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Eilenburg Doberschützer Schulleiterin Ingetraut Reiche geht in den Ruhestand
Region Eilenburg Doberschützer Schulleiterin Ingetraut Reiche geht in den Ruhestand
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17:47 22.06.2017
Ingetraut Reiche, Leiterin der Grundschule in Doberschütz, geht jetzt in den Ruhestand. Quelle: Wolfgang Sens
Doberschütz

Die Schüler der 2 a in der Naturparkschule Doberschütz sind begeistert. Sie dürfen mit auf das Abschiedsfoto von ihrer Frau Reiche. Ingetraut Reiche bekommt dabei nicht nur so manche Umarmung, sondern auch gleich noch ein Poesiealbum in die Hand gedrückt. „Klar, schreibe ich Dir was rein“, versichert die 63-Jährige. Am 31. Juli ist ihr letzter Arbeitstag als Schulleiterin, Grundschullehrerin, Baumanager, Kümmerin für alles.

Chefin, die erst fragt und dann entscheidet

Nicht nur die Schüler können sich das im Moment noch nicht so richtig vorstellen. Karin Herfurt, die etliche Jahre in Schöna, Mockrehna und Doberschütz mit und unter ihrer Leitung gearbeitet hat, bekommt schon jetzt Gänsehaut, wenn sie nur daran denkt. „Sie ist eine sehr ruhige, ausgeglichene Schulleiterin, die alles zusammenhält, die erst fragt und dann entscheidet und sich auch hinter ihre Kolleginnen stellt.“ Sie sei zudem für so manche Überraschung gut gewesen. So hätte es beispielsweise zum Lehrertag auch mal eine Rose oder zum Nikolaus eine Kleinigkeit gegeben

Ingetraut Reiche wuchs in Audenhain auf, hat hier und in Mockrehna die Schule besucht. Nach ihrer Ausbildung am Lehrerinstitut in Leipzig kam sie 1974 als Lehrerin nach Schöna, wo sie nach der Wende 1991 Schulleiterin wurde. Als diese Schule 2001 geschlossen wurde, sei das schon „sehr, sehr krass“ gewesen. Sie unterrichtete dann in Mockrehna, übernahm aber auch vertretungsweise die Schulleitung der Heide-Grundschule in Bad Düben.

Schulumbau bei laufendem Betrieb

2007 kam die Paschwitzerin dann als Schulleiterin an die Doberschützer Grundschule. Wie schon in Schöna und Bad Düben war auch hier ihr Talent gefragt, Schulumbau bei laufendem Betrieb organisieren zu können. „Doch das Ergebnis lohnt jede Mühe“, ist Ingetraut Reiche überzeugt. So übergibt sie nun auch in Doberschütz eine moderne Schule, an der es im August erstmals sechs Klassen geben wird. Auch diesbezüglich ist alles geklärt, demnächst kommt der Klassenzimmer-Container, in den die Viertklässler einziehen. Schon Absprachen getroffen, das gilt zudem für die Theaterfahrt, die Faschingsfeier, das Projekt mit der Oper Leipzig oder für die Schulmilch im nächsten Jahr.

Noch kein richtiges Loslassen

Selbst in ihren letzten Arbeitstagen kommt Ingetraut Reiche nicht wirklich dazu, an den Ruhestand zu denken, den ihr Mann Frank schon genießt und von dem sicher auch ihre vier, allesamt ebenfalls in Paschwitz wohnenden Enkel profitieren. Das Traumziel Island soll es dann auf jeden Fall mal sein. Ansonsten sei sie mit ihrem Mann aber auch sehr gern in Deutschland unterwegs. „Dass ich jetzt nicht mehr in den Schulferien reisen muss, das werde ich genießen“, blickt sie voraus. Doch noch ist es nicht so weit. Da sie noch nicht weiß, wer ihr Nachfolger wird, möchte sie alles ganz klar strukturiert und aufgeräumt hinterlassen, zumal mit ihr auch noch zwei andere Lehrerinnen Doberschütz verlassen. Nur drei Kolleginnen bleiben damit vom jetzigen Team übrig. „Zumindest stehen alle sechs Klassenleiterinnen fest“, freut sie sich. Auch daran merkt man: So richtig loslassen, das kann sie noch nicht.

Von Ilka Fischer

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