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Ehemalige Wartehalle im Eilenburger Bahnhof wird zum Showroom

Investition Ehemalige Wartehalle im Eilenburger Bahnhof wird zum Showroom

Vor vier Jahren hat die Deutsche Bahn AG den alten Bahnhof an ein Eilenburger Unternehmen verkauft. Das denkmalgeschützte Gebäude hat seine ursprüngliche Funktion damit verloren, seinen Bahnhofs-Charme aber erhalten. Und er spielt bei künftigen Planungen weiter eine Rolle.

André Seibt, Fachinformatik-Azubi, bespricht mit Fabian Beuche (rechts) eine Neuerung für den Online-Shop. Sirko Uhl (im Hintergrund) ist für die Programmierung zuständig

Quelle: Wolfgang Sens

Eilenburg. Was passiert hinter den Mauern der ehemaligen Bahnhofs-Empfangshalle in Eilenburg? Wer zu den Zügen will, wird am Gebäude vorbei geleitet, macht gegebenenfalls am seitlich gelegenen S-Punkt halt, trinkt einen Kaffee, kauft ein Ticket. Der Rest hat seinen Bahnhofs-Charme erhalten, mittlerweile aber eine andere Funktion.

Bereits 1,5 Millionen Euro

Vor fünf Jahren hat der Online-Händler Talk-Point den denkmalgeschützten Komplex gekauft, um- und neu gebaut. Ein durchaus attraktiver Standort, der die Planungen wegen Forderungen des Denkmalschutzes und Absprachen mit der Bahn hinsichtlich Schachtgenehmigungen und Abstandsflächen anspruchsvoll gestaltet. Für Übernahme und Instandsetzung hat die in Berlin und Eilenburg ansässige Firma, die bundesweit 13 Standorte hat, so in Delitzsch und Wittenberg, bisher über 1,5 Millionen Euro investiert.

Neben dem Bahnhofsgebäude soll es Lagerflächen geben

Neben dem Bahnhofsgebäude soll es Lagerflächen geben.

Quelle: Architekturbüro Giersdorff

Bahnhof bleibt Bahnhof

Es soll jeder erkennen, dass dies mal ein Bahnhof war und sehen, dass hier kein Bahnhof mehr ist, sondern dass eine Firma ihren Sitz hat – das waren und sind Intentionen für die Umgestaltung, die fortgesetzt wird. Die nächst fassbare ist eine, die den Eilenburgern wieder einen Zugang verschafft: Die Empfangshalle wird zum Showroom mit Abholstelle und Reparaturannahme. Bisher war es nicht möglich, „im Internet bestellte Produkte abzuholen oder eine Reparatur in Auftrag zu geben, da die Prozesse im Onlinehandel so rationalisiert sind, dass Bestellungen nicht exkludiert und übergeben werden können“, so Fabian Beuche vom Marketing. Zudem werden Lagerflächen geschaffen. Bis Ende 2018 soll eine neue Halle errichtet werden, nach und nach sind weitere geplant, so Stefan Georges, einer von vier Geschäftsführern.

Unternehmen 2005 gegründet

Mit reinen Handy-Läden ging es 1998 los, mittlerweile agiert das 2005 zur GmbH umfirmierte mittelständische Handelsunternehmen, das vor Ort in puncto soziales Engagement Fußball, Schwimmsport und Jugendgruppen unterstützt, europaweit und in Nordamerika. Die Geschäftsfelder erstrecken sich über Online-Handel mit Elektronik- und Haushaltsartikeln sowie Telekommunikations-Bereich und spezielle Nischen, unter dem Namen „Georges“ wurde eine Eigenmarke für selbst entwickelte Produkten wie Hängematten, gusseiserne Beregner oder Schuhspanner herausgebracht. 106 Mitarbeiter, 40 davon in Eilenburg, erwirtschaften einen Jahresumsatz von 45 Millionen Euro. Rund 30 000 Bestellungen werden monatlich verschickt.

Von Kathrin Kabelitz

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