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Doppelzimmer auf dem Burgberg

Doppelzimmer auf dem Burgberg

Rund 700 000 Euro sind bereits in die Sanierung des alten Gefängnisses auf dem Eilenburger Burgberg geflossen. Und nun soll der baulichen Hülle Leben eingehaucht werden.

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Laut Machbarkeitsstudie sind sechs Doppel- und ein Einzelzimmer im Erdgeschoss möglich. Die Planungen müssen jetzt aber weitergeführt werden. Grafik: Giersdorff Architekten

Quelle: Uwe Giersdorff

Eilenburg. Der Stadtrat hat am Montag beschlossen, das Konzept analog der Machbarkeitsstudie des Eilenburger Büros Giersdorff Architekten zu ändern. Demnach sind jetzt Pension und Domizil für den Burgverein angedacht. Bis spätestens September müssen dem Fördermittelgeber - der Sächsischen Aufbaubank - das Konzept einschließlich Kostenberechnung sowie die weitere Zeitschiene zur Umsetzung vorgelegt werden. Mit dem Beschluss können die Planungen weitergehen.

 

 

Knapp vier Jahre ist es her, seit der Dachstuhl erneuert, das Dach gedämmt und neu gedeckt wurde. Ein großer Teil der Innen- und Außenwände wurde entsprechend des damaligen, nun aber nicht mehr haltbaren Konzeptes für den Umbau zu einem Vereinshaus vorbereitet. Das auf der Friedrichshöhe ansässige Büro Giersdorff Architekten sollte auf Grund des sich abzeichnenden Mangels an Beherbergungsmöglichkeiten, des sich gleichzeitig aber stetig entwickelnden Radtourismus untersuchen, ob Pension oder Hotel an dieser Stelle möglich wären.

Und das ist es. Laut der jetzt vorliegenden Machbarkeitsstudie soll das Erdgeschoss als Pension für Kurzzeit-Touristen, also für den durchreisenden Radfahrer oder den Paddler, der auf der Mulde unterwegs ist, mit etwa 13 Gästebetten (sechs Doppel- und ein Einzelzimmer) genutzt werden. Allen Zimmern wurden dabei separate Sanitärzellen zugeordnet. Erfahrungsgemäß sei diese Ausstattung auch bei einfachsten Herbergen gewünscht. Für einen längeren Urlaub in der Muldestadt sind die ganz einfach gehaltenen Zimmer allerdings nicht konzipiert. Im Obergeschoss würden das Büro des Burgvereins, ein kleines Archiv sowie ein größerer Mehrzweckraum untergebracht. Dieser könnte sowohl vom Verein genutzt als auch an größere Reisegruppen vermietet werden. Dazu gibt es im Dachgeschoss eine kleine Teeküche und Toiletten. Mit dem Burgverein wurde diese Variante abgestimmt. Im Erdgeschoss ist zudem eine öffentliche Toilette angedacht.

Der Bewirtschaftungsaufwand der Pension könnte sich im Rahmen halten, wenn zum Beispiel die Zimmer im Voraus im Internet zu buchen, zu bezahlen und vor Ort über einen Code zu öffnen wären. Zusätzlich könne es auch einen Kassenautomaten für spontane Gäste geben. Eine gastronomische Versorgung ist nicht angedacht, für die Verpflegung sei der Gast nach momentanem Bearbeitungsstand selbst verantwortlich. Die Stadt wird die Pension nicht selbst betreiben, ebenso wenig der Burgverein. Mit der Eilenburger Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft mbH laufen dazu bereits Gespräche.

Bei der Machbarkeitsstudie wurden mehrere Varianten untersucht. Der jetzt favorisierte Vorschlag ist der kostengünstigste und jener, der den Burgverein, der sich um den Burgbereich kümmert, am stärksten einbindet.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.06.2013

Kathrin Kabelitz

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