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Eilenburg Doberschützer Kinder entdecken mit Indianergeheul und Spinne Bücherwelt
Region Eilenburg Doberschützer Kinder entdecken mit Indianergeheul und Spinne Bücherwelt
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00:19 13.07.2017
Bibliothekarin Birgit Pohlenz beim Vorlesen der Geschichte von der Spinne Widerlich. Quelle: Ilka Fischer
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Doberschütz

Indianergeheul weist den Weg in die Doberschützer Bibliothek. Die Vierjährigen aus der nahen Kindertagesstätte haben sich an diesem heißen Sommertag zwischen den Bücherregalen eingerichtet, aus einem faltbaren Buch eine Festung gebaut, die es nun einzunehmen gilt. „Erst mal ein wenig stöbern und ankommen lassen“, erklärt Bibliotheksleiterin Birgit Pohlenz, bei der zehn Knirpse des Doberschützer Kindergartens mit ihrer Erzieherin Steffi Hindemith zu Besuch sind. „Wir wollen“, so Birgit Pohlenz, „die Kinder frühzeitig für Bücher und das Lesen interessieren.“ Deshalb habe die Bibliothek für verschiedene Altersstufen entsprechende Angebote, biete für die Erst- und Zweitklässer als Ganztagsangebot Erkundungen der Lesewelt mit Rabe Fridolin an oder nehme an bundesweiten Aktionsprogrammen wie Kilian (Kinderliteratur anders) teil.

10 000 verschiedene Medien

340 Leser zählt die Gemeindebibliothek, die noch von Eleonore Knöfel und Christine Kortüm in Paschwitz und Wöllnau ehrenamtlich betreute Außenstellen hat. „10 000 Medien, neben Büchern auch Filme, Hörspiele und Brettspiele, stehen bereit“, so Birgit Pohlenz. Für 2018 hofft sie auf Fördermittel für den Aufbau einer Onleihe. Derzeit seien aber noch Bücher, wie die mit den Leipziger Geschichten von Bernd Lutz-Lange oder die humorvollen Alltagsgeschichten von Renate Bergmann der Renner, erzählt sie. Doch das interessiert den jüngsten Lesenachwuchs noch nicht. Auf die Frage: „Hört ihr gerne Geschichten?“, kommt aber das erwartete laute „Ja“.

Mit der Spinne Widerlich, die auf dem Bauernhof Ferien macht, tauchen die Vierjährigen, auf Kissen liegend und sitzend, in die Bücherwelt ein. Dass sich die Ferkel mit Dreck waschen, erfahren die Kinder mit der Spinne gemeinsam. Doch mit der Frage, wer denn das Kikeriki schreit, kann Birgit Pohlenz die Landmäuse nicht in Verlegenheit bringen. Mehrstimmig schallt es zurück: „der Hahn“.

Traktorbuch ist der Renner

Am Ende dürfen sich die Kinder ein Buch aus der Leserstart-Aktion des Bundesministeriums für Bildung aussuchen. Vielleicht liegt es ja an der Bauernhofgeschichte, dass das Traktorbuch, das zudem das dickste ist, am meisten gefragt ist.

Auch Viktoria Zgodda hat sich dieses ausgesucht und verkündet zudem stolz: „Ich war schon mal mit Mama hier.“ Mathilda Göhler verrät, dass ihr der Papa vorliest. „Am meisten mag ich die Nachtgeschichten mit der Meerjungfrau und den Hexen.“ Eliot Dietrich entschied sich dagegen für das Buch vom Hund, der ganz mutig ist. Dass sie die Bücher zu Hause mit ihren Eltern lesen, hoffen nun Birgit Pohlenz und Steffi Hindemith. Reichlich weiteres Lesefutter gebe es danach auf jeden Fall in der Doberschützer Bibliothek.

Von Ilka Fischer

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