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Eilenburg Doberschützer Grundschule wird mit einem Container erweitert
Region Eilenburg Doberschützer Grundschule wird mit einem Container erweitert
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05:00 06.12.2016
In der Doberschützer Grundschule wird es eng. Im nächsten Schuljahr wird ein neuer Klassenraum als Container aufgestellt. Quelle: Karin Rieck
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Doberschütz

In der Doberschützer Grundschule wird es eng. Der Gemeinderat gab dieser Tage mit einer Gegenstimme grünes Licht für ein zusätzliches, 50 Quadratmeter großes Klassenzimmer. Das soll als Container mit einem kleinen Vorraum, Garderobe und einem zehn Quadratmeter großen Sanitärbereich zwischen Hauptgebäude und Schulgarten aufgestellt werden. Und zwar zunächst als Mietobjekt für fünf Jahre bis Ende 2021. Für Miete, Versicherung, An- und Abtransport, Kran und Bauantrag entstehen der Gemeinde für einen Zeitraum von 20 Monaten Kosten in Höhe von rund 88 000 Euro ins Haus.

Umwidmung des Lehrerzimmers wird abgelehnt

„Die letzte Beratung mit den Lehrern und Eltern ergab außerdem, dass eine Umwidmung des Lehrerzimmers zum Klassenraum keine Lösung darstellt“, erklärte Bürgermeister Roland Märtz (CDU). Die Pädagogen könnten ihre Aufsichtspflicht besser wahrnehmen, wenn im Haupthaus der Naturparkschule die Nähe zu den dort bestehenden zurzeit fünf Klassen mit insgesamt knapp 100 Schülern erhalten bleibt. Zwischenzeitlich sei auch im Gespräch gewesen, den Container für die Lehrer zu nutzen, so Märtz. Doch das fand keine Zustimmung.

„Etwa 2021 gehen die Geburtenzahlen wieder zurück. Dann erwarten wir die letzte doppelzügige Klassenstufe“, erinnerte der Bürgermeister nach dem Ratsbeschluss an Diskussionen vorab im Verwaltungsausschuss. Nach 2021 sei wieder mit etwa der Hälfte der Kinder pro Klassenstufe zu rechnen. Denn bekanntlich setzt dann ein weiterer Geburtenknick ein. Viele junge Frauen, inzwischen in dem Alter, um an Nachwuchs zu denken, wanderten nach der Wende mit ihrem Familien aus dem Osten gen Westen und gründeten dort einen neuen Lebensmittelpunkt.

Steigende Schülerzahlen für drei Jahre

Für die nächsten drei Schuljahre wird in Doberschütz dennoch mit der Anmeldung von Schülerzahlen gerechnet, die über den Klassenteiler von 28 hinausgehen und jeweils zwei neue Klassen bedeuten. Mit einem Schulanbau und der Turnhallensanierung hatte sich die Gemeinde schon ab 2012 auf die Verbesserung der Lernbedingungen eingestellt. „Dafür war die seinerzeit gültige Schulnetzplanung des Landkreises die Grundlage“, so Märtz. Zum wiederholten Mal wurde aber auch in der jüngsten Ratssitzung Kritik daran laut, dass sich die Gemeinde hätte eher auf die aktuellen Entwicklungen einstellen müssen. Nunmehr wird erneut voraus geblickt. Die gestiegene Nachfrage junger Familien nach Bauplätzen in der Gemeinde und im Umfeld rücke zu gegebener Zeit möglicherweise einen Schulzweckverband mit der Nachbarkommune Eilenburg in den Fokus. Und mit künftigen Zuzügen ins neue Eilenburger Wohngebiet am Grünen Fink vielleicht sogar einen Schulneubau auf die Tagesordnung, so der Bürgermeister.

Von Karin Rieck

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