätze zu haben, deren Zahl sich im vergangenen Jahr reduziert hat, wie in der Verwaltung zu erfahren ist. So vermarkten private Eigentümer in Naundorf nur noch in der Bahnhofstraße eine Lücke. Für solche in Krippehna und Glaucha stünde noch die Beurteilung der Bauordnungsbehörde im Landratsamt aus. Neue Gebiete würde die Gemeinde erst vorbereiten, wenn die Lückenbauten geschlossen sind.

Auch in der Gemeinde Doberschütz sei die Nachfrage nach Bauplätzen nach wie vor groß, so Bürgermeister Roland Märtz (CDU). "Für die, die anklopfen und bleiben oder künftig dort wohnen wollen, sollten wir Sicherheiten schaffen." Märtz hofft am Grunaer Damm ein neues Wohngebiet erschließen zu können. Die Gespräche mit den Grundeigentümern stünden jetzt an. Auch im Mischgebiet am Gewerbegebiet könne neues Wohnbauland ausgewiesen werden. Auf zwei Wegen: Entweder die Gemeinde erwirbt und vermarktet oder der Eigentümer erledigt das, nachdem das Gebiet überplant wurde. Aber das sei "noch nicht in dem Topf, wo es kochen soll", so Märtz. Die 4100-Einwohner-Gemeinde mit 50 "Abgängen" pro Jahr - weniger wegen Abwanderung - sieht sich im Zugzwang. Der Nachbar Mockrehna ist mit leichten Schwankungen bei knapp über 5000 Seelen etwas besser aufgestellt, bemüht sich ebenfalls, Bauwilligen noch vorhandene Grundstücke zu vermitteln.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.04.2015
lis/kr

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