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Eilenburg Doberschützer Bürgermeister Roland Märtz äußert sich erstmals zum Teer-Anschlag
Region Eilenburg Doberschützer Bürgermeister Roland Märtz äußert sich erstmals zum Teer-Anschlag
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13:00 11.02.2017
Unbekannte haben unlängst in Doberschütz ein Auto des CDU-Kreisverbandes sowie den Wagen von Bürgermeister Roland Märtz (CDU) mit einer dunklen Flüssigkeit übergossen. Quelle: privat
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Doberschütz

Nach dem Teer-Anschlag Ende Januar in Doberschütz, als Unbekannte im Umfeld der Sitzung des CDU-Kreisvorstandes zwei Fahrzeuge mit der schmierigen Masse übergossen, hat sich jetzt der Doberschützer Bürgermeister Roland Märtz (CDU) in einer persönlichen Erklärung zu Wort gemeldet. „Der Anschlag auf mein Privatauto war kein Anschlag auf meine Person, sondern ein Anschlag gegen das Amt des Bürgermeisters der Gemeinde Doberschütz. Wenn wir als Gesellschaft es nicht mehr schaffen, mit demokratischen Mitteln unsere Meinungsverschiedenheiten auszutragen, dann glaube ich, haben wir als Menschen in dieser Gesellschaft verloren. Heute ist es das Auto des Bürgermeisters, morgen brennt ein Haus und übermorgen tragen wir den ersten Bürger unserer Gemeinde Doberschütz zu Grabe“, so Märtz.

Ein schlechtes Beispiel seien zudem die Vorfälle beim Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Dortmund und RB Leipzig. Die Polizei, so Märtz, schilderte, es hätte eine „extreme Aggressivität und Gewaltbereitschaft“ der Dortmunder Anhängerschaft gegeben. „Ich glaube nicht, das es eine extreme Aggressivität, sondern vielmehr, dass es blanke Kriminalität ist. Wenn man mit Plakaten zur Gewalt aufruft, wie beispielsweise zum Werfen von Pflastersteinen, dann ist dies kriminell und muss bestraft werden.“

Er wolle mit seinem Statement, das er am Donnerstagabend zu Beginn der Gemeinderatssitzung vortrug, alle Demokraten zur Wachsamkeit und Toleranz aufrufen. Mit Blick auf die am 12. März in der Gemeinde Doberschütz anstehende Bürgermeisterwahl wünsche er sich „persönlich einen friedlichen Wahlkampf, der von Menschlichkeit geprägt ist.“ Märtz tritt zum sechsten Mal für das Amt des Bürgermeisters an.

Von Kathrin Kabelitz

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