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Doberschütz hat die erste Naturpark-Schule in Sachsen

Der Natur auf der Spur: Doberschütz hat die erste Naturpark-Schule in Sachsen

Ein Jahr hat die Grundschule Doberschütz um den Titel Naturparkschule gekämpft. In Kooperation mit dem Naturpark Dübener Heide wurden Kranich und Reh entdeckt, Bäume gepflanzt und Nistkästen gebaut. Außerdem wird mit einem Imker ein Bienenvolk betreut – und dafür gab es zur Titelverleihung nun auch das passende Geschenk.

Das neue Schild zeigt es: Die Grundschule in Doberschütz ist jetzt Naturpark-Schule. Jona Finn Eckelmann (7) darf eine Schraube eindrehen.

Quelle: Wolfgang Sens

Doberschütz. Zertifizierte Naturparkschule wird man nicht jeden Tag. Die Doberschützer Grundschule hatte sich deshalb einiges einfallen lassen und die offiziellen Ansprachen in Theaterstück und Kinderfest eingebettet. Und damit all die Aufregung auch verdaut werden konnte, gab es am Montag zudem ein gemeinsames Frühstück der 98 Schüler mit allen Gästen. Dass es zu diesem wiederum echten Doberschützer Grundschulhonig gab, war kein Zufall. Denn in der ersten Naturparkschule Sachsens betreuen die Kinder schließlich gemeinsam mit einem Imker ein Bienenvolk.

Der Natur ein bisschen mehr helfen

Doch Naturparkschule bedeutet weit mehr. „Wir helfen der Natur jetzt ein bisschen mehr als andere Schulen“, fasste Viertklässlerin Charlize Berger zusammen. Sie wusste zudem vom Pflanzen von Bäumen zu berichten. Ihr Klassenkamerad Lennox Pfundt ergänzte: „Wir haben in der Winkelmühle aber auch Nistkästen gebaut.“ Der Besuch der Vogelschutzwarte in Leipzig blieb dagegen Leni Richter besonders in Erinnerung. Und dass sie „vom Naturparkhaus in Bad Düben bis nach Sachen-Anhalt gewandert sind“, fand Lina Pabst aufregend. In Reimform berichteten die Grundschüler zudem vor den Gästen „vom Entdecken von Kranich und Reh, vom Schleichen mit dem Fernglas um den Morellensee“ oder auch von ihrer Müllsammeltour. „Wir konnten es kaum fassen, was die Menschen in der Natur alles liegen lassen“, hieß es da.

Ohne Partner geht es nicht

Ohne Kooperationspartner gehen solche Projekte nicht. Mit Axel Mitzka, Vorsitzender des Naturpark-Vereins Dübener Heide, der wiederum Träger des Naturparks ist, war der wichtigste Partner vor Ort. Er brachte mit einer überdimensionierten, geschnitzten Biene ein passendes Geschenk mit. „Das Kunstwerk ist im vergangenen Jahr beim Skulpturenwettbewerb in Tornau entstanden“, sagte er. Es wird nun sicher einen ebenso exponierten Platz erhalten wie die Urkunde, die Harri Richter vom Verband Deutscher Naturparke überreichte und die jetzt an der Schuleingangstür hängt. Harri Richter verwies darauf, dass die aus Österreich stammende Idee inzwischen bereits von 38 Schulen in zehn Bundesländern umgesetzt wird. Das Projekt Naturparkschulen sei zudem erst jetzt bei der Woche der Umwelt in Berlin vorgestellt worden. „Denn das Netzwerk Naturparkschulen soll weiter wachsen.“

Das Feuer am Lodern halten

Die Doberschützer, die den Titel zunächst für fünf Jahre verliehen bekommen haben, würden dabei gerne mit ihren Erfahrungen helfen. Schulleiterin Ingetraut Reiche konnte zur Titelverleihung schließlich ihrerseits etliche Gäste begrüßen, „die uns ermutigt und unterstützt haben“. Das notwendige Ideen-Feuer in Sachen Naturparkschule hatte übrigens Bürgermeister Roland Märtz (CDU) entfacht. „Doch die Eltern und Lehrer“, so hob dieser hervor, „haben das notwendige Holz beigesteuert, und die Kinder haben immer kräftig geblasen, damit es am Lodern bleibt.“ An die vielen „Leute im Hintergrund“ erinnerte Anne Heberle, Referentin im sächsischen Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft. „Ich freue mich mit euch, draußen forschen zu können.“ Landrat Kai Emanuel (parteilos) sagte es sogar noch kürzer: „Lebt einfach eure Heimat.“

Von Ilka Fischer

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