Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Eilenburg Ehemalige Wartehalle im Eilenburger Bahnhof wird zum Showroom
Region Eilenburg Ehemalige Wartehalle im Eilenburger Bahnhof wird zum Showroom
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:21 02.10.2017
Kommissioniererin Antje Scharfenberg verpackt am Förderband Waren zum Versenden, links Fabian Beuche (Marketing). Quelle: Wolfgang Sens
Eilenburg

Was passiert hinter den Mauern der ehemaligen Bahnhofs-Empfangshalle in Eilenburg? Wer zu den Zügen will, wird am Gebäude vorbei geleitet, macht gegebenenfalls am seitlich gelegenen S-Punkt halt, trinkt einen Kaffee, kauft ein Ticket. Der Rest hat seinen Bahnhofs-Charme erhalten, mittlerweile aber eine andere Funktion.

Bereits 1,5 Millionen Euro

Vor fünf Jahren hat der Online-Händler Talk-Point den denkmalgeschützten Komplex gekauft, um- und neu gebaut. Ein durchaus attraktiver Standort, der die Planungen wegen Forderungen des Denkmalschutzes und Absprachen mit der Bahn hinsichtlich Schachtgenehmigungen und Abstandsflächen anspruchsvoll gestaltet. Für Übernahme und Instandsetzung hat die in Berlin und Eilenburg ansässige Firma, die bundesweit 13 Standorte hat, so in Delitzsch und Wittenberg, bisher über 1,5 Millionen Euro investiert.

Neben dem Bahnhofsgebäude soll es Lagerflächen geben. Quelle: Architekturbüro Giersdorff

Bahnhof bleibt Bahnhof

Es soll jeder erkennen, dass dies mal ein Bahnhof war und sehen, dass hier kein Bahnhof mehr ist, sondern dass eine Firma ihren Sitz hat – das waren und sind Intentionen für die Umgestaltung, die fortgesetzt wird. Die nächst fassbare ist eine, die den Eilenburgern wieder einen Zugang verschafft: Die Empfangshalle wird zum Showroom mit Abholstelle und Reparaturannahme. Bisher war es nicht möglich, „im Internet bestellte Produkte abzuholen oder eine Reparatur in Auftrag zu geben, da die Prozesse im Onlinehandel so rationalisiert sind, dass Bestellungen nicht exkludiert und übergeben werden können“, so Fabian Beuche vom Marketing. Zudem werden Lagerflächen geschaffen. Bis Ende 2018 soll eine neue Halle errichtet werden, nach und nach sind weitere geplant, so Stefan Georges, einer von vier Geschäftsführern.

Unternehmen 2005 gegründet

Mit reinen Handy-Läden ging es 1998 los, mittlerweile agiert das 2005 zur GmbH umfirmierte mittelständische Handelsunternehmen, das vor Ort in puncto soziales Engagement Fußball, Schwimmsport und Jugendgruppen unterstützt, europaweit und in Nordamerika. Die Geschäftsfelder erstrecken sich über Online-Handel mit Elektronik- und Haushaltsartikeln sowie Telekommunikations-Bereich und spezielle Nischen, unter dem Namen „Georges“ wurde eine Eigenmarke für selbst entwickelte Produkten wie Hängematten, gusseiserne Beregner oder Schuhspanner herausgebracht. 106 Mitarbeiter, 40 davon in Eilenburg, erwirtschaften einen Jahresumsatz von 45 Millionen Euro. Rund 30 000 Bestellungen werden monatlich verschickt.

Von Kathrin Kabelitz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Niko Hastrich ist Schüler am Eilenburger Martin-Rinckart-Gymnasium und eines der größten deutschen Informatik-Talente. Beim Bundeswettbewerbs Informatik am Hasso-Plattner-Institut Potsdam hat er jetzt den zweiten Preis eingeheimst und hat noch einiges vor.

28.09.2017

In Eilenburg gibt es zwei neue Schulsozialarbeiterinnen. In der Grundschule Berg hat Conny Wolff ihre Tätigkeit aufgenommen, Mandy Jaentschel ist in der Lernförderschule „Am Bürgergarten“ tätig.

28.09.2017

Wie geht regionaler Einkauf? Wer sich mit Produkten versorgen will, die vor Ort produziert werden, die vielleicht sogar ohne Plastik-Verpackung auskommen, der nimmt weitere Wege in Kauf. Doch Produkte aus der Region bieten andere Erfahrungen, als einfach zum Supermarkt fahren, die Runde durch die Regalgänge drehen und in einer Viertelstunde alles im Korb zu haben.

28.09.2017