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Eilenburg Eilenburg: Abwasserverband kündigt höhere Gebühren an
Region Eilenburg Eilenburg: Abwasserverband kündigt höhere Gebühren an
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14:02 19.05.2015

Eine Beispielrechnung mit einem Grundstück in Größe von etwa 500 Quadratmeter mit etwa 100 Quadratmeter versiegelter Fläche, einem Eigenheim sowie zwei bis drei Bewohnern, bei denen pro Person und Jahr etwa 35 Kubikmeter Abwasser anfallen, zeigt, dass alles in allem 3,40 Euro ab 2015 im Jahr mehr zu zahlen sind. Die Verbandsversammlung hat die neue Gebührensatzung dieser Tage bestätigt. Sie wird voraussichtlich Ende der Woche amtlich veröffentlicht. Die erste Lesung des Haushaltes für kommendes Jahr war ein weiterer Schwerpunkt der Beratung.

Die Gebühren verändern sich ab dem 1. Januar wie folgt und gelten danach für den Kalkulationszeitraum bis Ende 2017: Die Kosten für Schmutzwasser verringern sich von 2,42 Euro pro Kubikmeter auf 2,34 Euro. Bei nicht an zentrale Kläranlagen angeschlossene Gruben, die per Überlauf ins öffentliche Netz einleiten, steigt die Gebühr leicht von 0,72 Euro pro Kubikmeter Abwasser auf 0,73 Euro. Die Leerung abflussloser Gruben, vorher 26,49 Euro, liegt jetzt bei 26,69. Beim Niederschlagwasser werden statt bislang 73 Cent pro Quadratmeter abflusswirksame Fläche künftig 84 Cent fällig. Weshalb die Steigerung im zuletzt genannten Bereich so deutlich ausfällt, begründete AZV-Geschäftsführer Mathias Müller unter anderem damit, dass die Umstellung auf das doppische Abrechnungssystem nunmehr die tatsächlichen Kosten stärker bei den jeweiligen Verursachern von Schmutzwasser- und Regenwasserkosten fixiere. "Auch der Anschluss neuer Haushalte wirkt sich darauf aus."

In der nächsten Verbandsversammlung am 11. Dezember liegt nach der ersten Lesung sowie der Veröffentlichung des Entwurfs dann auch der 2015er-Etat zur Beschlussfassung vor. Mathias Müller fasste die wichtigsten Investitionen, die für kommendes Jahr anstehen, zusammen: In der Gemeinde Zschepplin soll das Ortsnetz Naundorf mit einem Umfang in Höhe von 1,5 Millionen Euro fertiggestellt werden. Im Nachbarort Krippehna wird begonnen (530 000 Euro). Zunächst mit dem Bau der Druckleitung von Naundorf nach Krippehna. In der Gemeinde Doberschütz, wo in Mölbitz nach dem Kanalbau in diesem Jahr zurzeit der Landkreis die Ortsdurchfahrt sanieren lässt, stehen für das Finale 2015 noch einmal 680 000 Euro im Plan. 740 000 Euro sind in Eilenburg, davon das meiste für Kanalbauten auf dem Eilenburger Berg vorgesehen. Und zwar im Zuge der Erschließung der Gewerbefläche im Bereich der Tankstelle, wo bekanntlich ein Kreisverkehr gebaut werden soll.

"Wir kommen nach der Kreditaufnahme in diesem Jahr in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro auch für nächstes Jahr um weitere Verbindlichkeiten in Höhe von 1,2 Millionen Euro nicht herum", ergänzte Müller. Seit Jahren habe es kaum noch rückzahlungsfreie Zuschüsse gegeben. 200 Euro pro anzuschließendem Einwohner fielen nunmehr kaum noch ins Gewicht.

Kanalbauten, die nach gefordertem EU-Recht bis Ende 2015 nicht umgesetzt werden können, seien im Gebiet der Mittleren Mulde mit der Stadt Eilenburg, den Gemeinden Doberschütz und Krostitz sowie Teilen der Gemeinde Zschepplin zurzeit im Gespräch mit der Unteren Wasserbehörde beim Landkreis. Für Krippehna, Battaune und Mutschlena würden entsprechende öffentlich-rechtliche Verträge zum Abschluss der Arbeiten vorbereitet. "Das betrifft auch andere Abwasserzweckverbände", so Mathias Müller.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.11.2014
Karin Rieck

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