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Eilenburg Doberschützer wollen kein schnelles Internet
Region Eilenburg Doberschützer wollen kein schnelles Internet
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14:46 19.05.2018
Der Glasfaserausbau in Doberschütz stockt erst einmal. Quelle: dpa
Doberschütz

Der Bedarf an ganz schnellem Internet ist offensichtlich doch nicht so groß wie gedacht. Zumindest hat das Vorhaben des Unternehmens Deutsche Glasfaser, Doberschütz, Sprotta und Sprotta-Siedlung komplett mit Glasfaser zu versorgen, einen Dämpfer erlitten. Denn bei der Nachfrageerhebung bekundeten nur 15 statt der notwendigen 40 Prozent Interesse an einen neuen Anschluss.

Theoretisch liegen in allen Ortsteilen 30 Mbit an

Das dürfte zum einen daran liegen, dass Doberschütz schon jetzt vergleichsweise gut versorgt ist. Denn auf dem Papier liegen nicht nur in diesen Orten, sondern in allen elf Doberschützer Ortsteilen 30 Mbit an. Obwohl das teilweise eine theoretische Größe ist, wurde Doberschütz deshalb auch bei dem geförderten und vom Landkreis organisierten Breitbandausbau nur mit einer Investitionssumme von 88 000 Euro für wenige Außenbereichen berücksichtigt. Das betrifft beispielsweise absolute Außenbereiche wie die Stallanlage und das Bahnwärterhäuschen in Doberschütz oder die Putenmastanlage in Sprotta.

Projekt Glasfaserausbau noch nicht am Ende

Zum anderen führt Bürgermeister Roland Märtz (CDU) das schlechte Ergebnis auf den zu technisch formulierten Brief zurück. „Damit“, so schätzt er ein, „konnten viele Leute nichts anfangen.“ Er sieht das Projekt Glasfaserausbau jedenfalls noch nicht am Ende. Im September soll es noch einmal einen Anlauf geben. Dann werde es statt Briefe auch öffentliche Informationsveranstaltungen für die drei Ortsteile geben.

Ausbau ab Sprotta-Siedlung technisch bedingt

Dass man dabei an den drei Ortsteilen Sprotta-Siedlung, Sprotta und Doberschütz festhält, hat technische Gründe. Denn das Glasfasersignal des Energieversorgers EnviaM, mit dem wiederum die Deutsche Glasfaser kooperiert, liegt derzeit bis Eilenburg-Ost. Es macht also Sinn, es von hier aus zunächst bis in jeden Haushalt der Orte Sprotta-Siedlung, Sprotta und Doberschütz zu ziehen. Doch zumindest vier von zehn Haushalten müssen es wollen. Offensichtlich hält man das bei dem Unternehmen Deutsche Glasfaser aber nicht für unmöglich. Eine Unternehmenssprecherin bestätigte jedenfalls gegenüber der LVZ, dass man das Projekt noch nicht ad acta gelegt habe.

Von Ilka Fischer

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