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Die Hexenbesen fliegen wieder

Die Hexenbesen fliegen wieder

Zehn donnernde Kanonenschläge kündeten vom Beginn der 14. Walpurgisnacht auf dem Eilenburger Burgberg. Traditionell erledigt von den Doberschützer Schwarzpulverkanonieren.

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Walpurgisnacht lockt Hunderte auf den Eilenburger Burgberg.

Quelle: Steffen Brost

Eilenburg. Zu dieser Zeit war der Festplatz am Burgberg schon gut gefüllt. Überall sprangen verkleidete Hexen, Vampire und Fledermäuse herum. Dicht an dicht drängten sich die Besucher und verfolgten das Geschehen auf der Bühne. Der Auftaktpart war Sache der Sportler der Abteilung Gerätturnen des SV Lok Eilenburg mit einem kunterbunten Programm.

Und sie hatten so einiges zu bieten. Sie zeigten ihr Können nicht nur auf der Bodenmatte sondern hatten auch das Fliegen über das Trampolin gut im Griff. Später folgten noch die Eilenburger Tanzgruppen und der Fanfarenzug. Mit zufriedener Miene spazierte Burgvereinsvorsitzende Steffi Schober über den Platz und freute sich über das bunte Treiben. "Es ist schön, das solche Feste immer wieder gut angenommen werden. Allerdings sind solche Aktivitäten nicht denkbar, wenn nicht alle an einem Strang ziehen würden.

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Eilenburg. Zehn donnernde Kanonenschläge kündeten vom Beginn der 14. Walpurgisnacht auf dem Eilenburger Burgberg. Traditionell erledigt von den Doberschützer Schwarzpulverkanonieren.

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An dieser Stelle möchte ich mich über das jahrelange Teamwork bei Stadt, Technischen Hilfswerk, Feuerwehr, Polizei, Rotes Kreuz und allen beteiligten Vereinen und Organisatoren bedanken. Ohne deren großes Engagement wäre dieses Volksfest gar nicht durchführbar", lobte Schober in höchsten Tönen. Vieles konnten die Besucher an diesem Abend erleben. So hatte der Burgverein auf dem Weg zum Sorbenturm eine Hexenolympiade aufgebaut. An verschiedenen Stationen galt es Geschicklichkeit, Mut und Können unter Beweis zu stellen. Hatte man die vielen Stufen im Sorbenturm erklommen, wurden die Besucher von Oberhexe Steffi Prätz begrüßt, die jede Menge Gruselgeschichten vorlas. Denen lauschten auch Hannah Gräber und Lea Millemann aus Paschwitz. Beide Teenager hatten sich passend zur Walpurgisnacht als Hexen verkleidet. "Wir sind eigentlich jedes Jahr dabei. Uns macht es Spaß mit Freunden zu treffen und etwas zu erleben", erzählte die 13-jährige Hannah. Auf der Festwiese flanierten die Gäste von Stand zu Stand und ließen sich mit Lukullischem wie Bratwurst oder Hexensuppe verwöhnen. "Die Spinnengalle und Teufelssuppe haben wir mit allerlei Kräutern und geheimnisvollen Mixturen gebraut. Den Leuten schmeckt sie.

Wir mussten schon den zweiten Kessel aufsetzen", freute sich Stefanie Riedl über den Appetit. Gleich nebenan hatte der Eilenburger Altairverein sein großes Fernglas aufgebaut. "Wir suchen am Himmel nach fliegenden Hexen, Vampiren und Fledermäusen. Wer Interesse hat, dem zeigen wir natürlich auch das Himmelsbild mit Sternen und Planeten", erklärte Vereinsvorsitzender Lars Rohland augenzwinkernd. Neugierig verfolgten die Besucher auch die Vorführungen von Schmied Roger Widdermann aus Hohenprießnitz. Der hatte sich an diesem Abend Verstärkung in Form von Enkel Mikosch mitgebracht. Der Siebenjährige versuchte sich im schmieden und schlug unter der Anleitung seines Opas in Windeseile einen kleinen Eisenhaken. Gleich daneben drängelten sich Groß und Klein am Feuer wo man an langen Stäben Knüppelkuchen backen konnte. Letzter Höhepunkt war das Entzünden des großen Hexenfeuers. Noch bis spät abends wurden unter Zelten Spinnen und Gipsfiguren gebastelten und bemalt, ehe die Unterstände als Schutz vor dem großen Regen herhalten mussten. Vom schlechten Wetter ließen sich die Eilenburger jedoch nicht vertreiben. Bis spätabends wurde fröhlich gefeiert und den Klängen des Duo Zollfrei auf der Bühne gelauscht.

Steffen Brost

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