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Eilenburg Diskussion um Edeka-Ansiedlung in Eilenburg geht weiter
Region Eilenburg Diskussion um Edeka-Ansiedlung in Eilenburg geht weiter
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00:37 13.04.2018
Blick auf die Ziegelstraße in Eilenburg. Für die Zufahrt zum neuen Edeka-Gelände (rechts) soll ein Kreisverkehr entstehen. Quelle: Wolfgang Sens
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Eilenburg

Die Auseinandersetzungen um die Edeka-Ansiedlung an der Ziegelstraße und den Standort Schondorfer Mark, ehemals Marktkauf, gehen weiter. Im Eilenburger Rathaus wird davon ausgegangen, dass bis zum Sommer Baurecht auf dem Gelände des einstigen ECW-Kraftwerks besteht und Edeka loslegen kann. In der Stadtratssitzung am Montag wurde die öffentliche Auslegung des überarbeiteten Bebauungsplanes beschlossen. Die soll ein letzter Schritt auf dem Weg zum Baurecht für den Vollsortimenter sein. Erneut tauschten Befürworter und Gegner ihre Argumente aus.

Diskussionspunkt Handelslandschaft: Carsten Ott von der Bürgerinitiative Pro Schondorfer Mark verwies auf das Szenario, wenn sowohl der Vollsortimenter an der Ziegelstraße entsteht und der Marktkauf-Standort, der seit drei Jahren leer steht, revitalisiert wird: „Das würde eine massive Zerstörung der Einzelhandelslandschaft nach sich ziehen.“ Wie könne sich die Stadt sicher sein, dass das nicht eintritt? „Aus der Beobachtung der Wirtschaft und der Gespräche mit potenziellen Investoren“, sagte Petra Zimmermann, Leiterin des Baubereichs. „Am Marktkauf-Standort gibt es eine bezugsfertige Immobilie, in die bereits über drei Jahre niemand einzieht. Das ist Zeichen genug“, merkte Oberbürgermeister Ralf Scheler (parteilos) an. „Wir arbeiten an der Umsetzung der Baugenehmigung von 2015“, vermeldete indes Georg Sehling gegenüber der LVZ, ohne jedoch konkrete Ansiedlungen zu nennen. „Mit Marktkauf hatte es noch wesentlich mehr Einzelhandelsstandorte gegeben“, stellte Christiane Prochnow (Die Linke) fest. „Es ist richtig, eine Wiederbelebung der Schondorfer Mark hätte wesentlichere Auswirkungen als die Ansiedlung in der Ziegelstraße. Aber genau dafür kämpfen sie“, hielt die Baubereichsleiterin dagegen.

Diskussionspunkt Baumarkt: Der Notarvertrag über den Grundstückskauf mit Edeka legt auch die Ansiedlung eines Baumarktes fest, bestätigte Scheler auf eine entsprechende Frage Otts. Zwar besteht ein langfristiger Mietvertrag mit Toom an der Schondorfer Mark, doch der sei kurzfristig zu lösen: „Toom kann innerhalb von drei Monaten dort weg“, so Scheler. Allerdings inzwischen nicht mehr so leicht, sagte Sehling nach der Ratssitzung. Es gebe inzwischen einen bindenderen Vertrag.

Diskussionspunkt Verkehrslösung: Für die Zufahrt zum Edeka-Gelände soll ein Kreisverkehr entstehen. In Verbindung mit der zirka 100 Meter entfernten Ampelanlage in Richtung Lidl könnte es zum Rückstau kommen, so Stadtrat Carsten Schäfer (CDU). Mit dem Landkreis, zum dem die Straße gehört, sei besprochen, dass die Ampelanlage so programmiert wird, dass das vermieden wird, erläuterte Scheler. Bisher sei eine Kreisel-Lösung, die Lidl mit einbindet, nicht zustande gekommen „Es muss eine saubere Lösung geschaffen werden. Wenn Fahrzeuge mit Sondersignal durchmüssen, gibt es bei Stau keine Ausweichmöglichkeit“, sagte Hans Poltersdorf (CDU). Seine Fraktionskollegin Steffi Schober wollte den Offenlage-Beschluss vertagen: „Aufgrund der Unstimmigkeiten beim Kreisverkehr, der mangelnden Abstimmung mit Lidl und offener Fragen.“ Das lehnte die Mehrheit der Räte ab und stimmte am Ende für die Auslegung.

Der Bebauungsplan-Entwurf soll vom 7. Mai bis zum 7. Juni öffentlich zur Einsichtnahme im Rathaus ausgelegt werden.

Von Heike Liesaus

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