Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Eilenburg Drohnen-Test für die Deich-Kontrolle
Region Eilenburg Drohnen-Test für die Deich-Kontrolle
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:31 24.05.2015
Axel Weckschmied führt einen Hexacopter Vertretern vom Katastrophenschutzstab des Landkreises, vom THW und Hainichener Anwohnern vor. Quelle: Heike Liesaus
Anzeige
Eilenburg

Das soll schließlich friedlichen Zwecken dienen: Es kann Kameras tragen und so helfen, Deiche während eines Hochwassers besser im Blick zu behalten. Die Vorführung des ferngesteuerten, fliegenden Auges am Deich im Eilenburger Ortsteil Hainichen war vom Technische Hilfswerk organisiert. Inez Laaser hatte während des Dienstes beim Hochwassers 2013 im Katastrophenschutzstab des Landratsamtes erlebt, wie schwierig es ist, Bilder von der Lage vor Ort zu erhalten. Natürlich haben Deichläufer diese im Blick, sie geben ihre Beobachtungen an den Stab weiter. Doch irgendwann sind die Schutzbauwerke aufgeweicht, soll niemand bei den Kontrollen Gefahren ausgesetzt werden, kann Beobachtung aus der Vogelperspektive die bessere Lösung sein. Doch Helikopter stehen nicht unbegrenzt zur Verfügung, müssen von Bundeswehr oder Polizei angefordert werden. Noch dazu ist zu befürchten, dass Luftwirbel, die die Rotoren verursachen, fragile Deich weiter schädigen, erklärte Laaser. Weckschmied versucht, mit seinem Ingenieurbüro preisgünstige, solide Lösungen für derartige Zwecke zu entwickeln. Diese Hexacopter bewähren sich auch in der Maiszünsler-Bekämpfung, ebenso bei der Inspektion von Stromleitungen und Windkraftanlagen. Sie hatten bereits zur Großübung "Elbnebel" ihren Einsatz. Die Landkreis-Dezernenten Angelika Stoye und Kay Emanuel, Umweltamtsleiterin Antje Brumm vom Landratsamt und Torsten Pötzsch, Verbindungsoffizier für zivil-militärische Zusammenarbeit, sahen sich nun in Hainichen an, wie Weckschmied das Gerät über den derzeit trockenen Deich und das Siel steuerte, wie die Bilder übertragen wurden. Ob und wann solche Geräte angeschafft werden oder ob solch eine Leistung eingekauft wird, steht in den Sternen. "Die relativ niedrigen Anschaffungs-Kosten sind das eine", so die Bilanz von Angelika Stoye. "Aber es ist zu bedenken: Wer kann die Steuerung im Fall des Falles übernehmen und welche neuen Möglichkeiten erschließen sich tatsächlich damit?"

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.05.2015
Heike Liesaus

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Zur Generalprobe für ein ganz besonderes Jubiläumskonzert am Pfingstsonntag trifft sich die Eilenburger Martin-Rinckart-Kantorei heute Abend noch einmal in der Stadtkirche St.

23.05.2015

Er ist riesig und aus Holz. Meister Petz steht am Bienenhaus im Eilenburger Tierpark. In seinem Rücken gibt's ein großes Loch. Das ist mit einer Glasscheibe versehen und außerdem mit einem Türchen verschließbar.

22.05.2015

Zig Millionen Euro sind seit Anfang der 1990er Jahre über die diversen Städtebau-Förderungen nach Eilenburg geflossen. Geld, das an vielen Stellen dafür gesorgt hat, dass sich das Stadtbild gravierend änderte.

22.05.2015
Anzeige