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Drei 16-Jährige starten durch: Auf dem Longboard von Eilenburg nach Berlin

Reise Drei 16-Jährige starten durch: Auf dem Longboard von Eilenburg nach Berlin

Großes Vorhaben für die letzte Ferienwoche: Die Eilenburger Janne Krellig, Leon Bär und Marcel Masri wollen mit ihren Longboards von Eilenburg nach Berlin fahren. Und das ist erst der Anfang.

Janne Krellig, Leon Bär und Marcel Masri (rechts) fahren mit ihren Longboards von Eilenburg nach Berlin.

Quelle: Wolfgang Sens

Eilenburg. Mit dem Longboard nach Berlin. Das ist das große Ziel von Janne Krellig, Leon Bär und Marcel Masri. Nachdem ihre Touren in den vergangenen zwei Jahren erst von Eilenburg nach Leipzig und später bis nach Dresden führten, steht in diesem Jahr die Hauptstadt als Ziel fest.

„Hauptsache eine Steigerung“, fasst Leon Bär die eigene Erwartung zusammen. Bis Freitag wollen die drei Eilenburger die Distanz von über 130 Kilometer nach Berlin zurücklegen. Auf ihren Longboards. Das heißt, das Brett ist länger und etwas breiter als ein Skateboard und die Räder sind größer. Dadurch ist das Longboard gelenkiger und besser geeignet, um schneller größere Distanzen zurückzulegen. Wie beim Skateboard muss es allein durch Muskelkraft angetrieben werden.

Drei Tage unterwegs

Überschätzen wollen sich die Jungs nicht. Denn die Tour nach Dresden im vergangenen Jahr lehrte sie bereits, was alles passieren kann. Zwei Tage Regen trieben die Drei bis zur Erschöpfung. „Wir konnten schon nach wenigen Stunden unsere Schuhe auswringen“, erzählt Janne Krellig. „In Meißen wollten wir dann eigentlich nicht mehr weiter.“ „Aber das gehört zu den Erlebnissen dazu“, relativiert Leon. Und so steckten die Eilenburger nicht auf. Der eigene Wille und der abschüssige Elberadweg führten die Jungs doch noch bis nach Dresden. Und als sie schließlich an der Frauenkirche ankamen: „Glücksgefühle pur“, berichtet Janne.

Daher denken die drei Longboarder in diesem Jahr größer: „Wir wollen nach Berlin.“ Rund 40 Kilometer haben sie sich pro Tag vorgenommen; die geeignetste Route per Google Maps ausgewählt und entlang der Strecke Hotels für die Nacht gebucht. „Wir haben alles selbst geplant“, erzählt Janne. Neben Fahrrad- und Wanderwegen nutzen sie auch Landstraßen. Für ihre Sicherheit sorgen Warnwesten an den Rücksäcken. Rund 90 Euro zahlen die Jungs von ihrem eigenen Geld. „Das ist es wert“, sagt Marcel Masri.

Hashtag Hauptstadttour

Die drei Eilenburger kennen sich vom Martin-Rinckart-Gymnasium. Da Marcel mittlerweile im brandenburgischen Falkenberg lebt, sehen sie sich nur selten. Und weil die Bundesländer unterschiedliche Ferienzeiten haben, können sie auch ihre freien Tage nicht mehr miteinander verbringen. Die Longboardtour halte sie daher auch als Freunde zusammen. Außerdem wollen Janne, Leon und Marcel „nicht nur vorm PC hocken, sondern die Sommerferien sinnvoll nutzen“. Sie sind sich einig: „Wir wollen jungen Menschen einfach zeigen, dass alles möglich ist, wenn sie nur daran glauben.“

Um auf sich aufmerksam zu machen und als gutes Beispiel voranzugehen, wollen die Eilenburger ihr Projekt über soziale Netzwerke bekannt machen. Nach dem Vorbild des Youtubers und Bloggers Felix von der Laden dokumentieren die drei Eilenburger ihre Tour und laden die Filme und Bilder unter dem Hashtag Hauptstadttour – also #hauptstadttour – über verschiedene Onlinekanäle hoch. Dadurch konnten sie bereits Sponsoren wie den Eilenburger Ordnungsservice „Papierkrempel“, das Büro der Deutschen Vermögensberatung von Christian Knöchel und den VfB Eilenburg gewinnen.

In diesem Jahr nehmen die Longboarder zusätzlich zu ihren Handys zwei Go-Pro-Kameras, die sie auf die Boards montieren, mit auf Tour. Damit wollen sie weitere Sponsoren gewinnen. Denn auch für die nächsten Sommerferien haben die drei Eilenburger schon Pläne. Dann soll es bis zur Ostsee gehen. Denn irgendwann wollen sie ihr ganz großes Vorhaben umsetzen: Eine Tour durch Deutschland – „von ganz oben bis nach ganz unten“, erzählt Janne.

Von Mathias Schönknecht

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