Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Eilenburg Dreikampf ums Eilenburger Rathaus: Ralf Scheler will als Parteiloser siegen
Region Eilenburg Dreikampf ums Eilenburger Rathaus: Ralf Scheler will als Parteiloser siegen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:48 19.05.2015
Ralf Scheler (50) geht als OBM-Kandidat ins Rennen. Quelle: Wolfgang Sens

Bis gestern war der Eilenburger Präsident der Handwerkskammer zu Leipzig. Er hat das Amt niedergelegt: "Ich will nicht für eine Körperschaft öffentlichen Rechts auftreten und gleichzeitig Wahlkampf als OBM-Kandidat machen. Das könne zu Irritationen führen", erklärt er gegenüber der LVZ.

Die Entscheidung für die Kandidatur sei für ihn keine Sache von heute auf morgen, sondern ein Prozess gewesen, so der 50-Jährige, der geschäftsführender Gesellschafter bei Schlüssel-Kratzsch in Eilenburg ist. "Ich wurde vielfach aus der Bürgerschaft und aus der Wirtschaft angesprochen." Wie berichtet, hatte Kreishandwerksmeister Matthias Voigt vorgeschlagen, ihn für die CDU aufs Schild zu heben. Doch Scheler unterlag in der Abstimmung knapp gegen Steffi Schober, die auch Partei-Mitglied ist.

Die CDU sei zwar nicht die einzige Organisation gewesen, die ihn kontaktierte, doch er fühle sich ihr verbunden, "wegen ihrer Nähe zum Mittelstand". Nun trete er eben ohne Partei im Hintergrund an. Ein freies Bündnis für Eilenburg soll gegründet werden. "Das Motto: 'einfach ehrlich'." Es liege nahe, dass sich nach wie vor auch einige Mitglieder der CDU-Ortsgruppe hinter ihn stellen.

80 Unterstützer-Unterschriften müssen gesammelt werden. Und auch wenn mittlerweile schon viele nachgefragt haben: Entsprechend der festgelegten Fristen dürfen die Listen dafür erst im März im Rathaus ausgelegt werden.

Doch warum sollten die Eilenburger ausgerechnet ihn wählen? "Ich habe überregional, landes- und bundesweit Vernetzungen in Politik und Wirtschaft, die ich einfach zum Wohle der Bürger unserer Stadt einsetzen kann und will", antwortet Scheler. "Andererseits bin ich Ur-Eilenburger, meine private und berufliche Entwicklung ging von hier aus." Er hatte im Ebawe Schlosser gelernt, später in Leipzig Maschinenbau studiert, war bei Straßen- und Tiefbau Eilenburg leitender Mitarbeiter, ist seit fast 20 Jahren mittelständischer Unternehmer.

Nach seinen Zielen gefragt, denkt er in Richtung Wirtschaft: "Ich möchte, dass wir es schaffen, in überschaubarer Zeit Wirtschaft und Verwaltung besser zu vernetzen. Die Verwaltung soll Dienstleister für Bürger und Wirtschaft sein und auch wissen, wie Wirtschaft tickt." Mehr Verknüpfungen sollte es auch zwischen Schulen, Vereinen und Wirtschaft geben. "Aus meiner zurückliegenden Arbeit kenne ich gut funktionierende Projekte, die sich in Eilenburg ebenfalls umsetzen ließen." Es gehe aber nicht allein um Arbeitsplätze, sondern besonders darum, Abwanderung zu stoppen sowie Zuzug attraktiv zu machen. "Es muss eine Art Marketing-Offensive geben, Standortvorteile müssen für die Stadtentwicklung und damit für alle Bürger, egal ob jung oder alt, zum Tragen kommen." Nach seiner Auffassung sollte ein Konzept für Eilenburg entwickelt werden mit der Zielrichtung: "Wo steht Eilenburg im Jahr 2025?" Denn auch eine Kommune stehe im harten Wettbewerb, nämlich mit allen umliegenden Städten. "Wir brauchen dafür Ideenreichtum, deshalb sollten sich alle, insbesondere auch die Jugend, dabei angesprochen und in der Pflicht fühlen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.12.2014
Heike Liesaus

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Es sollte eine der größten Biogas-Anlagen der Region werden. Doch jetzt ist die Baustelle weitgehend verwaist. Um die sieben riesigen Behälter, die in Sichtweite der B 87 bei Gordemitz in den vergangenen Monaten errichtet wurden, ist es ruhig geworden.

19.05.2015

Licht an in der Amsel: Das Vereinsheim der Eilenburger Kleingartenanlage Sewastopol ist wieder in Betrieb. Weil im Winter montags bis mittwochs Ruhetage im Plan stehen, kann jedermann nun ab Donnerstag rein.

19.05.2015

Eilenburg. Jahresabschluss: Bei der Freiwilligen Feuerwehr Eilenburg waren am Freitagabend schon die Lichter am Tannenbaum im Versammlungssaal angezündet - elektrische selbstverständlich.

19.05.2015
Anzeige